{"id":841,"date":"2017-10-12T18:14:40","date_gmt":"2017-10-12T18:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=841"},"modified":"2021-05-23T21:25:10","modified_gmt":"2021-05-23T21:25:10","slug":"kants-weltbegriff-der-philosophie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/kants-weltbegriff-der-philosophie\/","title":{"rendered":"Kants Weltbegriff der Philosophie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s2a7075.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-842 alignleft\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s2a7075.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s2a7075.jpg 1024w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s2a7075-300x208.jpg 300w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s2a7075-768x532.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phil.uni-halle.de\/lehrende\/59216_62695\/\"><strong>J\u00fcrgen Stolzenberg <\/strong><\/a><\/p>\n<p><em>Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg<\/em><\/p>\n<h2><strong>Kants Weltbegriff der Philosophie<\/strong><\/h2>\n<p><em>\u00d6ffentliche Vorlesung 22 April 2017 im Dom zu Kaliningrad im Rahmen der Kant-Vorlesungen <a href=\"http:\/\/eng.kantiana.ru\/research\/academia-kantiana\/\">der Academia Kantiana der Baltischen F\u00f6deralen Immanuel-Kant-Universit\u00e4t<\/a><\/em><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens mit dem Kant-Jahr 2004 und den Feierlichkeiten, die weltweit zum Gedenken an Kants 200. Todestag veranstaltet wurden, ist deutlich geworden, dass Kant zum Philosophen der Welt geworden ist. Nicht Hegel, nicht Nietzsche, nicht Wittgenstein und nicht Heidegger \u2013 Immanuel Kant ist zu einer intellektuellen Instanz geworden, von der man sich Orientierung in grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens erhofft. Und in der Tat, in einer Zeit und in einer Welt, in der das \u00f6ffentliche Leben zunehmend von religi\u00f6sem Fanatismus und Terror bedroht ist, in der Millionen Menschen unter politischer Verfolgung, Hunger und Krieg leiden, einer Welt, in der neue, unheilvolle Konfrontationen zwischen den Staaten drohen, in einer solchen Welt und in einer solchen Zeit ist Kants Kosmopolitismus der Vernunft ein Einspruch gegen Irrationalismus, Isolationismus und Aggression.<\/p>\n<p>I.<\/p>\n<p>Es ist daher auch nicht zuf\u00e4llig, dass der Begriff der Welt in Kants Philosophie eine zentrale Rolle spielt. Am Ende seiner <em>Kritik der reinen Vernunft<\/em> hat Kant in einer besonders prominenten Weise von dem \u201eWeltbegriff der Philosophie\u201c gesprochen. Er umfasst das, \u201ewas notwendig jedermann interessiert\u201c (KrV, B 868). Was ist damit gemeint?<\/p>\n<p>In Kants Begriff der Welt sind mehrere Aspekte enthalten. Dar\u00fcber muss man sich verst\u00e4ndigen, wenn man wissen will, warum und in welcher Weise Philosophie jeden angeht. Der Begriff der Welt bezieht sich zum einen auf den kosmopolitischen Bereich. Es ist der Bereich, in der der Mensch als <em>Weltb\u00fcrger<\/em> lebt, und Weltb\u00fcrger ist er von Natur aus, insofern er ein Teil der Gattung Mensch ist. Diese kosmopolitische Dimension meint Kants Erkl\u00e4rung, dass der Mensch \u201edurch seine Vernunft <em>bestimmt<\/em> [ist], in einer Gesellschaft und mit Menschen zu sein\u201c (AA 7, 324). Damit verbunden ist Kants innovative Auffassung von einem <em>Weltb\u00fcrgerrecht<\/em>. Es sieht vor, dass Menschen von Natur aus, und nicht erst aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Staat, individuelle Rechte genie\u00dfen. So umfasst das Weltb\u00fcrgerrecht ein <em>Besuchsrecht<\/em>, demzufolge Fremde nicht von vorneherein feindlich behandelt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Der Begriff<em> Welt<\/em> bezieht sich zweitens auf eine <em>moralische Welt<\/em>. Es ist dies Kants Vision von einer Einrichtung der Welt nach Gesetzen der Freiheit, d.h. einer moralischen und gerechten Welt. Die Einrichtung einer solchen Welt ist ein moralisches Interesse des Menschen, sofern er sich und seinesgleichen als freie, autonome Wesen versteht, denen eine \u201eunverlierbare W\u00fcrde\u201c (AA 6, 436) zukommt. Das schlie\u00dft die Institutionalisierung wechselseitiger Anerkennungsverh\u00e4ltnisse ein, unter denen die Menschen einander nicht als Mittel zu ihren Zwecken, sondern als \u201eZweck[e] an sich selbst\u201c (AA 4, 428) betrachten und behandeln, das hei\u00dft: einander achten. Das meint Kant, wenn er von einer <em>moralischen Kultur<\/em> spricht.<\/p>\n<p>Hierbei vertritt Kant die These, dass der Mensch aufgrund seiner Vernunft, die ihn mit allen anderen Menschen verbindet, dazu aufgerufen ist, die Welt, in der er lebt und damit auch sich selbst, \u201edurch Kunst und Wissenschaft zu kultivieren, zu zivilisieren und zu moralisieren\u201c (AA 7, 324). Das ist heute mit dem aus der Aufkl\u00e4rung \u00fcberkommenden Schlagwort einer \u201aHumanisierung der Menschheit\u2018 gemeint, die im Zeitalter eines weltweiten \u00d6konomismus aus dem Blick zu geraten droht. Auch der moderne Begriff des Weltkulturerbes hat hier seinen philosophischen Ort. Er bezieht sich auf von Menschen in einer Zivilisation geschaffene Kulturg\u00fcter, denen f\u00fcr das kulturelle Niveau der gesamten Menschheit eine exemplarische Bedeutung zukommt, und die es deswegen zu erhalten und zu sch\u00fctzen gilt.<\/p>\n<p>Wenn Kant nun von einem Weltbegriff der Philosophie spricht, dann ist die Architektur des Lehrgeb\u00e4udes gemeint, das die Philosophie errichtet. Philosophie entwickelt eine systematisch geordnete Darstellung des Gesamtzusammenhangs der Prinzipien menschlichen Wissens und Handelns. Der Zusammenhang, und das hei\u00dft, die <em>Einheit<\/em> des Lehrgeb\u00e4udes der Philosophie ist jedoch kein aus Teilen \u00e4u\u00dferlich zusammengesetztes Aggregat, sondern ein System, dessen Teile durch ein gemeinsames Prinzip bestimmt sind, aus dem die Teile ihre Stelle im gesamten System und zugleich ihre je eigene Rechtfertigung beziehen. Da ein solches Prinzip die Existenz der Teile und ihren Zusammenhang begr\u00fcndet, kann es als Inbegriff ihrer zweckm\u00e4\u00dfigen Ordnung verstanden werden. Insofern stellt dieses Prinzip ein letzten oder, wie Kant sich ausdr\u00fcckt, einen <em>Endzweck<\/em> dar. Der Gesamtzusammenhang der Prinzipien menschlichen Wissens und Handelns wird somit durch den Bezug aller Prinzipien auf einen letzten bzw. einen \u201eEndzweck\u201c gestiftet (KrV, B 868). Der Endzweck, das ist entscheidend, betrifft das, was Kant, mit der ber\u00fchmten, von dem Theologen Johann Joachim Spalding gepr\u00e4gten Formel der Aufkl\u00e4rung \u201edie ganze Bestimmung des Menschen\u201c (KrV, B 868)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> nennt. Die Bestimmung des Menschen besteht in der Aufgabe, auf dem Wege seiner Kultivierung \u2013 \u201edurch Fortschreiten in einer Reihe unabsehlich vieler Generationen\u201c, wie Kant sagt \u2013, schlie\u00dflich zu einer weltweiten Gemeinschaft zu gelangen, in der <em>alle<\/em> Menschen, \u201ekosmopolitisch verbunden\u201c (AA 7, 333) sind und einander als moralische Wesen achten und auf diese Weise auch zur Sicherung\u00a0 ihres physischen Wohlergehens beitragen. Das soll in der Gr\u00fcndung einer Staatengemeinschaft geschehen, die die Organisationsform eines <em>f\u00f6derativen Staatenbundes <\/em>haben soll. Darin sah Kant zugleich die einzig m\u00f6gliche Garantie eines auf Dauer angelegten Weltfriedens. Sofern die Philosophie dar\u00fcber Auskunft gibt, worin die ganze Bestimmung des Menschen besteht und das hei\u00dft, welches der letzte bzw. Endzweck besteht, den der Mensch in seinem personalen und sozialen Leben verfolgen soll, betrifft die Philosophie das, \u201ewas jedermann notwendig interessiert\u201c.<\/p>\n<p>Damit ist die Bedeutung von Kants Weltbegriff der Philosophie aber noch nicht ersch\u00f6pft. Es ist wichtig zu sehen, dass der so bestimmte Endzweck seinerseits unter einer Bedingung steht, unter der er nur realisiert werden kann. Diese Bedingung ist, das mag zun\u00e4chst \u00fcberraschen, durch die Realit\u00e4t zweier kosmologischer Ideen, n\u00e4mlich der Idee Gottes und der Idee der Unsterblichkeit der menschlichen Seele gegeben. Es sind daher in Wahrheit zwei Fragen, deren Beantwortung in Kants Sicht den letzten und h\u00f6chsten Zweck der menschlichen Vernunft ausmacht. Die eine Frage lautet: \u201eIst ein Gott?\u201c, die andere lautet: \u201eIst ein k\u00fcnftiges Leben?\u201c (KrV, B 831). Auf diese Fragen eine Antwort zu finden, das ist eigentlich das, was jedermann notwendig interessiert. Darauf komme ich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>II.<\/p>\n<p>Das weltweite und anhaltende Interesse an der Kantischen Philosophie ist mit dem bisher Gesagten noch nicht hinreichend verst\u00e4ndlich gemacht. Es ist noch ein weiterer, entscheidender Zug zu nennen. Ich m\u00f6chte ihn den <em>humanen Charakter<\/em> der Philosophie Kants nennen. Kants Interesse als Philosoph gilt der <em>conditio humana<\/em>. \u201eDie Rechte der Menschheit herzustellen\u201c,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> das erschien schon dem jungen, Rousseau-begeisterten Kant als die h\u00f6chste Aufgabe der Philosophie. An dieser \u00dcberzeugung hat Kant Zeit seines Lebens festgehalten, von ihr ist seine gesamte praktische Philosophie getragen. So geht <em>Kants Ethik <\/em>denn auch von der konkreten, individuellen menschlichen Existenz aus. Sie ber\u00fccksichtigt die Bedeutung, die unseren prim\u00e4ren nat\u00fcrlichen Neigungen, unseren vitalen Bed\u00fcrfnissen und unseren W\u00fcnschen f\u00fcr das Leben, das wir jeweils zu f\u00fchren haben, zukommt und mit denen unsere individuellen Vorstellungen von Gl\u00fcck verbunden sind. Zugleich geht sie davon aus, dass wir auch \u00fcber eine <em>moralische Kompetenz<\/em> verf\u00fcgen, und das ist die F\u00e4higkeit, von der je individuellen Perspektive abzusehen und die Perspektive der Moralit\u00e4t einzunehmen. Das ist eine Perspektive, unter der wir in der Lage sind, uns von der Verfolgung unseren prim\u00e4ren Neigungen und W\u00fcnsche zu distanzieren und unsere langfristigen Absichten und Handlungen an streng allgemeinen, das hei\u00dft, von jedem in einer vergleichbaren Situation akzeptablen Normen auszurichten. Das tun wir, ob bewusst oder unbewusst, immer dann, wenn wir sagen bzw. davon \u00fcberzeugt sind, dass etwas zu tun (oder zu unterlassen) <em>schlechthin gut<\/em> oder <em>schlecht<\/em> ist. Das geschieht im allt\u00e4glichen Leben oft genug, mag es sich um die Beurteilung\u00a0 von moralisch relevanten Konfliktsituationen oder ganzen Lebensentw\u00fcrfen handeln.<\/p>\n<p>In diesem Standpunkt der Moralit\u00e4t, der jedem zug\u00e4nglich und jedem bekannt ist, das ist die entscheidende Einsicht Kants, dr\u00fcckt sich das Bewusstsein der Freiheit aus, von dem Kant daher auch mit Recht sagt, dass es \u201emit der gr\u00f6bsten und leserlichsten Schrift in der Seele des Menschen geschrieben ist\u201c (AA 8, 287). Kants Ethik der Freiheit vereinigt beide Perspektiven. Eben damit tr\u00e4gt sie der <em>conditio humana<\/em> Rechnung: Sie ber\u00fccksichtigt die von Natur aus gegebene Bed\u00fcrftigkeit des konkreten Menschen und sein Streben nach einem umfassenden Wohlergehen, das Kant <em>Gl\u00fcckseligkeit <\/em>nennt; dieses Streben sucht sie mit den Forderungen einer universalen, d.h. f\u00fcr alle Menschen akzeptablen Moralit\u00e4t in \u00dcbereinstimmung zu bringen. Kants Ethik unterdr\u00fcckt das menschliche Streben nach Wohlergehen und Gl\u00fcck daher keineswegs, wie immer wieder unter dem Vorwurf des Formalismus und Rigorismus behauptet wird, vielmehr sucht sie ihm eine ethische Anerkennung und Rechtfertigung zu verschaffen. Das ist der humane Gehalt der Ethik Kants.<\/p>\n<p>III.<\/p>\n<p>Ein nahezu ununterbrochenes, in den letzten Jahrzehnten zunehmendes Interesse haben auch Kants Rechts- und Staatsphilosophie, insbesondere seine \u00dcberlegungen zu einer Politik des Friedens gefunden. Und auch hier ist es ein zutiefst <em>humanes Interesse<\/em>, das Kants \u00dcberlegungen leitet. Denn nur dann, wenn die <em>Rechte<\/em> aller Menschen \u2013 die \u201eRechte der Menschheit\u201c, um an den Ausdruck des fr\u00fchen Kant zu erinnern \u2013, dauerhaft gesichert sind, kann der ethische Anspruch realisiert werden, einander nicht als Mittel, sondern als <em>Zweck an sich<\/em> zu behandeln. Ein solcher idealer Zustand ist nur denkbar im Zustand eines seinerseits idealen ewigen Friedens unter republikanisch verfassten Staaten, d.h. Staaten, deren wichtigste Kriterien ein repr\u00e4sentatives System und strikte Gewaltenteilung ist. Die Sicherung der Rechte <em>aller<\/em> Menschen sieht Kant daher, wie erw\u00e4hnt, durch einen Staaten- oder <em>V\u00f6lkerbund<\/em> gew\u00e4hrleistet. In der Idee eines solchen V\u00f6lkerbundes besteht Kants innovative Leistung: Es ist die Idee einer F\u00f6deration freier und souver\u00e4ner, republikanisch verfasster Staaten, die nach dem Modell eines permanent tagenden Staatenkongresses organisiert sein sollen, und dessen Organe dazu beitragen sollen, dass die Staaten, wie Kant schreibt, \u201eihre Streitigkeiten auf civile Art, gleichsam durch einen Proce\u00df, nicht auf barbarische Art (nach Art der Wilden), n\u00e4mlich durch Krieg\u201c (AA 6:351) entscheiden. Der historische <em>V\u00f6lkerbund<\/em> und dessen faktische Nachfolgeorganisation, die im Jahre 1945 gegr\u00fcndeten <em>Vereinten Nationen<\/em>, deren oberste Ziele, wie es in der <em>Charta der Vereinten Nationen<\/em> hei\u00dft, die Wahrung des Weltfriedens, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen, die L\u00f6sung globaler Probleme und die F\u00f6rderung der Menschenrechte sind, k\u00f6nnen als Versuche angesehen werden, Kants Idee einer v\u00f6lkerrechtlichen Sicherung des Weltfriedens eine internationale institutionelle Grundlage zu verschaffen.<\/p>\n<p>Fragt man, wie weit dieser Versuch politisch gelungen ist, dann f\u00e4llt die Bilanz durchaus ambivalent aus. Zwar haben die <em>Vereinten Nationen<\/em> in den letzten Jahrzehnten in mehreren L\u00e4ndern und Regionen zur Friedenssicherung beitragen k\u00f6nnen, und auch im Bereich der humanit\u00e4ren Hilfeleistungen wie dem Weltern\u00e4hrungsprogramm sind Erfolge zu verzeichnen. Die <em>Vereinten Nationen<\/em> haben bewaffnete Konflikte aber nicht verhindern k\u00f6nnen. Ihre Resolutionen wurden und werden missachtet. Verletzungen des V\u00f6lkerrechts sehen die <em>Vereinten Nationen<\/em> ihrerseits oft tatenlos zu. Und sie konnten und k\u00f6nnen das Hoch- und Wettr\u00fcsten nicht verhindern. Es ist klar, dass auf diesem Wege der globale Friede nicht zu erreichen ist. Kants Postulat im 3. Pr\u00e4liminarartikel seiner Schrift <em>Zum ewigen Frieden<\/em>: \u201eStehende Heere sollen mit der Zeit ganz aufh\u00f6ren\u201c (AA 8, 345), wartet, wie vieles andere, das Kant als Bedingungen f\u00fcr die Sicherung eines Weltfriedens fordert, noch auf seine Realisierung \u2013 hier mag nur das Verbot milit\u00e4rischer Intervention oder die \u201eAnstellung [von] Meuchelm\u00f6rder[n]\u201c (AA 8, 346) genannt werden.<\/p>\n<p>IV.<\/p>\n<p>Es ist hier nicht der Ort, in eine detailliertere Analyse von Kants \u00dcberlegungen zur internationalen Friedenssicherung einzutreten. Ein Punkt verdient jedoch hervorgehoben zu werden. Er betrifft Kants oft missverstandenes Argument f\u00fcr die Einrichtung eines friedensichernden <em>V\u00f6lkerbundes<\/em>. Ein solcher V\u00f6lkerbund ist wesentlich dadurch charakterisiert, dass in ihm <em>keine Zwangsgesetze<\/em> vorgesehen sind. An diesem Argument l\u00e4sst sich in besonderer Weise Kants weitsichtiger Realismus in politischen Dingen studieren. Und daraus l\u00e4sst sich auch eine realistische Einsch\u00e4tzung der gegenw\u00e4rtigen Weltlage mit Blick auf die M\u00f6glichkeit und Sicherung eines globalen Friedens gewinnen.<\/p>\n<p>Es sind vor allem zwei \u00dcberlegungen, die von Bedeutung sind. Kants erste \u00dcberlegung besagt das Folgende: F\u00fcr Staaten, die aus einem permanenten Kriegszustand bzw. einem Zustand, in dem immer wieder neue Kriege auszubrechen drohen, herauszukommen bestrebt sind, ist es ein Gebot der praktischen Vernunft, einen f\u00f6derativen V\u00f6lkerstaat zu bilden, der \u00f6ffentliche Zwangsgesetze enth\u00e4lt, die bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das V\u00f6lkerrecht angewendet werden. Die zweite \u00dcberlegung scheint dem auf eine zun\u00e4chst unverst\u00e4ndliche Weise entgegen zu treten. Sie besagt, dass die Staaten dies aufgrund \u201eihrer Idee vom V\u00f6lkerrecht durchaus nicht wollen\u201c (AA 8, 357). Eine Begr\u00fcndung gibt Kant nicht. Sie ist indessen leicht nachzureichen. Die Begr\u00fcndung lautet, dass souver\u00e4ne Staaten deswegen nicht wollen, sich Zwangsgesetzen zu unterwerfen, weil sie sich bereits in einem Rechtszustand befinden. Die Unterwerfung unter Zwangsgesetze w\u00fcrde bedeuten, dass sie auf ihre politische Autonomie und Souver\u00e4nit\u00e4t verzichten m\u00fcssten, was sie von sich aus gar nicht wollen <em>k\u00f6nnen<\/em>. Deshalb kann es auch kein Recht geben, Staaten zum Eintritt in einen solchen V\u00f6lkerstaat gesetzlich zu zwingen.<\/p>\n<p>Zudem w\u00fcrde ein Staatenstaat, wie man einen V\u00f6lkerstaat mit Zwangsgesetzen nennen m\u00fcsste, einer Voraussetzung des V\u00f6lkerrechts widersprechen. Ein solcher Staatenstaat w\u00e4re ein <em>einziger<\/em> Staat, damit w\u00fcrde aber die Voraussetzung des V\u00f6lkerrechts, dass es <em>mehrere<\/em> Staaten gebe, aufgehoben. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re er so etwas wie eine Universalmonarchie, mit der die Gefahr einer globalen Diktatur verbunden ist. Deshalb setzt Kant seine ganze Hoffnung auf die Bildung eines f\u00f6derativen V\u00f6lkerbundes, der <em>nicht<\/em> \u00fcber Zwangsgesetze verf\u00fcgt, der aber alles daran setzen soll, den Frieden zu stabilisieren und der Neigung zu kriegerischen Auseinandersetzungen entgegen zu wirken, ohne doch die \u201ebest\u00e4ndige Gefahr ihres Ausbruchs\u201c (AA 8, 357) verhindern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Doch ist das nicht Kants letztes Wort geblieben. Kant vertraut auf eine stetige und sich immer weiter ausbreitende Entwicklung der moralischen und politischen Kultur. Sie soll zu einer immer gr\u00f6\u00dferen \u00dcbereinstimmung in\u00a0 grundlegenden moralischen und rechtlich-politischen Prinzipien f\u00fchren \u2013 nichts anderes meint die eingangs erw\u00e4hnte \u201eHumanisierung der Menschheit\u201c. Zu diesen Prinzipien sind unter anderem die Menschenrechte, der Republikanismus sowie das erw\u00e4hnte Weltb\u00fcrgerrecht zu z\u00e4hlen. Ein solcher Konsens, das ist Kants Hoffnung, wird die Erreichung eines transnationalen Einverst\u00e4ndnisses dar\u00fcber erleichtern, dass es keine Alternative zu einem freiwillig einzurichtenden globalen V\u00f6lkerstaat gibt, der, in Form eines \u201eminimalen sekund\u00e4ren Weltstaates\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, denn doch eine auf gewissen Zwangsgesetzen gegr\u00fcndete Organisation ist.<\/p>\n<p>Dass dies ein Prozess ist, dessen Dauer gar nicht abzusehen ist, und f\u00fcr dessen erfolgreichen Verlauf es neben der grunds\u00e4tzlichen Bereitschaft, Konflikte mit friedlichen Mitteln auszutragen, politischer Klugheit, Erfahrung und praktischer Urteilskraft bedarf, war Kant bewusst. Kant wusste auch, dass es nicht die Philosophen sind, die das Schicksal der V\u00f6lker bestimmen, und dass dies auch gar nicht w\u00fcnschenswert ist, denn der Besitz von Gewalt birgt die Gefahr der Korrumpierung eines unparteiischen und freien Urteils in sich. F\u00fcr die Kultur eines aufgekl\u00e4rten Volkes hielt Kant es aber f\u00fcr unverzichtbar, \u201edass K\u00f6nige oder k\u00f6nigliche (sich selbst nach Gleichheitsgesetzen beherrschende) V\u00f6lker die Klasse der Philosophen nicht schwinden oder verstummen, sondern \u00f6ffentlich sprechen lassen, [\u2026] weil diese Klasse ihrer Natur nach der Rottierung und Klubbenverb\u00fcndung unf\u00e4hig ist\u201c (AA 8, 396). An der gegenw\u00e4rtigen weltpolitischen Lage und dem Verh\u00e4ltnis der Staaten zueinander auf der einen Seite, der Existenz der Vereinten Nationen mit ihren zentralen Organen, wie der <em>Generalversammlung<\/em>, des \u00fcber eine Durchsetzungsmacht verf\u00fcgenden <em>Sicherheitsrates<\/em>, einem <em>Internationalen Seegerichtshof<\/em> und einem <em>Internationalen Gerichtshofs<\/em>, die allerdings ohne Durchsetzungsrechte sind, und der <em>Welthandelsorganisation<\/em> auf der anderen Seite, sowie der Rolle, die die Philosophie \u2013 sollte ich lieber sagen: Kants Philosophie? \u2013 in der intellektuellen Kultur der Staaten der Welt spielt, l\u00e4sst sich der Stand des von Kant inaugurierten Prozesses hin zu dem Ideal eines <em>ewigen Friedens<\/em> ablesen. Dass sich auch hier ein h\u00f6chst ambivalentes, wenn nicht gar deprimierendes Bild ergibt, ist offenkundig. Da aber der Friede, wie Kant mit Recht sagt, \u201edas h\u00f6chste politische Gut\u201c (AA 6, 355) ist, und da wir nicht wissen k\u00f6nnen, dass er unerreichbar ist, sind wir aus Vernunftgr\u00fcnden verpflichtet, alles daran zu setzen, dass er erreichbar wird.<\/p>\n<p>V.<\/p>\n<p>Kant hat einen dauerhaften Frieden als das \u201eh\u00f6chste Weltb\u00fcrgerliche Gut\u201c (Refl. 8077, AA 19, 612) bezeichnet. Das f\u00fchrt zur\u00fcck zu der eingangs ber\u00fchrten Frage, worin der letzte Zweck besteht, auf den die Philosophie nach dem Weltbegriff ausgerichtet ist, und welche Bedeutung hierbei der Frage \u201eIst ein Gott?\u201c zukommt. Das <em>h\u00f6chste weltb\u00fcrgerliche Gut<\/em>, das mit einem dauerhaften Frieden gegeben ist, besteht genauer in der Verbindung von moralischen Rechtsverh\u00e4ltnissen <em>und<\/em> dem Beitrag zum Wohlergehen und Gl\u00fcck der Menschen, die sich als Weltb\u00fcrger verstehen. Auf diese Weise wird die Idee von einem h\u00f6chsten <em>moralischen<\/em> Gut \u2013 das ist die harmonische Verbindung eines moralisch verantwortbaren Lebensentwurfs mit dem Streben nach Gl\u00fcck \u2013 von dem urspr\u00fcnglich <em>personalen<\/em> Lebenszusammenhang auf die <em>weltpolitische<\/em> Ebene ausgedehnt. Was f\u00fcr das personale Leben gilt, muss auch f\u00fcr das Leben aller B\u00fcrger im weltpolitischen Ma\u00dfstab, d.h. f\u00fcr alle Weltb\u00fcrger, gelten.<\/p>\n<p>An dieser Stelle hat Kants Frage \u201eIst ein Gott?\u201c ihren Ort. Kants auf den ersten Blick provokante These ist es n\u00e4mlich, dass die Idee Gottes eine notwendige<em>,<\/em> von der menschlichen Vernunft in ihrem praktischen Gebrauch selber gemachte bzw. zu machende Voraussetzung ist, aus der die M\u00f6glichkeit eines Lebensentwurfs begriffen werden kann, der sich von der Idee leiten l\u00e4sst, dass das Streben nach Moralit\u00e4t mit dem Aussein auf Gl\u00fcck harmonisch \u00fcbereinstimmen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Kants Argument f\u00fcr diese These ist alles andere als abwegig. Kant geht von der Einsicht aus, dass es gar keinen <em>theoretischen<\/em> Grund gibt, aus dem die M\u00f6glichkeit einer \u00dcbereinstimmung von Moralit\u00e4t und Gl\u00fcckseligkeit begriffen werden k\u00f6nnte. Denn weder kann der moralisch Handelnde, und auch nicht der politisch Handelnde, den Weltlauf und die Naturgesetze seinem Willen unterwerfen, noch richtet sich die Natur von sich aus nach moralischen bzw. rechtsmoralischen Gesetzen. Gleichwohl geht die Idee der Bef\u00f6rderung einer moralischen Welt \u2013 im personalen wie im weltpolitischen Sinn \u2013 von der Voraussetzung aus, dass eine solche \u00dcbereinstimmung von Naturgesetzen mit den Gesetzen der Moralit\u00e4t m\u00f6glich sei, denn auf eine solche \u00dcbereinstimmung ist ihre Forderung gerichtet, darin liegt der Sinn ihrer praktischen Intentionen, ob sie sich dar\u00fcber im Klaren ist oder nicht.<\/p>\n<p>Der entscheidende Schritt liegt in dem von Kant gezogenen Schluss, dass mit der Forderung einer solchen \u00dcbereinstimmung das Postulat einer externen Ursache verbunden sein muss, die eine Natur hervorzubringen imstande ist, die den theoretisch nicht beizubringenden Grund f\u00fcr diese \u00dcbereinstimmung enth\u00e4lt. Eine solche externe Ursache muss auch in der Lage sein, nach moralischen Gesetzen zu wirken, denn sie soll ja die Ursache der \u00dcbereinstimmung von Naturordnung und einer moralisch-rechtlichen Weltordnung sein. Deswegen muss sie Verstand und Willen haben \u2013 und genau das meint der Begriff von Gott. Das also ist der entscheidende Punkt: Um die M\u00f6glichkeit einer Konvergenz von Moralit\u00e4t und Wohlergehen begreiflich zu machen, einer Konvergenz, f\u00fcr die unter den Bedingungen der Endlichkeit und Kontingenz unserer Existenz aber weder ein theoretischer Grund noch eine <em>Garantie<\/em> ihrer Realisierung in Aussicht steht, um diese M\u00f6glichkeit begreiflich zu machen, postuliert die praktische Vernunft die Existenz einer <em>obersten sinnverb\u00fcrgenden Instanz<\/em>, die die Tradition unter dem Namen Gottes begreift (AA 5, 226).<\/p>\n<p>Dieser Gedanke Kants erscheint Vielen bis heute als eine zeitbedingte Verlegenheitsl\u00f6sung, die kaum ernst zu nehmen sei, und die von dem Kernbestand der Kantischen personalen Ethik und auch der politischen Ethik ohne Schaden abgel\u00f6st werden kann. Diese Meinung \u00fcbersieht oder untersch\u00e4tzt die Problemlage, auf die ein solches Postulat reagiert. Sie ist \u2013 das ist noch einmal zu betonen \u2013 aufs engste mit der <em>conditio humana<\/em> verbunden. Das ist Kants Gedanke: F\u00fcr die <em>Moralit\u00e4t<\/em> unserer Absichten k\u00f6nnen wir selber sorgen, wenn wir es nur wirklich wollen. F\u00fcr das Gelingen eines Lebensentwurfs und unser Wohlergehen und auch f\u00fcr die im Weltma\u00dfstab gerechte Verteilung von Gerechtigkeit und Gl\u00fcck k\u00f6nnen wir nicht in allen St\u00fccken selber sorgen. Damit ein auf Moralit\u00e4t angelegtes Leben am Ende vielleicht auch ein gl\u00fcckliches Leben genannt werden kann, sind wir auf so etwas wie eine Gunst angewiesen, die uns von dem, was nicht in unserer Gewalt steht, gleichsam erwiesen wird. Sofern wir aber unser Wohlergehen und unser Gl\u00fcck im Auge haben, hegen wir auch die Hoffnung, dass es uns zuteilwerden kann und das Leben uns nicht ganz im Stich l\u00e4sst. Damit hegen wir die Hoffnung auf eine Entsprechung zwischen unseren moralischen Intentionen und unseren Gl\u00fcckserwartungen. Und damit hegen wir auch die Hoffnung, dass die Welt, in der wir alle leben, uns nicht wie Dantes H\u00f6lle mit dem Ruf zur\u00fcckweist: \u201e<em>Lasciate ogni spiranza<\/em>!\u201c \u2013 \u201eLa\u00dft alle Hoffnung fahren!\u201c Die Hoffnung geht vielmehr dahin, wie Kant es in seiner \u00e4sthetischen Theorie ausgedr\u00fcckt hat, dass der Mensch \u201ein die Welt passe\u201c (AA 16, 127). Und so scheint die Erfahrung von Gl\u00fcck mit der Erfahrung von Sch\u00f6nem analog zu sein. Denn hier wie dort wird eine Harmonie von heterogenen Elementen erfahren, die wir nicht selbst bewirkt haben, die sich wie von selbst einstellt und uns eben dadurch begl\u00fcckt. Darauf reagiert Kants Lehre von dem Postulat der Existenz Gottes. Sie verdankt sich dem Gedanken, dass wir f\u00fcr das, was nicht in unserer Macht steht, was uns begegnet und auf dessen Eintreten wir nur hoffen k\u00f6nnen, auf das wir unser Leben im personalen wie im globalen Sinn aber doch auch bauen, dass wir daf\u00fcr einen Grund annehmen bzw. uns denken m\u00fcssen, ohne den diese Hoffnung selber sinnlos w\u00e4re. Vielleicht w\u00e4re dies auch eine Basis, von der aus die verschiedenen Religionen sich ohne Preisgabe der Unterschiede ihrer Glaubensinhalte verst\u00e4ndigen und in Toleranz und Frieden in einer pluralistischen Weltgesellschaft zusammen leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein solcher Gedanke ist ein Gedanke der Vernunft. Mit ihm antwortet Kant auf die Herausforderung, die an die aufgekl\u00e4rte Philosophie und an die s\u00e4kulare Weltgesellschaft von Seiten der <em>Religion<\/em> mit zunehmender Dringlichkeit herangetragen wird. Eine kritische Philosophie, die sich in der Tradition der Aufkl\u00e4rung versteht, muss sich daher gegen\u00fcber den Anspr\u00fcchen der Religion gar nicht polemisch verhalten. Sie hat nur ihren eigenen Begriff bis in seine letzte Konsequenz zu entfalten. Dann gelangt sie zu jenem Weltbegriff der Philosophie. Er k\u00f6nnte, wie gesagt, auch zu einer Verst\u00e4ndigung unter den Religionen dienen. Denn dieser Weltbegriff der Philosophie enth\u00e4lt selber den zureichenden Grund, der das Unverf\u00fcgbare, das die menschliche Existenz aufgrund ihrer Kontingenz und Endlichkeit wie ein Schatten begleitet und von dem sie auch unter den Bedingungen einer fortgeschrittenen S\u00e4kularisierung nicht loskommt, mit der Einheit eines universalen Sinnzusammenhangs in \u00dcbereinstimmung bringt, ohne jenes Unverf\u00fcgbare aufzul\u00f6sen. Das ist vielleicht die einzig rational vertretbare Theodizee angesichts der \u00dcbel in der Welt, und das ist am Ende wohl auch das, was wirklich jedermann notwendig interessiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zu Kants Verwendung der Formel \u201eBestimmung des Menschen\u201c vgl. ferner AA VIII, 18 f., 24-28; AA V, 298-303; AA VI, 267f., 50, 162; AA VII, 321 ff. u. AA IX, 447.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 I. Kant: Bemerkungen in den \u201cBeobachtungen \u00fcber das Gef\u00fchl des Sch\u00f6nen und Erhabenen\u201d \/ Hg. v. Marie Rischm\u00fcller. Hamburg: Meiner, 2013, S. 38.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kant I. Zum ewigen Frieden \/ Hrsg. von O. H\u00f6ffe. 2. Aufl. Akademie Verlag, Berlin 2004. S. 247.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; J\u00fcrgen Stolzenberg Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg Kants Weltbegriff der Philosophie \u00d6ffentliche Vorlesung 22 April 2017 im Dom zu Kaliningrad im Rahmen der Kant-Vorlesungen der Academia Kantiana der Baltischen F\u00f6deralen Immanuel-Kant-Universit\u00e4t Sp\u00e4testens mit dem Kant-Jahr 2004 und den Feierlichkeiten, die weltweit zum Gedenken an Kants 200. 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