{"id":759,"date":"2015-11-23T19:23:23","date_gmt":"2015-11-23T19:23:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=759"},"modified":"2015-11-23T19:23:23","modified_gmt":"2015-11-23T19:23:23","slug":"professor-mario-caimi-vierzig-jahre-meines-lebens-habe-ich-der-kant-forschung-gewidmet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/professor-mario-caimi-vierzig-jahre-meines-lebens-habe-ich-der-kant-forschung-gewidmet\/","title":{"rendered":"Professor Mario Caimi: \u201eVierzig Jahre meines Lebens habe ich der Kant-Forschung gewidmet\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC_1433-198x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-761\" alt=\"DSC_1433-198x300\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC_1433-198x300.jpg\" width=\"198\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>\u2013 Sie sind in Kaliningrad angekommen, um sich in den Geist des Ortes einzuf\u00fchlen, in dem Kant gelebt und gearbeitet hat. Beschreiben Sie bitte Ihren Weg zur Philosophie.<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Ein Freund von mir sagte mir einmal: Du bist f\u00fcr keinen Beruf geeignet, au\u00dfer f\u00fcr die Philosophie. Es haben mich also mein Wesen oder meine Veranlagung dazu gef\u00fchrt. Das war wie ein unvermeidlicher Weg und keine richtige Entscheidung. Ich w\u00fcrde sagen, ich bin kein richtiger Philosoph wie andere Professoren, die ich kenne. Weil die anderen sehr rigoros und wissenschaftlich arbeiten, sie lesen alle s\u00e4mtliche Aufs\u00e4tze usw. Und ich habe eher eine k\u00fcnstlerische Auffassung der Philosophie, ich genie\u00dfe die Sch\u00f6nheit des Denkgeb\u00e4udes, das ist mir lieber. Nat\u00fcrlich bin ich auch in der akademischen Forschung t\u00e4tig, aber ich sehe das nur als die technische Seite meiner Arbeit. Das Wichtigste f\u00fcr mich ist die Konstruktion des Geistes, die da so sch\u00f6n steht.<\/p>\n<p>Hier in Kaliningrad, am Kant-Denkmal stehend, habe ich gedacht: man kann \u00fcber Kants Philosophie vieles sagen und viel diskutieren, aber hier in K\u00f6nigsberg hat Kant die Welt neu, auf eine neue Weise begr\u00fcndet und ich bewundere das im Herzen. Das ist wunderbar \u2013 egal, was die Forscher sagen, hier habe er sich widersprochen, das sei nicht gut begr\u00fcndet usw.<\/p>\n<p><b>\u2013 Beschreiben Sie bitte die Etappen Ihrer Bildung.<\/b><\/p>\n<p>\u2013 \u00a0Als ich recht jung war, noch nicht 17, hatte ich in den letzten Schuljahren in Buenos Aires einen sehr guten Lehrer. Er lehrte Psychologie, aber er war ein\u00a0 hochgebildeter Mann und hat uns auch Philosophie beigebracht. Er erkl\u00e4rte uns auch einiges von Kant. Und da fingen meine Mitsch\u00fcler an, mich \u201eKant\u201c zu nennen. Als Spitzname. Und das war ein Zeichen des Schicksals, nicht wahr?<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t von Buenos Aires habe ich angefangen, Kunstgeschichte zu studieren. Nach ein paar Jahren des Studiums war ich unzufrieden, weil ich dachte: \u201eDu studierst die Kunstgeschichte und bist nicht in der Lage, ein Bleistift in die Hand zu nehmen oder Musik zu spielen\u201c. Ich habe mich nach anderen M\u00f6glichkeiten umgesehen, und da war die akademische Philosophie\u2026 der Studienplan war damals in Buenos Aires sehr streng: man musste zuerst Logik studieren, dann Geschichte der alten Philosophie, dann Geschichte der mittelalterlichen Philosophie usw.<\/p>\n<p>Nach dem Ende des Studiums, als ich schon heiraten wollte, wurde mir klar: ich habe keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Kein Arbeitgeber sucht nach einem Philosophen. Sp\u00e4ter habe ich einen deutschen Professor gefragt: \u201eWas machen diplomierte Philosophen in Deutschland?\u201c Die Antwort war: \u201eSie sind Taxi-Fahrer\u201c. Daraufhin war ich sehr traurig. Ich dachte, mein Leben ist vertan und ich muss lebenslang in der Position eines unqualifizierten Arbeiters bleiben, ohne die Chance zu haben, mich pers\u00f6nlich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Und da bekam ich von DAAD ein Promotionsstipendium. Mit meiner Frau und mit unserer acht Monate alten Tochter kam ich nach Mainz. Das Stipendium war urspr\u00fcnglich auf ein Jahr befristet, es wurde aber verl\u00e4ngert und ich bin fast sechs Jahre in Deutschland geblieben. Mein argentinisches Diplom wurde dort nicht anerkannt und ich musste nochmal Philosophie studieren. Die Nebenf\u00e4cher waren Romanistik, vor allem spanische Literatur, und P\u00e4dagogik. Ich wurde von Gerhard Funke betreut, der damals Pr\u00e4sident der Kant-Gesellschaft war. Schlie\u00dflich wurde ich in Deutschland promoviert, Gerhard Funke und Rudolf Malter waren die Opponenten bei der Verteidigung.<\/p>\n<p>Die Muttersprache meiner Tochter ist Deutsch, mein Sohn wurde in Mainz geboren; dieser Schritt hat mein Leben also schon sehr stark beeinflusst.<\/p>\n<p><b>\u2013 W\u00fcrden Sie jetzt sagen, die Philosophie habe Ihnen im Leben geholfen?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Ja, in vielerlei Hinsicht. Zun\u00e4chst brachte mir das Studium gro\u00dfen geistigen Reichtum. Ich h\u00e4tte nie allein solche Gedanken fassen k\u00f6nnen. Aber nachdem ich Vorlesungen \u00fcber Kant, Descartes und Spinoza gehalten habe, kann ich die von ihnen verwendeten Begriffe auch als meine betrachten.<\/p>\n<p><b><\/b><b>\u2013 Wie war Ihr Eindruck, als Sie zum ersten Mal einen Text von Kant gelesen haben?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Ich habe angefangen Kant zu lesen als ich noch kein Deutsch konnte, also in der \u00dcbersetzung. Und die \u00dcbersetzung war recht schlecht, miserabel, und da habe ich wenig verstanden. Mein Professor empfahl mir zugleich als Begleitung, als Kompendium, das zweib\u00e4ndige Buch von Herbert Paton \u201eKants Metaphysics of Experience\u201c. Und da war ich wirklich begeistert. Ich dachte: \u201eAlles wird klar\u2026Aber wie kann dieser Mann alles so deutlich verstehen? Bin ich nicht klug genug?\u201c Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich das Geheimnis von Paton entdeckt: Jedes Problem in der \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c ist mehrmals von vielen Gelehrten entwickelt und erforscht worden. Zu jedem Satz gibt es m\u00f6glicherweise einen Aufsatz. Und Paton hat sie \u00fcberarbeitet, es war nicht nur seine blo\u00dfe Intelligenz. Damals waren unsere argentinischen Bibliotheken nicht so gut wie heute und ich konnte dar\u00fcber am Anfang noch nichts wissen. In Mainz fing ich an, Kant auf Deutsch zu lesen. Das ist nat\u00fcrlich sehr wichtig. Sp\u00e4ter habe ich dann die \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c ins Spanische \u00fcbersetzt sowie die \u201eAnthropologie in pragmatischer Hinsicht\u201c, die \u201eProlegomena\u201c und einige andere kleinere Schriften &#8211; das hat mich viel M\u00fche gekostet.<\/p>\n<p><b>\u2013 Wie haben Sie sich auf das Problem vom Schematismus bei Kant konzentriert?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Das ist eine ganze Geschichte. In Buenos Aires habe ich einen Kreis zur Lekt\u00fcre der \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c gegr\u00fcndet. Als wir an die Deduktion (B) gekommen sind, hielt ich ein Seminar ab, sogar zweimal. Und es ist mir gut gelungen und wurde von vielen Studenten besucht. Die Ergebnisse meiner Forschung habe ich ins Deutsche \u00fcbersetzt und wurde daraufhin in Deutschland eingeladen, ein Seminar zu halten, und ich habe mich f\u00fcr das Thema \u201eDeduktion (B)\u201c entschieden. Danach wurde ich in Sorbonne eingeladen und dieses Material wurde ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt. Daraus entstand ein Buch zu diesem Thema, das in Paris auf Franz\u00f6sisch ver\u00f6ffentlicht wurde. Dann wollten wir weitermachen und uns nicht mit diesem Thema einschr\u00e4nken, wodurch wir auf den Schematismus stie\u00dfen. Und das war sehr kompliziert, ganz schwierig. Da habe ich angefangen, Vorlesungen und Seminare zum Schematismus zu halten. Ich habe eine Menge Bibliographien gelesen und nach und nach fing ich an, zu verstehen.<\/p>\n<p><b>\u2013 Sie haben sich viel mit Kants Erkenntnistheorie besch\u00e4ftigt \u2013 was bedeutet es f\u00fcr die moderne Wissenschaft? Gibt es einige Ber\u00fchrungspunkte?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Das ist eine hochinteressante Frage. Kant lehrt uns zwei Sachen: Erstens, dass f\u00fcr die Wissenschaft nur der Bereich der Natur zug\u00e4nglich ist. Theologie ist dar\u00fcber hinaus, z.B. keine Wissenschaft, nur eine Konstruktion von Gedanken. Und zweitens, was nur selten beachtet wird: Es gibt au\u00dferhalb des Objekts der Wissenschaft ein gro\u00dfes und breites Feld, das wir nicht erkennen k\u00f6nnen. Und wir m\u00fcssen unsere Unwissenheit annehmen und d\u00fcrfen sie nicht negieren. Die Wissenschaft darf meiner Meinung nach nicht das letzte Wort in diesem Bereich beanspruchen. Dem Sinn des Ganzen entgeht die Wissenschaft. Das allerletzte Wort geh\u00f6rt der Moral.<\/p>\n<p><b>\u2013 Was haben Sie von Kaliningrad erwartet, und inwiefern wurden diese Erwartungen erf\u00fcllt?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Es war schon lange meine Absicht, einmal im Leben Kants Land kennenzulernen, sein Grabmal zu besuchen, Kants Denkmal zu besichtigen. Ich wollte das Licht f\u00fchlen, das Kant zu seiner Zeit erlebte. Ich wollte selbst diesen \u201egestirnten Himmel \u00fcber mir\u201c anschauen. Ich wusste, dass nicht viel aus seiner Zeit geblieben ist. Aber das Licht ist doch geblieben. Die Stadt ist viel sch\u00f6ner, als ich erwartet habe. Und zwei Sachen haben mich erstaunt: Erstens, das Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude: sch\u00f6n, hell, sauber\u2026 gro\u00dfartig. Hier h\u00e4tte ich gerne gearbeitet. Und zweitens, die Kaliningrader Parkanlagen. Gro\u00dfe dunkle B\u00e4ume, die Ruhe, das sch\u00f6ne Abendlicht \u2013 das ist wirklich sch\u00f6n und entspannend.<\/p>\n<p><b>\u2013 Darf ich schlie\u00dflich eine Blitz-Umfrage machen? Glauben Sie an Gott?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Ich glaube nicht an einen Gott im Sinne von Religion. Aber ein Prinzip, das unser aller Verst\u00e4ndnis \u00fcbersteigt &#8211; das ist vermutlich anzunehmen.<\/p>\n<p><b>\u2013 Dient die heutige Mathematik als Fundament aller empirischen Wissenschaften?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Empirischen \u2013 ja, nicht aber der Moralischen. Das sagte schon Pas\u0441al. Er hat den Geist der Geometrie von dem Geist der Subtilit\u00e4t unterschieden. Einige Dinge sind mit der Geometrie sehr gut zu erkl\u00e4ren, aber es gibt auch andere, die sie nicht zu erkl\u00e4ren vermag. Und das sind unter anderem auch tats\u00e4chliche menschliche Handlungen und Gef\u00fchle. Wie die von Pas\u0441al erw\u00e4hnte Angst vor der ewigen Stille der unendlichen R\u00e4ume \u2013 das Bewusstsein der eigenen Kleinheit.<\/p>\n<p><b>\u2013 Was bedeutet f\u00fcr Sie das Wort \u201eLiebe\u201c?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Meine Frau und meine Kinder (lachend). In den letzten Jahren, als ich alt geworden bin, denke ich mehr und mehr, die Liebe sei f\u00fcr alles der Grund. Man kann ohne Liebe kaum etwas machen. Wenn wir theoretische Philosophie studieren \u2013 was w\u00fcrden wir machen, wenn wir ohne eine Art Liebe f\u00fcr diese Probleme arbeiteten? Es w\u00e4re eine b\u00fcrokratische Arbeit ohne Sinn.<\/p>\n<p><b>\u2013 Welche Ratschl\u00e4ge m\u00f6chten Sie denjenigen geben, die erst anfangen Philosophie zu studieren?<\/b><\/p>\n<p>\u2013 Lesen Sie die gro\u00dfen sch\u00f6nen B\u00fccher der Klassiker. Bevor Sie irgendeine allgemeine Darstellung oder einen sekund\u00e4ren Aufsatz lesen, lassen Sie sie beiseite, und lesen Sie mit Demut, mit Liebe ein Werk von Kant oder Descartes oder Spinoza oder Platon. Nat\u00fcrlich werden Sie nichts verstehen, das ist nicht leicht. Aber lassen Sie sich etwas beeindrucken. Wenden Sie sich an die Kommentare, nur um Hilfe zu suchen und nicht den eigentlichen Geist der Philosophie.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><i>Interviewer \u2013 <a href=\"http:\/\/kgd.ru\/news\/analytics\/itemlist\/user\/77323-aleksejtrocak\">Dr. Alexey Trotsak<\/a><\/i><i><br \/>\n<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur Person:<\/p>\n<p>Mario Caimi, Professor f\u00fcr Geschichte der modernen <a href=\"http:\/\/www.filo.uba.ar\/contenidos\/novedades\/cont\/listado\/scroller\/1006caimi\">Philosophie<\/a>, Fakult\u00e4t der K\u00fcnste, Universit\u00e4t Buenos Aires. Forschungsgebiet: Theoretische Philosophie von Immanuel Kant. Interessen: transzendentale Deduktion (B) und Problem der Schematismus bei Kant. Ausbildung: Universit\u00e4t Buenos Aires (1974), Promotion in Mainz (1982, <a href=\"https:\/\/www.daad.de\/alumni\/netzwerke\/vip-galerie\/lateinamerika\/15106.en.html\">DAAD-Stipendiat<\/a> seit 1976). Seit 1982 \u2013 wissenschaftliche Mitarbeiter des Nationalen Forschungsrat f\u00fcr Wissenschaft und Technologie.<\/p>\n<p>1992 \u2013 Gastprofessor an der Universidad Sim\u00f3n Bol\u00edvar (Caracas, Venezuela), 1996 und 1997 \u2013 Gastprofessor an der f\u00f6deralen Universit\u00e4t Rio Grande do Sul (Porto Alegre, Brasilien), 1997 \u2013 Professor an der Universit\u00e4t Campinas (S\u00e3o Paulo, Brasilien), 2000 \u2013 Gastprofessor an der Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt (Deutschland), 2004 \u2013 Gastprofessor an der Universit\u00e4t Sorbonne. Mitglied des Redaktionsrates der Zeitschrift \u201eKant-Studien\u201c. 2010 wurde an Mario Caimi der internationale Kant-Preis verleiht, f\u00fcr seine Arbeit an der Kants theoretische Philosophie und f\u00fcr die Popularisierung des Kants Werks in spanischsprachigen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2013 Sie sind in Kaliningrad angekommen, um sich in den Geist des Ortes einzuf\u00fchlen, in dem Kant gelebt und gearbeitet hat. Beschreiben Sie bitte Ihren Weg zur Philosophie. \u2013 Ein Freund von mir sagte mir einmal: Du bist f\u00fcr keinen Beruf geeignet, au\u00dfer f\u00fcr die Philosophie. 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