{"id":547,"date":"2014-08-04T17:33:04","date_gmt":"2014-08-04T17:33:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=547"},"modified":"2014-09-17T18:17:24","modified_gmt":"2014-09-17T18:17:24","slug":"gerfried-horst-die-kant-orte-in-kaliningradkonigsberg-und-umgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/gerfried-horst-die-kant-orte-in-kaliningradkonigsberg-und-umgebung\/","title":{"rendered":"Gerfried Horst. Die Kant-Orte in Kaliningrad\/K\u00f6nigsberg und Umgebung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_549\" style=\"width: 279px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Portrait.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-549\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-549 \" alt=\"Gerfried Horst\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Portrait-269x300.jpg\" width=\"269\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Portrait-269x300.jpg 269w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Portrait.jpg 606w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-549\" class=\"wp-caption-text\">Gerfried Horst. Vorsitzender der Gesellschaft &#8220;Freunde Kants und K\u00f6nigsbergs e. V.<\/p><\/div>\n<p>1. Immanuel Kant ist am 22. April 1724 in K\u00f6nigsberg geboren und am 12. Februar 1804 ebenda gestorben. Er ist fast 80 Jahre alt geworden; \u00fcber 70 Jahre seines Lebens hat er in seiner Heimatstadt verbracht. K\u00f6nigsberg, das heutige Kaliningrad ist deshalb der wichtigste Kant-Ort. Es gibt dort derzeit die folgenden Kant-Gedenkst\u00e4tten:<\/p>\n<ul>\n<li>das Kant-Grabmal am K\u00f6nigsberger Dom;<\/li>\n<li>das Kant-Museum im Turm des Doms;<\/li>\n<li>das Kant-Denkmal von D. Rauch vor dem Geb\u00e4ude der Neuen Universit\u00e4t am fr\u00fcheren Paradeplatz<\/li>\n<li>ein Kant-Zimmer im Geb\u00e4ude der neuen Universit\u00e4t<\/li>\n<li>eine Gedenktafel am unteren Lenin-Prospekt (fr\u00fcher Vorst\u00e4dtische Langgasse) an einem Haus, wo Kants Geburtshaus stand;<\/li>\n<li>eine Nachbildung von Hut und Stock Kants auf einer Steinbank an der Stelle (neben dem Ozeanmuseum), bis zu der Kant seine gew\u00f6hnlichen Spazierg\u00e4nge gemacht haben soll;<\/li>\n<li>eine Tafel mit dem bekannten ersten Satz des Beschlusses der Kritik der praktischen Vernunft an der fr\u00fcheren Schlossmauer.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zus\u00e4tzlich wird hier vorgeschlagen, die Stelle zu bezeichnen, an der Kants Wohnhaus stand. Diese Stelle \u2013 die sich etwa gegen\u00fcber dem jetzigen Hotel \u201eKaliningrad\u201c befindet &#8211; sollte genau vermessen und die Lage des Hauses durch einen Umriss auf dem Stra\u00dfenpflaster, vielleicht auch durch einen Gedenkstein kenntlich gemacht werden.<\/p>\n<p>2. Etwa im Zeitraum von 1747 oder 1748\u00a0 bis 1754 hat Kant als Hauslehrer au\u00dferhalb von K\u00f6nigsberg gelebt. Der erste Biograph Kants, Ludwig Ernst Borowski, schrieb in seiner Biographie, die Kant selbst noch gelesen und an manchen Stellen korrigiert hat:<\/p>\n<p><i>Der stille l<\/i><i>\u00e4ndliche Aufent\u00adhalt diente ihm zur F\u00f6rderung seines Flei\u00dfes. Da wurden schon in seinem Kopfe die Grundlinien zu so manchen Untersuchungen ge\u00adzogen, manches auch beinahe vollst\u00e4ndig ausgearbeitet, womit er, wie wir weiter unten anzeigen werden, in den Jahren 1754 u. f. zur \u00dcberraschung vieler, die das von ihm, wenigstens nicht in dem Ma\u00dfe erwartet hatten, auf einmal und schnell aufeinander hervor\u00adtrat. Da sammelte er sich in seinen Miszellaneen aus allen F\u00e4chern der Gelehrsamkeit das, was ihm f\u00fcrs menschliche Wissen irgend erheblich zu sein schien &#8211; und denkt heute noch mit vieler Zufrie\u00addenheit an diese Jahre seines l\u00e4ndlichen Aufenthalts und Flei\u00dfes zur\u00fcck.<\/i><\/p>\n<p>(Ludwig Ernst Borowski, Darstellung des Lebens und Charakters Immanuel Kants \u2013 Von Kant selbst genau revidirt und berichtigt\u201c, K\u00f6nigsberg 1804 \/\/ Immanuel Kant, Sein Leben in Darstellungen von Zeitgenossen, hrsg. von Felix Gross, Darmstadt 1993, S. 14)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Orte, an denen sich Kant au\u00dferhalb von K\u00f6nigsberg aufgehalten oder die er besucht hat, sind also nicht nur wegen seiner Anwesenheit dort von Bedeutung. Manche Orte lassen sich auch mit bestimmten Werken Kants in Beziehung bringen, an denen er dort gearbeitet hat. Kant konnte sein gro\u00dfes Wissen nur dadurch erwerben, dass er \u2013 besonders in jungen Jahren, also auch w\u00e4hrend seiner Hauslehrert\u00e4tigkeit \u2013 immer weiter lernte und nachdachte. Ohne Zweifel \u00f6ffnete er sich dabei auch der ihn umgebenden Natur und lernte die Menschen kennen, mit denen er zusammenlebte. Die Orte, an denen sich Kant aufhielt, sind deswegen Gedenkorte nicht nur seines Lebens, sondern auch seiner Lehre.<\/p>\n<p>3. a) Von 1747 bis 1750 oder von 1748 bis 1751 war Kant Hauslehrer bei dem reformierten Prediger Daniel Andersch in <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Judtschen (ab 1938 Kanthausen, ab 1946 Weselowka). <\/span><\/b>Das Pfarrhaus, in dem Kant wohnte, ist zweimal grundlegend umgebaut und erweitert worden. Wie der Sachverst\u00e4ndige Dr. Dierk Loyal festgestellt hat, stammen die rechte Seite des heute vorhandenen Hauses und der darunterliegende Keller jedoch noch aus dem urspr\u00fcnglichen Bau. Da wir nicht wissen, wie das Haus um die Mitte des 18. Jahrhunderts, als Kant dort wohnte, ausgesehen hat, sollte es in seinem jetzigen Aussehen\u00a0 erhalten und nur insoweit neu aufgebaut werden, als dies aus bautechnischen Gr\u00fcnden notwendig ist. Herr Dr. Loyal wird dar\u00fcber ein Gutachten erstellen.<\/p>\n<p>b) Aus Judtschen hat Kant am 23. August 1749 einen Brief (vermutlich) an Albrecht v. Haller geschrieben, in dem er mitteilt, der bereits 1746 begonnene Druck seines Werkes \u201eGedanken von der wahren Sch\u00e4tzung der lebendigen Kr\u00e4fte\u201c sei nun beendet; er k\u00fcndigt au\u00dferdem an, bald ein weiteres Werk vorlegen zu wollen. Daraus ergibt sich klar, dass Kant w\u00e4hrend seiner Abwesenheit aus K\u00f6nigsberg weiterhin sch\u00f6pferisch t\u00e4tig war. Wer nach Judtschen\/Weselowka kommt, besucht den Ort, an dem Kant seine fr\u00fchesten Schriften konzipiert und verfasst hat. Es d\u00fcrfte \u00fcbrigens kein Zufall sein, dass Kant sich \u2013 auf dem Lande lebend &#8211; in seinen ersten Schriften vorrangig mit der Naturgeschichte besch\u00e4ftigt hat.<\/p>\n<p>c) In dem fr\u00fcheren Pfarrhaus k\u00f6nnten ein Kant-Museum sowie ein wissenschaftliches Konferenzzentrum eingerichtet werden, in dem das Schwergewicht auf die Fr\u00fchschriften Kants gelegt werden sollte. Weiterhin k\u00f6nnte dort eine v\u00f6lkerkundliche Dauerausstellung entstehen, die \u00fcber die Geschichte der Einwanderer im fr\u00fchen 18. Jahrhundert (Franzosen, Schweizer, Salzburger usw.) informiert. Es kann dargelegt werden, dass Kant, der Ostpreu\u00dfen nie verlassen hat, in Judtschen mit Menschen aus verschiedenen Nationen in Ber\u00fchrung gekommen ist und aus diesen pers\u00f6nlichen Begegnungen seine Kenntnisse \u00fcber die verschiedenen Nationalcharaktere gewonnen hat. Eine weitere Dauerausstellung k\u00f6nnte der Flucht und Vertreibung der deutschen Einwohner Judtschens\/Kanthausens sowie der Geschichte der Einwanderer aus der Sowjetunion in den Jahren 1945\/46 gewidmet sein. Da Judtschen\/Weselowka etwa in der Mitte zwischen Insterburg\/Tschernjachowsk und Gumbinnen\/Gusev liegt, k\u00f6nnte die Geschichte dieser ganzen Region einbezogen werden.<\/p>\n<p>d) Es erscheint w\u00fcnschenswert, die heutigen Einwohner von Weselowka an dem Projekt zu beteiligen. Einwohner, die in Weselowka aufgewachsen sind, k\u00f6nnen Auskunft dar\u00fcber geben, wie die Kirche, die Schule und andere Geb\u00e4ude aussahen, bevor sie verschwunden sind. Einige von ihnen k\u00f6nnten als Museumsw\u00e4rter, Reinigungskr\u00e4fte, Handwerker, Wachpersonal usw. in dem Museum t\u00e4tig werden. Das Kant-Haus k\u00f6nnte gleichzeitig ein Dorfgemeinschaftshaus von Weselowka werden, vielleicht auch ein Mittelzentrum f\u00fcr andere umliegende Gemeinden.<\/p>\n<p>4. Von 1750 oder 1751 bis 1754 war Kant Hauslehrer bei dem Rittergutsbesitzer Bernhard Friedrich v. H\u00fclsen in <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Gro\u00df-Arnsdorf (heute Jarnoltowo\/Polen)<\/span><\/b><span style=\"text-decoration: underline;\">. <\/span>Das Gutshaus ist 1945 abgebrannt. An deralten Schule wurde 1994 eine Gedenktafel angebracht, die an den Aufenthalt Kants erinnert. In dem Ort haben Einwohner ein Mini-Kant-Museum eingerichtet und das Museum Stadt K\u00f6nigsberg in Duisburg gebeten, Ausstellungsmaterialien zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Ort ist von den Einwohnern des Kaliningrader Gebiets im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs und von Deutschen ohne Visum zu erreichen. Der Kant-Gedenkort Gro\u00df-Arnsdorf \/Jarnoltowo kann somit in die Reihe der Kant-Orte des Kaliningrader Gebiets einbezogen werden.<\/p>\n<p>5. a) Hat Kant nach seinem Aufenthalt in Gro\u00df-Arnsdorf noch an einem anderen Ort als Hauslehrer gearbeitet?\u00a0 Bei dem Trauerakt der K\u00f6nigsberger Universit\u00e4t Albertina am 23. April 1804 sagte Professor Samuel Gottlieb Wald, Kant sei nach seinem Aufenthalt im Hause v. H\u00fclsen noch zu dem \u201eGrafen Kayserling in Condition\u201c gegangen. Graf Johann Gebhard Keyserlingk (1699 -1761) lebte mit seiner Frau Caroline Charlotte Amalie geb. Gr\u00e4fin Truchse\u00df-Waldburg und zwei S\u00f6hnen, die 1745 und 1747 geboren wurden, auf Schloss Rautenburg (Kreis Tilsit-Niederung). Wie Karl Vorl\u00e4nder in seinem Werk \u201eKants Leben\u201c ausf\u00fchrt, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass Kant sich an diesem Ort aufgehalten hat. Es scheint so zu sein, dass er von K\u00f6nigsberg aus in den Jahren 1754\/1755 einen jungen Grafen Keyserlingk auf dem unweit von K\u00f6nigsberg gelegenen Schloss Waldburg-Capustigall unterrichtet hat. Kants sp\u00e4terer Freund und Kollege Christian Jacob Kraus schrieb 1804 an Prof. Wald, Kant habe ihm erz\u00e4hlt, er habe \u201ein einem gr\u00e4flichen Hause unweit K\u00f6nigsberg die Erziehung, die er zum Teil mit von K\u00f6nigsberg aus (als Magister, wenn ich nicht irre) besorgen\u201c helfen, und zwar sei er \u201eregelm\u00e4\u00dfig alle Woche ein- oder ein paarmal nach dem Gr\u00e4flich Truchse\u00dfschen Gute Capustigall abgeholt worden, um da \u2026 den Grafen, der noch lebt, zu unterrichten\u201c (zitiert bei K. Vorl\u00e4nder, Kants Leben, S. 35\/36). Das <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Schloss Waldburg\/Capustigall<\/span><\/b> (1945 zerst\u00f6rt) kann also ebenfalls als Kant-Ort bezeichnet werden.<\/p>\n<p>b) Der Sohn des letzten Schlossherrn, Hans Graf zu Dohna, schrieb: \u201eWaldburg ist nach dem Kriege nicht mehr neu besiedelt worden. Die Ortschaft blieb als Tr\u00fcmmerfeld liegen. Nur der Park \u00fcber\u00adstand den Krieg und dehnte sich im Laufe der Zeit zu einer d\u00fcste\u00adren Wildnis aus.<\/p>\n<p>1990 interessierten sich russische Familien aus Kaliningrad f\u00fcr Wald\u00adburg. Sie bauten mit Hilfe der umherliegenden Tr\u00fcmmer auf den Fun\u00addamenten des ehemaligen Kutscherhauses ein Geb\u00e4ude, das sie seit\u00addem zu gemeinschaftlichen Treffen benutzen. Dabei studieren sie die Lehren des russischen Malers und indisch inspirierten Philosophen Nikolai Konstantinowitsch Roerich (1874-1947) und suchen des\u00adsen Erkenntnisse in ihrer Gemeinschaft zu verwirklichen. Mittlerweile gibt es freundschaftliche Kontakte mit ihnen und sie bem\u00fchen sich, den untergegangenen Ort und den Park im Rahmen ihrer bescheidenen Mittel als \u201ehistorischen Platz&#8221; zu erhalten. Weil Waldburg nach dem Krieg nicht mehr bewohnt war, hat es nicht, wie sonst alle anderen dortigen Ortschaften, einen neuen russischen Namen bekommen. Am Eingang zum Park ist ein Schild an einen Baum genagelt, auf dem in kyrillischer Schrift \u201ePark Waldburg&#8221; zu lesen ist.\u201c<\/p>\n<p>(Hans Graf zu Dohna, Waldburg-Capustigall, Ein ostpreu\u00dfisches Schloss im Schnittpunkt von Gutsherrschaft und europ\u00e4ischer Geschichte, Limburg 2009, S. 138\/139)<\/p>\n<p>c) Der gro\u00dfe russische Maler, Schriftsteller, Wissenschaftler und Humanist Nikolai Konstantinowitsch Roerich hat \u00e4hnlich wie Immanuel Kant f\u00fcr eine Welt-Friedensordnung gek\u00e4mpft und sich daf\u00fcr eingesetzt, ein internationales Abkommen abzuschlie\u00dfen, das dem Schutz von Kulturg\u00fctern dienen sollte. Am 15. April 1935 f\u00fchrten seine Bem\u00fchungen zum Erfolg: Im Wei\u00dfen Haus in Washington, in Anwesenheit von Pr\u00e4sident Franklin D. Roosevelt, unterzeich-neten die Vertreter der USA und zwanzig latein-amerikanischer Staaten den \u201eVertrag \u00fcber den Schutz k\u00fcnstlerischer und wissenschaftlicher Einrichtungen und geschichtlicher Denkm\u00e4ler\u201c, der allgemein als \u201eRoerich-Pakt\u201c bezeichnet wird. Der Pakt sieht vor, dass geschichtliche Denkm\u00e4ler, Museen, Bildungs-, Kunst-, wissenschaftliche und andere Kultureinrichtungen im Falle eines Krieges als neutral anzusehen sind und gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn die Kant-Orte im Kaliningrader Gebiet wiederhergestellt werden, entspricht das auch den Forderungen von N. Roerich. Es wird hier vorgeschlagen, den Park des ehemaligen Schlosses Waldburg-Capustigall als eine I. Kant und N. Roerich gewidmete St\u00e4tte wiederherzustellen und zu pflegen.<\/p>\n<p>6. Ein weiterer wichtiger Kant-Ort ist das <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Rittergut Gro\u00df-Wohnsdorf (seit 1946: Kurortnoje)<\/span><\/b> der Kant-Freunde Friedrich Leopold und Carl Wilhelm Freiherr von Schr\u00f6tter.\u00a0 In seiner im Todesjahr Kants 1804 ver\u00f6ffentlichten Biographie &#8220;Immanuel Kant geschildert in Briefen an einen Freund&#8221; schrieb R.B. Jachmann im 13.Brief:<\/p>\n<p>&#8220;Mir ist nur ein einziges Haus bekannt, das in meilenweiter Entfernung von K\u00f6nigsberg sehr oft auf mehrere Tage von unserm Weltweisen besucht worden ist und wo er sich so ganz nach seinem Geschmack gl\u00fccklich gef\u00fchlt hat, n\u00e4mlich das v\u00e4terliche Haus des Ministers und Kanzlers v. Schr\u00f6tter zu Wohnsdorf. Kant wu\u00dfte nicht genug zu r\u00fchmen, welche Humanit\u00e4t in diesem Hause seines Freundes geherrscht habe und mit welcher ausgezeichneten Freundschaft er von dem vortrefflichen Mann, gegen den er noch im Alter die gr\u00f6\u00dfte Hochachtung hegte, stets aufgenommen worden ist. Besonders versicherte er hier die angenehmste l\u00e4ndliche Erholung gefunden zu haben, weil sein humaner Gastfreund ihn nie eingeschr\u00e4nkt habe, ganz wie in seinem eigenen Hause, nach seinem Geschmack zu leben.&#8221;<\/p>\n<p>Und Kants Sch\u00fcler E. A. Ch. Wasianski schrieb in seinem ebenfalls 1804 ver\u00f6ffentlichten Buch &#8220;Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren&#8221;:<\/p>\n<p>\u201eMit fast poetischer Malerei, die Kant sonst in seinen Erz\u00e4hlungen gerne vermied, schilderte er mir in der Folge das Vergn\u00fcgen, welches ein sch\u00f6ner Sommermorgen in den fr\u00fchern Jahren seines Lebens ihm auf einem Rittergute, in der dort befindlichen Gartenlaube an den hohen Ufern der Alle, bei einer Tasse Kaffee und einer Pfeife gemacht hatte. Er erinnerte sich dabei der Unterhaltung in der Gesellschaft des Hausherrn und des Generals von L., der sein guter Freund war. Alles war dem Greise so gegenw\u00e4rtig, als wenn er jene Aussicht noch vor sich h\u00e4tte, jene Gesellschaft noch gen\u00f6sse. Um ihn recht zu erheitern, durfte man nur zuweilen dem Gespr\u00e4che eine Wendung auf diesen Gegenstand geben, so war er sogleich wieder heiter und froh.&#8221;<\/p>\n<p>Kant machte in den Jahren 1763 bis etwa 1775 dort mehrere Besuche. Das Herrenhaus Gro\u00df Wohnsdorf (erbaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts) und das umliegende Gel\u00e4nde sind heute im Privatbesitz.\u00a0Der Ordensturm aus dem 14. Jahrhundert und das Gel\u00e4nde der alten Ordensburg geh\u00f6ren dagegen dem Staat (der Kaliningrader Oblast oder der Russischen F\u00f6deration) oder der Russisch-Orthodoxen Kirche (das muss festgestellt werden). In dem Ordensturm wohnte Friedrich Leopold Freiherr v. Schr\u00f6tter. Der Berliner Hofbaumeister Friedrich Gilly versah den Turm zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit gotisierenden Fenstern, einem zinnenartigen Kranzgesims und einem geschweiften Bohlendach. In einer Laube vor dem Toreingang des Turms sa\u00dfen Friedrich Leopold von Schr\u00f6tter und sein Vater Friedrich Wilhelm von Schr\u00f6tter (1712 &#8211; 1790) bei Tabakspfeife und Kaffee im Gespr\u00e4ch mit Immanuel Kant.<\/p>\n<p>Es wird hier vorgeschlagen, den Ordensturm als bedeutendes Baudenkmal wiederherzustellen. In ihm k\u00f6nnte ein Museum eingerichtet werden, das Immanuel Kant und Friedrich Leopold v. Schr\u00f6tter sowie seiner Familie gewidmet ist. Das Gutshaus und die Nebengeb\u00e4ude k\u00f6nnten eine deutsch-russische und internationale Begegnungsst\u00e4tte werden, wo Tagungen \u00fcber die Philosophie Kants, das Verh\u00e4ltnis zwischen Russland, Deutschland und Europa, die Entwicklung des Kaliningrader Gebiets im Verh\u00e4ltnis zu Europa und Russland usw. stattfinden. Tr\u00e4ger dieses Unternehmens k\u00f6nnten die Kaliningrader Gebietsverwaltung, die Kant-Universit\u00e4t, die \u00f6rtliche Verwaltung und deutsche Stiftungen gemeinsam werden. In der N\u00e4he von Wohnsdorf liegt die noch weitgehend unzerst\u00f6rte kleine Stadt Pravdinsk\/ Friedland; dort befinden sich mehrere Denkm\u00e4ler aus der Zeit der Schlacht von Friedland 1807, die in deutscher und russischer Sprache daran erinnern, dass Russen und Deutsche damals Verb\u00fcndete waren. Das Museum im Ordensturm k\u00f6nnte mit dem Heimatmuseum Pravdinsk\/Friedland verbunden sein.<\/p>\n<p>Als erster Schritt sollten der Ordensturm und die \u00fcbrigen Geb\u00e4ude unter Denkmalschutz gestellt werden, um den weiteren Abbruch zu verhindern.<\/p>\n<p>7. Ein weiterer Kant-Ort ist das <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Forsthaus Moditten<\/span><\/b>, wo Kant bei seinem Freund, dem Forstmeister Michael Wobser (1724 \u2013 1795) zu Besuch war. Dort verfasste er die Schrift <i>Beobachtungen \u00fcber das Gef\u00fchl des Sch\u00f6nen und des Erhabenen<\/i>. Auch Kants Freunde Green, Motherby und Ruffmann, alles Kaufleute, waren bei Wobser zu Gast.<\/p>\n<p>Geschlafen hat Kant im Forsthaus. Dicht da\u00adneben lag ein kleines H\u00e4uschen, das Kant zum Ar\u00adbeiten diente. Das einfache Fachwerkhaus, einge\u00adschossig und fast quadratisch errichtet, wurde sp\u00e4ter zur Erinnerung an Kants Aufenthalt zum \u201eKant-H\u00e4us\u00adchen&#8221; ausgebaut. In seinen R\u00e4umen hingen Repro\u00adduktionen von Darstellungen des Philosophen, in Vi\u00adtrinen lagen Handschriften und Urkunden. Im gr\u00f6\u00dften Raum stand ein Abguss der B\u00fcste Kants von Hagemann, die dieser 1801 fertigte. Das Kant-H\u00e4u\u00adschen ist im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt worden<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte nicht schwierig sein, den einfachen Fachwerkbau \u201eKant-H\u00e4uschen\u201c nachzubauen. (Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Nachbau des Hauses von Prof. Joh. Thienemann auf der Kurischen Nehrung.) Der Platz um das Kant-H\u00e4uschen k\u00f6nnte neu angelegt und zu einem kleinen Park ausgestaltet werden. Dieser Ort k\u00f6nnte vorzugsweise der Schrift Kants <i>Beobachtungen \u00fcber das Gef\u00fchl des Sch\u00f6nen und des Erhabenen <\/i>gewidmet werden.<\/p>\n<p>8. Im Winter 1765\/1766 besuchte Kant seinen Freund, den General Daniel Friedrich von Lossow auf dessen Gut bei Goldap. Von dort aus schickte er die Druckfahnen seines Werks <i>Tr\u00e4ume eines Geistersehers <\/i>an seinen Verleger Johann Jacob Kanter (vgl. Steffen Dietzsch, Immanuel Kant \u2013 Eine Biographie Leipzig 2003, S. 90\/91).<\/p>\n<p>Die Stadt Goldap geh\u00f6rt heute zu Polen. Das fr\u00fchere Gut des Generals von Lossow liegt dagegen auf der russischen Seite der Grenze: <b><span style=\"text-decoration: underline;\">Kleschauen\/Kutusowo<\/span><\/b>. Das Gutshaus soll angeblich von den neuen russischen Besitzern im alten Stil aufgebaut werden. Die Verbindung mit den neuen Besitzern sollte hergestellt und diese dazu bewegt werden, bei dem Wiederaufbau des Gutshauses zu ber\u00fccksichtigen, dass es sich um einen Kant-Ort handelt. In dem neu aufgebauten Gutshaus k\u00f6nnte ein Kant-Zimmer eingerichtet werden, das insbesondere Kants Schrift <i>Tr\u00e4ume eines Geistersehers <\/i>und den Schriften Emanuel Swedenborgs gewidmet ist.<\/p>\n<p>9. Der russische Pr\u00e4sident W. Putin hat dazu aufgerufen, den Namen Immanuel Kants zum Symbol nicht nur der Universit\u00e4t und der Stadt Kaliningrad\/ K\u00f6nigsberg, sondern des ganzen Kaliningrader Gebiets zu machen. Dieser Vorschlag w\u00fcrde verst\u00e4ndlich, wenn man darlegen k\u00f6nnte, dass Kants Heimatland Ostpreu\u00dfen, das er nie verlassen hat, auch den Inhalt von Kants Werken beeinflusst hat. Das wird von den Herausgebern der ersten Gesamtausgabe von Kants Werken K. Rosenkranz und F.W. Schubert\u00a0 bejaht:<\/p>\n<p><i>Indessen begreifen wir recht wohl, dass Kant\u2019s Philosophie nur dann recht verstanden werden kann, wenn man sie in ihrem Zusammenhange mit der Geschichte des vorigen Jahrhunderts und in dem speciellen Zusammenhange mit der literarischen Cultur Ostpreussens und K\u00f6nigsbergs insbesondere erkennt<\/i>.<\/p>\n<p>(Immanuel Kants S\u00e4mmtliche Werke, hrsg. von Karl Rosenkranz und Friedr. Wilh. Schubert, Erster Theil, Leipzig 1838, S. XXIV)<\/p>\n<p>In seiner \u201eGeschichte der Kant\u2019schen Philosophie\u201c leitet Rosenkranz die preu\u00dfische Neigung zur Philosophie direkt aus der Landschaft ab:<\/p>\n<p><i>Preussen \u00fcberhaupt ist ein schon von Natur zur Cultur des Gedankens berufenes Land. In einem schon sehr winterlichen Klima eine weite Ebene, hier und da von H\u00fcgelreihen durchzogen, von einer Menge von Landseen belebt, von m\u00e4chtigen Str\u00f6men durchschnitten, von Haidekraut, Laub- und Nadelh\u00f6lzern \u00fcberwachsen, oder ganz und gar durch Sand und Geschiebe \u2026 an den trocken gelegten Meeresgrund erinnernd, fordert es gleichsam die Reflexion heraus. Ein Preusse, Copernicus, war es, welcher die Erde f\u00fcr unser Bewusstseyn in ihren rechten Himmelsort eingliederte. Ein Preusse, Kant, war es, der die alte Weltanschauung revolutioniren half und im Selbstbewusstseyn des Menschen die so lange ausserhalb gesuchte Sonne des Geistes auch f\u00fcr die Philosophie aufgehen liess.<\/i><\/p>\n<p>(Karl Rosenkranz, Geschichte der Kant\u2019schen Philosophie, in: Immanuel Kants S\u00e4mmtliche Werke, hrsg. von Karl Rosenkranz und Friedr. Wilh. Schubert, Zw\u00f6lfter Theil, Leipzig 1840, S. 98\/99)<\/p>\n<p>10\u00a0<b><span style=\"text-decoration: underline;\">Deutsch-russische Zusammenarbeit<\/span><\/b><\/p>\n<p>Wie Plato in der Antike, so ist Kant in der Neuzeit als Philosoph von Bedeutung f\u00fcr die ganze Welt. Seine Werke hat er (mit Ausnahme einiger kleiner lateinischer Schriften) auf\u00a0 Deutsch verfasst. Sein Erbe wird in Deutschland besonders gepflegt. Der Wiederaufbau und die Ausgestaltung der Kant-Orte im Kaliningrader Gebiet sollten deshalb in enger Zusammenarbeit mit deutschen Kantforschern, Gesellschaften und Universit\u00e4ten geschehen. Vor allem aus Deutschland\u00a0 k\u00f6nnen die Dokumente, Bilder, B\u00fccher, Reproduktionen und andere Materialien kommen, die in dem geplanten Museum in Judtschen\/ Weselowka und an anderen Kant-Orten ausgestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>An der Kant-Universit\u00e4t und anderen Stellen in Kaliningrad gibt es hervorragende Wissenschaftler und Mitarbeiter, die flie\u00dfend Deutsch sprechen. In der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Wiederaufbau des Kant-Hauses in Judtschen\/Weselowka besch\u00e4ftigt, m\u00fcsste es Mitarbeiter geben, die deutsche Texte lesen und verarbeiten k\u00f6nnen. Das ist gegenw\u00e4rtig nicht der Fall; Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber das Projekt gibt es nur auf Russisch und Englisch. \u00a0Ohne Deutschkenntnisse erscheint es schwer m\u00f6glich, einen Zugang zu der Lebenswirklichkeit in Ostpreu\u00dfen zu Zeiten von Immanuel Kant zu finden.<\/p>\n<p>Nicht nur ein gro\u00dfer Teil der Exponate in dem zuk\u00fcnftigen Kant-Museum, sondern auch ein Gro\u00dfteil der Besucher werden aus Deutschland kommen. Es ist deshalb wichtig, dass alle Erkl\u00e4rungen, Bildunterschriften u. dgl. au\u00dfer auf Russisch dort auch auf\u00a0 Deutsch vorhanden sind.<\/p>\n<p>11.\u00a0<b>Jugendprojekte und internationale Zusammenarbeit <\/b><\/p>\n<p>a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Wiederaufbau der Kant-Orte eignet sich hervorragend als Projekt f\u00fcr deutsch-russische und internationale Jugendlager. Praktische Arbeiten k\u00f6nnten mit einer Einf\u00fchrung in die Werke Kants verbunden werden, wobei man sich bei jedem Ort auf die Werke konzentrieren k\u00f6nnte, die mit dem jeweiligen Ort in Beziehung stehen. Der Wiederaufbau der Kant-Orte k\u00f6nnte dem Deutsch-Russischen Jugendwerk f\u00fcr das Programm des Russisch-Deutschen Jugendaustauschs 2015 vorgeschlagen werden. Die Antragsfrist daf\u00fcr l\u00e4uft bis zum 15. August 2014\u00a0\u00a0 (http:\/\/www.stiftung-drja.de\/ru\/o-fonde\/).<\/p>\n<p>b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Da Kant als Philosoph f\u00fcr die ganze Welt Bedeutung hat, sollten auch Kantforscher und Institutionen aus anderen L\u00e4ndern zur Mitarbeit an dem Wiederaufbau der Kant-Orte eingeladen werden. Es wird vorgeschlagen, ein Konzept daf\u00fcr\u00a0 Kant-Gesellschaften und Universit\u00e4ten in verschiedenen L\u00e4ndern zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>c)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Man k\u00f6nnte auch daran denken, den Kant-Forschern und Kant-Gesellschaften aus bestimmten L\u00e4ndern die Patenschaft f\u00fcr einzelne Kant-Orte zu \u00fcbertragen, z. B. den Schweden die Patenschaft f\u00fcr Kleschauen\/Kutusowo mit dem Schwerpunkt auf\u00a0 Kants Schrift <i>Tr\u00e4ume eines Geistersehers <\/i>und die Schriften Emanuel Swedenborgs und den Franzosen die Patenschaft f\u00fcr das Forsthaus Moditten und die Schrift <i>Beobachtungen \u00fcber das Gef\u00fchl des Sch\u00f6nen und des Erhabenen<\/i>. Auf diese Weise w\u00fcrde man sowohl Kant-Forscher als auch Touristen aus verschiedenen L\u00e4ndern in das Kaliningrader Gebiet ziehen. Die Gesellschaft \u201eFreunde Kants und K\u00f6nigsbergs e.V.\u201c wird sich bem\u00fchen, das Projekt des Wiederaufbaus der Kant-Orte international bekanntzumachen.<\/p>\n<p>12.\u00a0<b><span style=\"text-decoration: underline;\">Zusammenfassung<\/span><\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Es wird hier vorgeschlagen,<\/li>\n<li>ein Konzept f\u00fcr den Wiederaufbau <span style=\"text-decoration: underline;\">aller Kant-Orte im Kaliningrader Gebiet<\/span> auszuarbeiten. Ein solches Konzept sollte auf Russisch, Deutsch und Englisch vorgelegt werden und dann in andere Sprachen (Franz\u00f6sisch, Polnisch, Japanisch) \u00fcbersetzt werden. Dieses Konzept k\u00f6nnte vorrangig die Wiederherstellung einzelner Objekte wie das Kant-Haus in Weselowka\/Judtschen und der Ordensturm in Kurortnoje\/Wohnsdorf vorsehen, jedoch sollten alle anderen Kant-Orte im Blickfeld bleiben, selbst wenn dort noch keine Bauma\u00dfnahmen stattfinden.<\/li>\n<li>bestimmte Werke Kants mit den Orten in Beziehung zu setzen, wo sie entstanden sind;<\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">von Anfang an die Einwohner der jeweiligen Kant-Orte an den Planungen, den Bauma\u00dfnahmen und der zuk\u00fcnftigen Erhaltung der Bauten zu beteiligen. Die zu errichtenden Bauten sollten auch einen Nutzen f\u00fcr die Einwohner des jeweiligen Kant-Ortes\u00a0 haben, z. B. als Dorfgemeinschaftshaus. Nur dann ist sichergestellt, dass die Einwohner sich f\u00fcr diese Projekte interessieren, daran mitwirken, dass sie zustande kommen und sie auch in der Zukunft vor Zerst\u00f6rung und Diebstahl sch\u00fctzen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Jugendgruppen aus verschiedenen L\u00e4ndern an den Projekten zur Wiederherstellung der Kant-Orte zu beteiligen;<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Kant-Forscher, Kant-Gesellschaften und Universit\u00e4ten aus verschiedenen L\u00e4ndern zur Mitwirkung einzuladen.\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Berlin, den 14. Juli 2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Gerfried Horst<br \/>\n<\/em><em>Vorsitzender der Gesellschaft<br \/>\n<\/em><em>Freunde Kants und K\u00f6nigsbergs e.V.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Immanuel Kant ist am 22. April 1724 in K\u00f6nigsberg geboren und am 12. Februar 1804 ebenda gestorben. 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