{"id":448,"date":"2014-06-26T06:58:54","date_gmt":"2014-06-26T06:58:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=448"},"modified":"2014-06-26T07:21:37","modified_gmt":"2014-06-26T07:21:37","slug":"vladimir-bryus%d1%81hinkin-logik-und-rationalitat-in-der-philosophie-kants","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/vladimir-bryus%d1%81hinkin-logik-und-rationalitat-in-der-philosophie-kants\/","title":{"rendered":"Vladimir Bryus\u0441hinkin. Logik und Rationalit\u00e4t in der Philosophie Kants"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Futured-Bryshinkin.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-451 alignleft\" alt=\"Bryshinkin\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Futured-Bryshinkin-300x213.jpg\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Futured-Bryshinkin-300x213.jpg 300w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Futured-Bryshinkin.jpg 872w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Rationalit\u00e4t im kommunikativen Aspekt ist das Bestreben der Kommunikationspartner, eine optimale Verst\u00e4ndigung zwischen einander zu garantieren. Rationalit\u00e4t stellt also Bedingungen dar, die an die Kommunikation gestellt werden. Diese Bedingungen darauf hinaus, dass die kommunizierenden Subjekte imstande sein sollen, f\u00fcr ihre Handlungen oder Meinungen ausreichende Gr\u00fcnde ins Feld zu r\u00fccken, die auf die Allgemeing\u00fcltigkeit oder wenigstens auf die G\u00fcltigkeit f\u00fcr die beiden kommunizierenden Subjekte Anspruch erheben k\u00f6nnen. Die unten folgende Definition bringt solch einen kommunikativen Begriff der Rationalit\u00e4t zum Ausdruck, n\u00e4mlich: Rationalit\u00e4t ist eine solche Eigenschaft der Handlung oder des Denkens, im Einklang mit welcher das kommunizierende Subjekt f\u00fcr seine Handlungen oder Gedanken allgemein g\u00fcltige Gr\u00fcnde ihrer M\u00f6glichkeit oder Wahrheit anzuf\u00fchren bestrebt ist, die die Ad\u00e4qua-theit des Verst\u00e4ndnisses dieser Handlungen oder Gedanken seitens des Adressaten sichern.<\/p>\n<p>Der theoretischen Philosophie Kants liegt ein spezieller Fall der kommunikativ ausgelegten Rationalit\u00e4t zugrunde. Kant abstrahiert von der Eigent\u00fcmlichkeit der Organisation der Vernunft des Adressanten und des Adressaten der Kommunikation und versucht das Bild eines vern\u00fcnftigen Wesens \u00fcberhaupt zu modellieren. Die Kommunikation zwischen den vern\u00fcnftigen Wesen \u00fcberhaupt ist es, was Kants Verst\u00e4ndnis der Kommunikation ausmacht und was seiner Theorie der Vernunft (Rationalit\u00e4t) zugrunde liegt. In diesem Sinne fallen das Subjekt der Kommunikation und das Adressat derselben zusammen und die Rationalit\u00e4t l\u00e4uft auf den Aufbau einer Theorie der Vernunft hinaus. Dabei f\u00e4llt die Rationalit\u00e4t mit den Bedingungen \u00fcberein, die dem Subjekt es erm\u00f6glichen, eine allgemeing\u00fcltige Wahrheit zu verstehen. Die Bedingungen aber, unter welchen ein Urteil als allgemeing\u00fcltig anerkannt wird, werden nach Kant durch die Logik bestimmt. Die Logik tritt als Kanon und als negatives Kriterium der Wahrheit auf. Eben deshalb legt Kant die allgemeine Logik der Theorie der Vernunft und der Bestimmung der Rationalit\u00e4t des Denkens zugrunde. Doch interpretiert er die Logik nicht blo\u00df metaphysisch\/ontologisch (das hat schon Wolff, indem er Aristoteles folgte, gemacht), sondern er versucht einen f\u00fcr die Transzendentalphilosophie geeigneten Begriff der Rationalit\u00e4t auf der Basis der Logik zu konstruieren. Kant selbst hat sich mehrmals dazu ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>So finden wir z. B. in der \u201cKritik der reinen Vernunft\u201c folgendes: \u201eDie allgemeine Logik ist \u00fcber einem Grundrisse erbaut, der ganz genau mit der Einteilung der oberen Erkenntnisverm\u00f6gen zusammentrifft. Diese sind: Verstand, Urteilskraft und Vernunft. Jene Doktrin handelt daher in ihrer Analytik von Begriffen, Urteilen und Schl\u00fcssen, gerade den Funktionen und der Ordnung jener Gem\u00fctskr\u00e4fte gem\u00e4\u00df, die man unter der weitl\u00e4ufigen Benennung des Verstandes \u00fcberhaupt begreift\u201c [A 169f\/B 130f]. Diese \u00c4u\u00dferung zeugt von der Gemeinsamkeit der Pl\u00e4ne der Logik und der Transzendentalphilosophie, aber offen bleibt die Frage nach der genetischen Urspr\u00fcnglichkeit. Eine Antwort darauf gibt uns die Struktur der Transzendentalen Logik Kants, die sich in zwei Teile gliedert: in die Analytik und Dialektik. Die Analytik gliedert sich ihrerseits in die Analytik der Begriffe und die Analytik der Grunds\u00e4tze. Es ist nicht schwer, das Vorbild solch einer Einteilung aus der Struktur der Logik abzuleiten. Au\u00dferdem beginnt die Kritik jedes Erkenntnisverm\u00f6gens mit seiner Behandlung in der Logik (des logischen Gebrauchs dieses Verm\u00f6gens). Aber die gegenseitige Beziehung der Logik und der Transzendentalphilosophie beschr\u00e4nkt sich nicht auf die strukturelle Identit\u00e4t. Kant benutzte auch die im Rahmen der Logik gewonnenen Ergebnisse, namentlich die Klassifikation der Urteile, die das Fazit der Jahrhunderte dauernden Erfahrung der logischen Wissenschaft bei der Ermittlung der logischen Funktionen des Verstandes enth\u00e4lt. Deshalb machte Kant von einer ihrer Modifikationen Gebrauch, um seine Tabelle der Kategorien aufzustellen, deren Aufgabe es war, Begriffe aufzuz\u00e4hlen, die f\u00fcr den Aufbau seines apriorischen Systems des Verstandes notwendig waren. Kant spricht unzweideutig von der wesentlichen Rolle der formalen Logik bei der Aufstellung seiner Tafel der Kategorien in den \u201eProlegomena\u2026\u201c, n\u00e4mlich: \u201eHier lag nun schon fertige, obgleich noch nicht ganz von M\u00e4ngeln freie Arbeit der Logiker vor mir, dadurch ich in den Stand gesetzt wurde, eine vollst\u00e4ndige Tafel reiner Verstandesfunctionen, die aber in Ansehung alles Objects unbestimmt waren, darzustellen\u201c [AA IV, S. 323\u2014324]. In der transzendentalen Dialektik greift Kant auch zur \u201enat\u00fcrlichen Beziehung, die der transzendentale Gebrauch unserer Erkenntnis, sowohl in Schl\u00fcssen, als Urteilen, auf den logischen haben mu\u00df, \u2026\u201c [A 333 \/ B 390]. Diese \u201enat\u00fcrliche Beziehung\u201c gebraucht Kant weitgehend bei der Bestimmung des transzendentalen Vernunftbegriffes, er sagt n\u00e4mlich: \u201eDas formale und logische Verfahren derselben [der Vernunft] in Vernunftschl\u00fcssen gibt uns hier\u00fcber schon hinreichende Anleitung, auf welchem Grunde das transzendentale Prinzipium derselben in der synthetischen Erkenntnis durch reine Vernunft beruhen werde\u201d [A 306\/B 363].<\/p>\n<p>Indem Kant das Fazit der modellierenden Rolle der allgemeinen Logik beim Aufbau der transzendentalen Logik zieht, spricht er davon, dass \u201ewir k\u00f6nnen erwarten, dass der logische Begriff in sich auch den Schl\u00fcssel zum transzendentalen Begriff enth\u00e4lt\u2026\u201c. Er gebraucht auch solche Ausdr\u00fccke wie: \u201e\u2026die ganze Logik, und nach ihr die Transzendental-Philosophie\u2026\u201c [B 134f]. Also, indem Kant einen neuen Wissensbereich \u2014 die Transzendentalphilosophie \u2014 schuf, machte er nat\u00fcrlicherweise von einer schon fertiger und ausgebildeter Wissenschaft \u2014 der Logik \u2014 Gebrauch, die als die einzige ausgebildete und systematische Wissenschaft vom Denken ihm zum Model f\u00fcr die Schaffung einer neuen \u2014 transzendentalen \u2014 Logik diente.<\/p>\n<p>Damit die schon bestehende Logik die Rolle eines Musters zur Herausbildung der Konzeption der Vernunft und Rationalit\u00e4t spielen konnte, und zum Aufbau einer neuen Metaphysik geeignet sein k\u00f6nnte, schl\u00e4gt Kant es vor, die vorhandene Logik einem solchen Gebrauch anzupassen. Die Logik, die Kant aus den Lehrb\u00fcchern jener Zeit bekannt war, war mit empirischen Beobachtungen schon gen\u00fcgend bereichert. Doch Kant brauchte f\u00fcr seine Theorie der Vernunft solch eine Wissenschaft, auf die er in seinem Bestreben, eine vollst\u00e4ndige und abgeschlossene apriorische Theorie der Vernunft aufzubauen, voll und ganz st\u00fctzen k\u00f6nnte. Solch eine Wissenschaft sollte selbst abgeschlossen und a priori sein. Und er meinte, dass Logik gerade eine solche Wissenschaft war. Davon zeugt seine ber\u00fchmte \u00c4u\u00dferung aus der Vorrede zur zweiten Ausgabe \u201eder Kritik der reinen Vernunft\u201c, n\u00e4mlich: \u201eDa\u00df die Logik diesen sicheren Gang schon von den \u00e4ltesten Zeiten her gegangen sei, l\u00e4\u00dft sich daraus ersehen, da\u00df sie seit dem Aristoteles keinen Schritt r\u00fcckw\u00e4rts hat tun d\u00fcrfen, wenn man ihr nicht etwa die Wegschaffung einiger entbehrlicher Subtilit\u00e4ten, oder deutlichere der Bestimmungen der Vorgetragenen, als Verbesserungen anrechnen will, welches aber mehr zur Eleganz, als zur Sicherheit der Wissenschaft geh\u00f6rt. Merkw\u00fcrdig ist noch an ihr, da\u00df sie auch bis jetzt keinen Schritt vorw\u00e4rts hat tun k\u00f6nnen, und also allem Ansehen nach geschlossen und vollendet zu sein scheint\u201c [B VIII]. Die Schl\u00fcsselw\u00f6rter sind hier: \u201egeschlossen und vollendet\u201c.<\/p>\n<p>Kant \u00fcbernimmt diese These in einem gewissen Widerspruch mit der Geschichte der Logik. Und wirklich, nach dem Aristoteles wurde ein bedeutender Fortschritt in der Logik von den Vertretern der hellenistischen Schule der Stoiker erzielt. Sie haben n\u00e4mlich im Unterschied zur Syllogistik des Aristoteles das eingef\u00fchrt, was wir heute als Elemente der Aussagenlogik bezeichnen k\u00f6nnten. Das war eine radikale Innovation in der Logik. Dass Kant diese Errungenschaft in der Logik ignoriert hat, ist dadurch zu erkl\u00e4ren, dass er eben eine geschlossene Wissenschaft der reinen Vernunft brauchte und \u201ein ihr also der Verstand mit nichts weiter als sich selbst und seiner Form, zu tun\u201c haben sollte [A IX]. Wozu brauchte er ausgerechnet eine solche Wissenschaft? Er hoffte mit ihrer Hilfe dazu gelangen, ein Verfahren zu finden, die Existenz der reinen Verstandesbegriffe zu beweisen und den Nachweis ihrer apriorischen Herkunft zu liefern. Wenn diesen Begriffen logische Funktionen zugrunde liegen, die durch verschiedene Formen der Urteile ausgedr\u00fcckt werden, deren vollst\u00e4ndige Klassifikation in einer vollst\u00e4ndigen und apriorischen Wissenschaft pr\u00e4sent ist, d. h. in der allgemeinen reinen Logik, so sind diese Begriffe an und f\u00fcr sich rein und a priori gegeben. Deshalb k\u00f6nnen sie uns die Struktur des apriorischen Wissens aufgeben, welches die rationale Komponente eines jeden Wissens, einschlie\u00dflich des empirischen ausmacht. Die allgemeine reine Logik lieferte Kant einen festen Boden zum Fundament der Transzendentalphilosophie. Dieser Umstand und die vorhergehende Wolffianische Tradition erkl\u00e4rt uns die Bedeutung der allgemeinen Logik f\u00fcr das ganze Wissen \u00fcberhaupt, das philosophische miteinbegriffen. Die allgemeine Logik gibt uns, so Kant, ein Kanon f\u00fcr die Auswertung eines jeden Wissens. Sie ist das allgemeine negative Kriterium der Wahrheit, d. h. alles, was diesen negativen Kriterien widerspricht ist a priori falsch. Die Regeln der Logik m\u00fcssen f\u00fcr jede Art Wissens \u2014 apriorischen oder aposteriorischen \u2014 g\u00fcltig sein, damit dieses Wissen die Wahrheit beanspruchen kann. Es gibt viele Aussagen Kants zu diesem Thema sowohl in seinen ver\u00f6ffentlichten Werken, als auch in seinen nachgeschriebenen Kollegien sowie in anderen Schriften. Das bedeutet, dass die Befolgung der logischen Regeln f\u00fcr Kant eine unabdingbare Bedingung einer jeden Art Rationalit\u00e4t sowie jeder Art T\u00e4tigkeit des Verstandes und der Vernunft sein muss, die Wahrheit beanspruchen.<\/p>\n<p>Es gibt noch einen viel tieferen Sinn des Verh\u00e4ltnisses zwischen Logik und Rationalit\u00e4t. Darauf verweist Jorgio Tonelli, wenn er auf die Beziehung der Tafel der Urteile zur Kategorientafel eingeht, n\u00e4mlich: \u201eKant war \u00fcberzeugt, dass er in den Urteilsformen die Ursache der grundlegenden Harmonie zwischen dem reinen Verstandesdenken und dem Denken \u00fcberhaupt, d. h. der allgemeinen Logik entdeckte\u201c [1, S. 233].<\/p>\n<p>Sehen wir zu, ob Kant selbst an diese notwendige Bedingung bei seinem Versuch eine Theorie der T\u00e4tigkeit des Verstandes und der Vernunft zu schaffen, gehalten hatte? Es hat einen Sinn, die Position Kants gerade in diesem Hauptpunkt der Verbindung der allgemeinen Logik mit der Rationalit\u00e4t in seiner Transzendentalphilosophie zu \u00fcberpr\u00fcfen. Wir wollen zuerst die Kantische Klassifikation der Urteile als System der logischen Funktionen des Denkens auf ihre logische G\u00fcltigkeit pr\u00fcfen. Wir nehmen f\u00fcr die Analyse die Rubrik der Qualit\u00e4t. Der Qualit\u00e4t nach unterteilt Kant die Urteile in bejahende, verneinende und unendliche. Aber als Trichotomie ist diese Einteilung unzul\u00e4nglich, weil dabei gegen die Regel des Ausschlusses versto\u00dfen wird (die Glieder der Teilung sollen einander ausschlie\u00dfen). Die Sache ist die, dass die unendlichen Urteile auch bejahende Urteile sind. Man kann nicht sagen, dass Kant diesem Umstand keine Rechnung tr\u00e4gt. Wenn in der \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c er kein Wort dar\u00fcber sagt, dass die unendlichen Urteile eine Abart der bejahenden Urteile sind, so spricht er in der Logik P\u00f6litz (1789) wie folgt: \u201eBejahung und Verneinung sind Eigenschaften der Urteile. Wenn aber die Verneinung auf die Kopula nicht einwirkt, so ist das kein verneinendes, sondern ein bejahendes Urteil, weil die Kopula der Verbindung dient. Das gilt sowohl f\u00fcr das bejahende Urteil, aber auch nicht weniger f\u00fcr das unendliche Urteil\u201c [AA, XXIV, S. 578].<\/p>\n<p>Nehmen wir an, dass hier zwei nach einander folgende Einteilungen vorliegen, in deren ersten wir die Urteile in bejahende und verneinende gliedern, und in der zweiten werden bejahende Urteile in endliche und unendliche eingeteilt. Schematisch w\u00fcrde das folgenderma\u00dfen aussehen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei sind die endlichen bejahenden Urteile mit dem positiven Pr\u00e4dikat versehen (es zeugt vom Vorhandensein einer Eigenschaft oder einer Beziehung), unendliche aber mit dem verneinenden Pr\u00e4dikat, welches von dem Nichtvorhandensein einer Eigenschaft oder einer Beziehung.<\/p>\n<p>Dann bieten sich sofort folgende Schlussfolgerungen an:<\/p>\n<p>1. \u00a0Die verneinenden Urteile werden nicht den bejahenden Urteilen \u00fcberhaupt, sondern einer Abart der bejahenden Urteile entgegengesetzt. Bei Kant ist dieser Umstand durch den Gebrauch des Terminus \u201cbejahendes Urteil\u201d f\u00fcr die endlichen bejahenden Urteile getarnt, aber das ist, wie es leicht einzusehen ist, die Verletzung des Gesetzes der Identit\u00e4t, d. h. es findet eine Begriffsauswechslung statt.<\/p>\n<p>2. \u00a0Die Glieder der Einteilung, die zu verschiedenen Ebenen geh\u00f6ren, werden als geh\u00f6rig zu einer und derselben Ebene behandelt. Das ist die Verletzung der Regel der konsequenten Einteilung. Der logische Fehler lautet: der Sprung in der Einteilung (saltus in dividendo).<\/p>\n<p>Wenn wir auch die folgerichtige Einteilung nicht beachten, sondern unser Augenmerk nur auf das Verh\u00e4ltnis nach dem Umfang lenken, so m\u00fcssen wir die endlichen bejahenden, die verneinenden und die unendlichen Urteile ausgliedern. Aber dann entsteht der Fehler des einheitlichen Grundes der Einteilung, n\u00e4mlich: endliche und unendliche Urteile werden nach dem Merkmal der Pr\u00e4dikatenqualit\u00e4t (positiv- negativ) unterschieden, die verneinenden aber werden nach der Qualit\u00e4t der Kopula (\u201eist\u201c versus \u201enicht ist\u201c) unterschieden. Au\u00dferdem, wenn wir konsequent sein wollen, m\u00fcssen wir noch verneinende undendliche Urteile einf\u00fchren, z.B. \u201eDie Seele ist nicht unsterblich\u201c. Dann wird unsere Klassifikation wie folgt aussehen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In diesem Fall wird die Klassifikation der Urteile logisch richtig ausfallen, indem sie die Form einer komplizierten dichotomischen Einteilung annimmt. Daf\u00fcr aber wird die Kantische Trichotomie zerst\u00f6rt, die so wichtig f\u00fcr seine Tafel der Kategorien ist. Solch eine Einteilung sagt uns folgende Frage vor: Ob die unendlichen bejahenden Urteile den endlichen verneinenden Urteilen und die unendlichen verneinenden Urteile den endlichen bejahenden \u00e4quivalent sind? Diese Frage ist der folgenden \u00e4quivalent: Ob das Gesetz der doppelten Verneinung sowohl f\u00fcr die Verneinung der Kopula (die propositionelle Verneinung) als auch f\u00fcr die Verneinung des Terminus g\u00fcltig ist? Wenn ja, dann f\u00fcgt die Ausgliederung der unendlichen Urteile nichts zu ihrer Einteilung in bejahende und verneinende Urteile. Aber Kant scheint einer anderen Meinung zu sein. In der Logik P\u00f6litz wird folgendes behauptet: \u201eIn den unendlichen Urteilen stelle ich mir vor, da\u00df das Subjekt sich in einer anderen Sph\u00e4re als in der Sph\u00e4re des Pr\u00e4dikats befindet. Im Urteil \u201eanima est non mortalis\u201c stelle ich mir vor, dass die Seele zum Sterblichen nicht geh\u00f6rt, aber ich denke noch mehr, n\u00e4mlich da\u00df sie zum Unsterblichen geh\u00f6rt, ich stelle sie mir so vor, als ob sie in einer gewissen anderen Sph\u00e4re als die Sph\u00e4re des Pr\u00e4dikats existiert\u201c [AA, XXIV, S. 578].<\/p>\n<p>Dieses \u201edenke noch mehr\u201c spricht daf\u00fcr, dass die terminale Verneinung im Vergleich zur propositionalen etwas zus\u00e4tzliches enth\u00e4lt. Aber in welchem Fall ist dieser Zusatz m\u00f6glich? Nur in dem Fall, wenn wir nicht nur umf\u00e4ngliche (extensionale) Verh\u00e4ltnisse der Termini ber\u00fccksichtigen, sondern noch etwas, was \u00fcber diesen Rahmen hinausgeht. Und dieses \u201eetwas\u201c geh\u00f6rt schon dem Inhalt (Materie) des Urteils an. Das ist nicht zu verwundern, weil Kant selber unter der Form des Urteils nur die Eigenschaft der Kopula versteht und die Termine (und ihre Abarten) zur Materie des Urteils hinzuz\u00e4hlt. Also, die Ausgliederung von unendlichen Urteilen liegt au\u00dferhalb der Logik, die, so Kant, nur nach der Form des Denkens geht, sowie nicht auf die Trichotomie, sondern auf die Tetrachotomie hinausl\u00e4uft, was den Absichten Kants zuwiderl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Dieselben Fehler macht Kant auch in allen anderen F\u00e4llen. Keine von seinen Einteilungen in der Urteilstafel ist logisch korrekt, denn sie alle versto\u00dfen gegen die logischen Regeln der Einteilung. Daraus ergibt sich, dass Kant, der die Regeln der Logik f\u00fcr das universelle negative Kriterium der Wahrheit h\u00e4lt, selbst eben diese Kriterien verletzt und seiner Transzendentalphilosophie offensichtlich falsche Thesen zugrunde legt. Au\u00dferdem kann man leicht zeigen, dass es in der Logik der damaligen Zeit richtige Einteilungen gegeben hat und sie waren Kant nicht unbekannt.<\/p>\n<p>Die oben zum Ausdruck gebrachten \u00dcberlegungen lassen uns wie folgt schlussfolgern: Kant hat in seiner Urteilstafel alle uns bekannten Regeln der Einteilung verletzt, ungeachtet dessen, dass es in der wissenschaftlichen Literatur zur Logik der damaligen Zeit Beispiele korrekter Einteilungen gegeben hatte. Das bedeutet, dass die Unkorrektheit seiner Einteilungen, wie offensichtlich sie auch war, Kant unbewusst war.<\/p>\n<p>Diese Schlussfolgerung ergibt zwei interessante Fragen: 1) Warum trug Kant seiner Verletzung der Einteilungsregeln keine Rechnung? 2) Welche Folgen hatte seine logisch unkorrekte Art und Weise der Einteilung der Urteile auf seine nachfolgenden Ausf\u00fchrungen in der \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c und auf die Beziehungen zwischen der formalen und der transzendentalen Logik?<\/p>\n<p>Die Antwort auf die erste Frage, obwohl sie zum Teil zur Psychologie geh\u00f6rt, ist sehr einfach, n\u00e4mlich: weil er schon die im Voraus bestimmten Beziehungen zwischen den Kategorien hatte, deren Begr\u00fcndung der Urteilstafel oblag, welche sich auf die Autorit\u00e4t der Logik berief. Kant brauchte aber eine Begr\u00fcndung f\u00fcr seine Urteilstafel, von der er schon im Voraus eine Vorstellung hatte. Eine solche Antwort auf unsere Frage ist uns aus der \u00fcberlieferten Literatur bekannt. Schon die ersten Kritiker Kants Herbart und Hegel warfen Ihm vor, dass seine Urteilstafel empirisch ist und eine aufs Geratewohl aufgegriffene Auswahl von Urteilen darstellt, die in der Logik der damaligen Zeit gel\u00e4ufig waren. F\u00fcr die allm\u00e4hliche Ausbildung der Urteilstafel entsprechend seiner Vorstellung von der Kategorientafel spricht der Umstand, dass er beispielsweise in der Rubrik der Qualit\u00e4tsurteile zuerst nur bejahende und verneinende Urteile ausgliederte und die unendlichen Urteile scheint er sp\u00e4ter zugunsten der Trichotomie der Kategorientafel eingef\u00fchrt zu haben. Also, Kant hat die Interessen der logischen Strenge aufgeopfert, um die triadische Struktur der Kategorien aufzustellen. Denn gerade zum Behuf der Aufstellung solch einer Struktur musste er zur Verletzung der Regel der Einteilung aus einem einheitlichen Grund greifen sowie auf die Vollst\u00e4ndigkeit und Kontinuit\u00e4t der Teilung verzichten. In seinen Vorlesungen zur Logik spricht er st\u00e4ndig dar\u00fcber, dass nur die dichotomische Einteilung rein logisch und a priori ist, aber jegliche Polytomie auf der Erfahrung gr\u00fcndet und empirisch ist. Diese seine Meinung dr\u00fcckt er in der Logik P\u00f6litz wie folgt: \u201eJede Polytomie hat den Mangel, dass sie empirisch, w\u00e4hrend die Dichotomie apodiktisch ist, weil jedes Ding \u201ea\u201c oder \u201enicht-a\u201c sein soll [AA, XXIV, S. 577]. Doch sobald von der Kategorientafel die Rede, \u00e4ndert sich seine Stellung dazu. Ich f\u00fchre die Anmerkung aus der Logik P\u00f6litz an, die gleich nach der Tafel der Kategorien folgt, die er der ersten \u201eKritik\u2026\u201c entnimmt: \u201eObwohl die Logiker darauf hinweisen, dass beim Gebrauch die bejahenden Urteile dieselbe G\u00fcltigkeit wie die unendlichen, die allgemeinen dieselbe wie die einzelnen Urteile aufweisen, doch ist dieser Unterschied logisch. Actus des Verstandes ist dennoch trichotomisch\u2026\u201c [AA, XXIV, S. 577]. Allm\u00e4hlich kommt Kant zu der Ansicht, dass die Trichotomie den synthetischen apriorischen Einteilungen eigen ist. In der \u201eKritik der Urteilskraft\u201c hei\u00dft es schon mit Bestimmtheit folgendes: \u201eMan hat es bedenklich gefunden, da\u00df meine Einteilungen in der reinen Philosophie fast immer dreiteilig ausfallen. Das liegt aber in der Natur der Sache. Soll eine Einteilung a priori geschehen, so wird sie entweder analytisch sein, nach dem Satze des Widerspruchs; und da ist sie jederzeit zweiteilig (quodlibet ens est aut A aut non A). Oder sie ist synthetisch; und, wenn sie in diesem Falle aus Begriffen a priori \u2026 soll gef\u00fchrt werden, so mu\u00df, nach demjenigen, was zu der synthetischen Einheit \u00fcberhaupt erforderlich ist, n\u00e4mlich 1) Bedingung, 2) ein Bedingtes, 3) der Begriff, der aus der Vereinigung des Bedingten mit seiner Bedingung entspringt, die Einteilung notwendig Trichotomie sein\u201c [AA, V, S. 197f]. Was die Urteilstafel anbetrifft, so war diese Um\u00e4nderung der Position, wie mir scheint, faktisch ein Versuch, das Verfahren der logischen Einteilung an die schon fertige Struktur der Kategorien anzupassen, weil die allgemeine Logik das Problem der synthetischen Urteile a priori nicht kennt \u201esogar dem Namen nach\u201c. Der Anspruch Kants auf die Apriorit\u00e4t seines Kategoriensystems in der \u201eKritik der reinen Vernunft\u201c bestand gerade darin, dass die Klassifikation der Urteile der allgemeinen Logik obliegt. Hier kann man nicht umhin, darin den Keim der k\u00fcnftigen Feindseligkeit Hegels der formalen Logik gegen\u00fcber zu sehen. Eben Hegel war es, der die Triade zum leitenden Prinzip der Aufstellung seines Kategoriensystems machte. Am Beispiel Kants ist es zu sehen, dass man zum Behuf des triadischen Prinzips der Aufstellung des Kategoriensystems der Logik Zwang antun musste.<\/p>\n<p>Die Antwort auf die zweite Frage ist viel schwieriger.<\/p>\n<p>Kant selbst bewertet seine auf der Urteilstafel beruhende metaphysische Deduktion der Kategorien wie folgt: \u201eIn der metaphysischen Deduktion wurde der Ursprung der Kategorien a priori \u00fcberhaupt durch ihre v\u00f6llige Zusammentreffung mit den allgemeinen logischen Funktionen des Denkens dargetan\u2026\u201e [B 159].<\/p>\n<p>Die apriorische Herkunft der Kategorien ist im Wesentlichen mit Vollst\u00e4ndigkeit und Kontinuit\u00e4t der Kategorientafel verbunden. Doch unsere Analyse der Kantischen Tabelle der Urteile zeigt, dass eine Klassifikation, welche gegen die logischen Regeln der Einteilung verst\u00f6\u00dft, nicht als konsistent gelten kann. Es stellt sich heraus, dass sich die Urteilstabelle Kants auf die Logik nicht st\u00fctzt und folglich uns kein vollst\u00e4ndiges und konsequentes System der logischen Funktionen des Denkens liefert. Es scheint, dass Kant selbst ahnte, dass die Art und Weise der von ihm vorgenommenen Anordnung keine logische ist. Nehmen wir beispielsweise die Rubrik der Modalit\u00e4t. Eine korrekte logische Einteilung l\u00e4sst die Anordnung der assertorischen Urteile zwischen den m\u00f6glichen und den wirklichen nicht zu, weil die assertorischen Urteile zur Klasse der nicht modalen Urteile geh\u00f6ren. Kant, indem er diese Schwierigkeit zu \u00fcberwinden sucht, beschreibt nicht die logischen Charakteristiken der Urteile, sondern ihren erkenntnistheoretischen Status in Form ihrer allm\u00e4hlichen Zuteilung zum Verstand und der Ver\u00e4nderung dadurch ihrer erkenntnism\u00e4\u00dfigen Potenzen [A 75\/B 101]. Eine solche logisch unkorrekte Einteilung in der Urteilstafel zeigt, dass es Kant nicht gelungen ist, die apriorische Herkunft der Kategorien zu begr\u00fcnden und auch seine metaphysische Deduktion der Kategorien wird dadurch um ihre Grundlage gebracht. Apropos, Hegel hat das sofort verstanden und damit begonnen, sein System der Kategorien auf leerem Boden aufzubauen, um m\u00f6glicherweise den Widerstand des Materials zu entgehen, auf welchen Kant stie\u00df.<\/p>\n<p>Die in diesem Vortrag unternommene Analyse der logischen Konsistenz der Kantischen Urteilstafel l\u00e4sst folgendes schlussfolgern:<\/p>\n<p>1. \u00a0Die Kantische Urteilstafel ist logisch unhaltbar, weil in jeder ihrer Rubriken die Regeln der Einteilung verletzt werden, die sowohl der Logik der damaligen Zeit als auch Kant selbst bekannt waren.<\/p>\n<p>2. \u00a0Die Analyse der Ursachen dieser Verletzungen in jeder Rubrik hat gezeigt, dass es Kant nicht gelungen ist, die von ihm gestellte Aufgabe, sich \u201evon allem Inhalte eines Urteil \u00fcberhaupt abstrahieren und nur auf die blo\u00dfe Verstandesform darin achtgeben\u201d [A70\/B95], zu l\u00f6sen. Das bedeutet, dass seine Urteilstafel mit der allgemeinen reinen Logik nichts zu tun hat, sondern nach irgendwelchen anderen nicht logischen Prinzipien aufgebaut ist.<\/p>\n<p>3. \u00a0Der Kantischen Urteilstafel liegen nicht die logischen, sondern transzendentalen Prinzipien, die mit der M\u00f6glichkeit der Erkenntnis des Objektes verbunden sind, zugrunde. Das zeugt von dem Vorhandensein des logischen Kreises in der Kantischen Deduktion der Kategorien. In seiner Kategorientafel hat er nur das bekommen, was er selber darin eingetragen hat.<\/p>\n<p>4. \u00a0Seine Berufung auf die Autorit\u00e4t der Logik bei der Begr\u00fcndung seiner Systematisierung der Einteilungen und ihrer Vollst\u00e4ndigkeit sowohl in Falle der Urteile als auch der Kategorien erwies sich als unzul\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Das alles spricht davon, dass Kant damit begonnen hat, eine andere \u2014 transzendentale \u2014 Logik zu entwickeln, deren Regeln von denen der allgemeinen Logik abweichen und vielleicht sogar mit ihr unvereinbar sind. Seine Berufung auf die allgemeine Logik scheint ein Tribut der Tradition gewesen zu sein. Die Perspektiven der Entwicklung dieser anderen Logik scheinen seine Nachfolger im Rahmen des deutschen Idealismus besser verstanden zu haben. Jedenfalls hat sein Hauptvertreter \u2014 Hegel \u2014 dieses Prinzip der Triade (der Trichotomie) seinem System zugrunde gelegt, welches von Kant formuliert worden war und auf welchem er seine Urteilstafel aufgebaut hatte und welches ihn zur Verletzung der simplen Regeln der allgemeinen Logik verleitete. Man kann allerdings vermuten, dass Kant die Hegelsche Einschr\u00e4nkung des Bereiches der allgemeinen Logik nicht akzeptiert h\u00e4tte, so wie er einst die nachfolgende Entwicklung seiner Philosophie durch Fichte abgelehnt hat.<\/p>\n<p>Die allgemeine Schlussfolgerung in Bezug auf die Rationalit\u00e4t der Philosophie Kants lautet ungef\u00e4hr wie folgt: Kant ist es nicht gelungen, seine Theorie der Vernunft auf dem festen Fundament der allgemeinen reinen Logik aufzubauen. Indem er seine Theorie entwickelte meinte er vielleicht unbewusst einen anderen Begriff der Rationalit\u00e4t, n\u00e4mlich irgendeine neue, transzendentale Rationalit\u00e4t, die sich nicht verpflichtete, die Regeln der Logik zu befolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Literaturverzeichnis<\/b><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00a0 1. \u00a0<em>Tonelli G<\/em>. Die Voraussetzungen zur Kantischen Urteilstafel in der Logik des 18. Jahrhunderts \/\/ Kritik und Metaphysik. Heinz Heimsoeth zum 80. Geburtstag. Hrsg. Von F. Kaulbach und J. Ritter. Berlin: Walter de Gryuter, 1966. S. 134\u2014158.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><em><strong>Die erste Ver\u00f6ffentlichung des Aufsatzes:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bryus\u0441hinkin, Vladimir. Logik und Rationalit\u00e4t in der Philosophie Kants\/\/ Klassische Vernunft und Herausforderungen der modernen Zivilisation. Hrsg. Von Prof. Dr. Wladimir Bryuschinkin. Bd.1. Kaliningrad, 2010. S. 7 \u2013 19.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Vladimir-Bryushinkin.-Logik-und-Rationalitat.pdf\">Downlad in PDF<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rationalit\u00e4t im kommunikativen Aspekt ist das Bestreben der Kommunikationspartner, eine optimale Verst\u00e4ndigung zwischen einander zu garantieren. Rationalit\u00e4t stellt also Bedingungen dar, die an die Kommunikation gestellt werden. 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