{"id":415,"date":"2014-06-09T12:55:10","date_gmt":"2014-06-09T12:55:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=415"},"modified":"2021-05-23T21:19:20","modified_gmt":"2021-05-23T21:19:20","slug":"choong-jin-lee-praktische-philosophie-kants-und-ihre-rezeption-in-der-konfuzianischen-kultur-in-der-fall-korea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/choong-jin-lee-praktische-philosophie-kants-und-ihre-rezeption-in-der-konfuzianischen-kultur-in-der-fall-korea\/","title":{"rendered":"Choong-Jin Lee. Praktische Philosophie Kants und ihre Rezeption in der konfuzianischen Kultur in \u201eDer Fall Korea\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vor etwa 120 Jahren hat Korea den Philosophen Kant zum ersten Mal kennengelernt. Es war eine Zeit, in der Korea mit vielen europ\u00e4ischen M\u00e4chten Konflikte hatte und die 500-j\u00e4hrige Dynastie allm\u00e4hlich zu Ende ging. Im Rahmen historisch-politischer Umst\u00e4nde Koreas schenkten koreanische Philosophen vor allem der kantischen Lehre \u00fcber die Moral und \u00fcber den ewigen Frieden Aufmerksamkeit. Dass Korea damals ein sowohl privat als auch \u00f6ffentlich konfuzianisches Land war, das war auch ein Grund, warum die praktische Philosophie vor der theoretischen aufgenommen wurde. Denn der Konfuzianismus ist in der ersten Linie und in seinem gr\u00f6\u00dften Teil eine praktische Philosophie. Es war also kein Zufall, dass der erste koreanische Kant-\u00dcbersetzer, Jae-Hi Choi, nicht die erste Kritik(1969) sondern die zweite(1957) ins Koreanische \u00fcbersetzt hat.<\/p>\n<p>Wenn man aber Kants praktische Philosophie in Moral- (<i>Kritik der praktischen Vernunft, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Tugendlehre<\/i> usw.) und Rechtsphilosophie (<i>Rechtslehre, Zum ewigen Frieden, Kleine geschichtsphilosophische Schriften<\/i> von 1780 Jahren usw.) unterteilt, und wenn man die Tendenz der koreanischen Rezeption der beiden anschaut, dann sieht man ein unerwartetes Ph\u00e4nomen. W\u00e4hrend die Moralphilosophie Kants seit geraumer Zeit umfangreich erforscht wird, bleibt jedoch seine Rechts- und politische Philosophie au\u00dferhalb des Interesses der koreanischen Philosophen. Die koreanische \u00dcbersetzungen der kantischen Schriften sind gute Beispiele: Die zweite Kritik (1957), GMS (1970), und Religionsschrift (1984) wurden schon lange \u00fcbersetzt, dagegen aber stehen die \u00dcbersetzungen der Rechtslehre noch aus, und die Friedensschrift wurde erst im Jahre 1992 von einem Koreaner \u00fcbersetzt, der aber nicht Kantianer ist. Die Rezeption der praktischen Philosophie Kants war und ist bis heute so einseitig, dass man sie auch als eine Asymmetrie bezeichnen kann. Die Asymmetrie ist daher nur schwer zu verstehen, weil Korea sich, au\u00dfer seiner konfuzianischen Tradition, im Laufe der letzten knapp 200 Jahre zu einer europ\u00e4isch-politischen Demokratie entwickelt hat.<\/p>\n<p>Im Hinblich auf diese Asymmetrie m\u00f6chte ich heute eine These aufstellen. Die These lautet: Den zwei verschiedenen Tendenzen der Rezeption, d.\u00a0i. der positiv-aktiven Rezeption der kantischen Moralphilosophie\u00a0und der negativ-passiven Rechtsphilosophie liegt eine gemeinsame Ursache zugrunde: Der Konfuzianismus.<b><i>\u00a0<\/i><\/b><\/p>\n<p align=\"center\"><b><i>2. \u00dcber die Rezeption der kantischen Moralphilosophie<\/i><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der erste Punkt geht \u00fcber die Menschheit(\u4ec1) in dem obrigen Zitat, das aus einer konfuzianischen Schrift stammt. Der gute Mensch (\u5927\u4eba) soll dem Konfuzianismus nach ein solcher sein, der die moralischen Richtlinien wichtiger als seine eigenen Vorteile bzw. seinen Profit empfindet. Er ist also jederzeit bereit, f\u00fcr die moralischen Richtlinien auf den Profit zu verzichten, auch wenn dieser auch noch so gross erscheint. Der Verzicht enth\u00e4lt nicht nur den eigenen Profit sondern auch die \u00f6ffentlichen Profite, wie beispielsweise den Profit des Staates. Der b\u00f6se Mensch (\u5c0f\u4eba) dagegen orientiert sich nur an seinen Interessen und opfert daf\u00fcr, wenn es n\u00f6tig ist, sogar die moralischen Richtlinien. Hier spielt es auch keine Rolle, ob die Gewinne f\u00fcr ihn selbst oder f\u00fcr die anderen oder auch f\u00fcr sein Land gesucht werden. Aber eins von den beiden Richtlinien steht dem anderen vor, weil die moralische Richtlinie dem Konfuzius nach das Wesen der Menschlichkeit ist.<\/p>\n<p>Wenn wir einen Unterschied \u00fcbersehen, dass bei Kant die Handlung oder Gesinnung gut ist aber bei Konfuzius die menschliche Verfassung, dann erkennen wir eine gewisse \u00c4hnlichkeit des Begriffes &#8216;moralisches Gut&#8217; bei beiden Philosophen. Als Sollens- und Pflichtethiker sagt Kant: Die gute moralische Handlung h\u00e4lt nichts vom Profit; sie kommt dem handelnden Menschen als eine Pflicht vor. Das gleiche sagt der Konfuzianist Mencius: Man soll nicht immer \u00fcber den Profit sondern \u00fcber die Menschheit sprechen. Ein Konfuzianist soll zuerst \u00fcber die Moral nachdenken. \u00dcber den Profit darf er erst danach denken. Das gilt sowohl im privaten als auch im \u00f6ffentlichen Leben. Diese beiden notwendigen Elemente des menschlichen Lebens(Moral und Profit) stehen unter einer festen Hierarchie. Denn das eine ist das Wesentliche der Menschheit, das andere aber nicht.<\/p>\n<p>Eine andere Seite der kantischen Ethik, dass der Wille oder das Motiv des Handelnden allein gut im moralischen Sinne sein kann, war auch den Konfuzianisten sehr bekannt. Der Konfuzianismus hatte eine homozentralische Weltanschauung, dennoch wusste man um die Grenze des menschlichen Wesens. Er versucht nicht zu vergessen, dass es eine un\u00fcberschreitbare Grenze zwischen dem &#8216;in mir&#8217; und &#8216;au\u00dferhalb von mir&#8217; gibt. F\u00fcr den Handelnden bedeutet dies: Ich soll jederzeit im Bewusstsein das, was ich in meiner Gewalt habe und das, was ich der Hand des Himmels \u00fcberlassen soll, haben. Das wichtigste, was zum jenem geh\u00f6rt, ist die richtige Gesinnung, buddhistisch ausgedr\u00fcckt, die klare Seele (\u6b63\u5fc3), die bei der Handlung absolut allein dar\u00fcber nachdenkt, ob sie moralisch gut ist oder nicht. Sie ist nichts anderes als der gute Wille, der eine Handlung nur deswegen will, weil sie gut ist. Wer der Handelnde ist, im welchem Kontext die Handlung sich befindet, welche Folge die Handlung mit sich bringt usw., alles bleibt ausserhalb der Betrachtung. Auch hier steht Kant nicht weit weg vom Konfuzianismus.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberlegenheit der Moral vor dem Profit und die Betonung der menschlichen Gesinnung\/Verfassung ist in der konfuzianischen Kultur so selbstverst\u00e4ndlich, dass die anderen europ\u00e4ischen Morallehren wie z.\u00a0B. Utilitarismus, Pragmatismus usw. viel schwerer in Korea aufgenommen wurden. Aber in Kant vom GMS und KdpV sahen Koreaner im 19Jh. ein altes bekanntes Gesicht. Sie hatten keine Schwierigkeiten, den Philosophen als ihren Freund anzunehmen.<\/p>\n<p>Das war auch ein Hintergrund f\u00fcr die einwandlose Aufnahme der kantischen Morallehre, dass sie eine homozentralische Ethik ist. Im Konfuzismus gibt es keinen Begriff wie beispielsweise &#8216;der transzendente Gott&#8217; und in Korea hat man eine g\u00e4nzlich homozentralische Metaphysik. Daraus folgt eine homozentralische Ethik problemlos. So war es, wenn Koreaner auch den Mensch nicht immer und nicht in der ersten Linie als das Vernunftswesen verstanden haben. \u2014 Dazu aber werden wir ein anderes Argument ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b><i>3. \u00dcber die Rezeption der kantischen Rechtsphilosophie<\/i><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der zweite Punkt ist die Gerechtigkeit(\u7fa9). Die Gerechtigkeit ist eine von den f\u00fcnf konfuzianischen Kardinal-Tugenden(\u7fa9 \u89aa \u4fe1 \u5225 \u5e8f), und zwar die wichtigste S\u00e4ule. Denn sie ist in der ersten Linie eine politische Tugend. Konfuzius richtete sich von Anfang an nach der Politik und der Konfuzianismus war und ist bis heute im gr\u00f6\u00dften Teil eine politische Philosophie. Es ist daher nicht ohne Grund zu vermuten, dass koreanische Philosophen sich eher f\u00fcr die kantische Rechts- und politische Philosophie interessiert haben als f\u00fcr die Moralphilosophie. Aber die Realit\u00e4t ist, wie ich es oben erw\u00e4hnt habe, anders als die Vermutung. Um den Grund zu erfahren, muss man kurz einen Blick auf einen Konkurrenten des Konfuzianismus werfen.<\/p>\n<p>In der Konfuzius-Zeit traten einige Philosophen vor, die den Konfuzianismus stark kritisiert haben und versuchten, eigene Theorien zu bilden. Ihr Ziel lag in der Verst\u00e4rkung ihres Staates und in der Vereinigung ihres Landes, welches in viele kleine L\u00e4nder geteilt war. Sie stellten drei notwendige Elemente der guten Politik vor: die Macht (\u52e2), wodurch das Volk dem K\u00f6nig Gehorsam schenken muss,\u00a0die Technik bzw. Klugheit (\u8853) des Beherrschens und die Gesetze (\u6cd5) als \u00f6ffentliche Regeln der Beherrschung. Man nennt diese Philosophen &#8216;Legalisten&#8217; vor allen deswegen, weil sie das letztere f\u00fcr das wichtigste hielten. (Sie waren sehr \u00e4hnlich mit dem modernen Rechtspositivismus). Nach dem chinesischen Legalismus war die beste Politik &#8216;die Herrschaft durch die Gesetze&#8217;. Diese Gesetze wurden aber nicht als Normen verstanden, von denen die Politik geregelt werden sollte. Sondern sie waren blo\u00df das effektive Mittel der Politik. Der Konkurrent des Konfuzianismus dachte, die Politik m\u00fcsse durch Gesetze gemacht werden, aber nur deswegen, weil sie auf solche Weise allein eine gute Politik sein kann. Es war die Rechts- und politische Philosophie, auf die sich der erste chinesische K\u00f6nig Q\u00edn Sh\u01d0 Hu\u00e1ng D\u00ec (\u79e6\u59cb\u7687\u5e1d, BC 2) bei der Gr\u00fcndung seines gr\u00f6\u00dften Reichs und seine Beherrschung berufen hat.<\/p>\n<p>Der Konfuzianismus vertrat von Anfang an viele andere Positionen als der Legalismus. F\u00fcr jenen waren die Behauptungen von diesem eher augenscheinlich als fehlerhaft. Man muss, dem Konfuzianismus nach, einfach \u201aMehr\u2019 nachdenken, wenn es um die Politik geht; Die Gesetzgebung und ihre Exekution ist das Minimum der Politik; f\u00fcr eine gute Politik reicht es einfach nicht. Ob die Gesetze vern\u00fcnftig sind, oder ob es solche \u00fcberhaupt gibt, war nicht entscheidend. Im Konfuzianismus war das Wesentliche der Politik die gute Tugend des Politikers. Die gute Tugend des Politikers bedeutet hier nicht eine Tautologie, die aussagt, dass ein guter Politiker eine gute Politik macht. Die gute Tugend des Politikers im konfuzianischen Sinne liegt nicht nur in dem \u00f6ffentlichen und politischen Leben sondern auch in dem gesellschaftlichen und privaten Leben. Und dieses ist viel wichtiger als alles andere, und dieses muss auch die notwendige Bedingung f\u00fcr alles andere sein. Dass ein guter Mensch, der im gr\u00f6\u00dften Teil moralisch hervorragend ist, allein dadurch ein guter Politiker werden kann, kam bei den Koreanern nicht in Frage. Diese konfuzianischen Gedanken enthalten in sich schon eine Forderung. Diese Forderung lautet, dass ein Politiker vor der Ann\u00e4hrung an die politische Macht seine menschliche Ausbildung vervollkommnen soll; der machthabende Politiker solle Mitgef\u00fchl, Mitleidenschaft, Toleranz in Verh\u00e4ltnis mit den anderen haben.<\/p>\n<p>Seit dem 14. Jh. haben sich Koreaner an diese konfuzianische Politik gew\u00f6hnt. Im 19 Jh. schien ihnen Kants politische Philosophie wahrscheinlich sehr \u00e4hnlich zu sein wie der Legalismus. F\u00fcr die koreanischen Kofuzianisten war \u201edie Herrschaft durch die Gesetze\u201c nicht neu. Die Priorit\u00e4t der Vernunftsgesetze war f\u00fcr die konfuzianischen Philosophen aber auch nicht fremd, die das Staatsgesetz manchmal sogar \u201edas Gesetz des Himmels\u201c nannten. Die Rechts- und politische Philosophie von Kant wurde, so vermute ich, eher als eine altmodische Lehre, als eine bekannte, in Korea aufgenommen. Das muss ein wichtiger Grund daf\u00fcr sein, dass ein Teil der praktischen Philosophie Kants in Korea \u00fcbersehen wurde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es auch einige Gr\u00fcnde, die die positive Aufnahme der Kantischen Rechts- und politischen Philosophie in Korea verhindert haben. Im Konfuzianismus gibt es keinen modernen Begriff f\u00fcr das Wort &#8216;Individuum\u2019, \u201asubjektives Recht\u2019 usw., und daher gibt es in ihm kaum Gelegenheit, eine Theorie des Gesellschaftsvertrags zu machen. Kants Lehre, dass die Politik nach der Moral und Profit suchen musst, gab den Koreanern keinen grossen Einfluss, weil die Hierarchie von den beiden &#8216;Gut&#8217; in Korea genau festgehalten wurde. Auch die 150 j\u00e4hrige Vergessenheit der kantischen Rechtsphilosophie in Europa, hat sicher dazu gef\u00fchrt, dass Koreaner den gleichen Fehler gemacht haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b><i>4. Gibt es eine andere Asymmetrie in der Zukunft?<\/i><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Korea nahm Kants Philosophie unmittelbar durch China auf. In den Zeiten der japanischen Besetzung war der gr\u00f6\u00dfte Teil der aufgenommenen Philosophie aus Europa die kantische Philosophie. Nach dem koreanischen Krieg begannen viele junge Koreaner ohne Umwege den Philosophen zu treffen, indem Sie in Deutschland studierten. Erst am Ende der 1980er-Jahre bekam die praktische Philosophie von Kant angemessene Aufmerksamkeit, weil die 1970er und 1980er in Korea die Zeiten der Marx- und Hegel-Philosophie waren. Nun kann man sagen: die kantische Philosophie ist die wichtigste Philosophie, die aus Europa in Korea aufgenommen wurde. Im Jahre 1990 wurde die \u201eKoreanische Kant-Gesellschaft\u201c gegr\u00fcndet und jedes Jahr erschienen zwei Zeitschriften mit dem Name \u201eKant-Forschungen\u201c und auch vier Tagungen fanden statt, um &#8216;Die Philosophie&#8217; zu erforschen.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass die neue Generation in Korea das gleiche Gesicht des Philosophen sieht, wie die alte. Dadurch, dass Koreaner vor 120 Jahren die Gleichheit\/\u00c4hnlichkeit der Kantischen Philosophie mit dem Konfuzianismus festhielten, bem\u00fchten sie sich auch automatisch, die Allgemeing\u00fcltigkeit des Konfuzianismus zu best\u00e4tigen. F\u00fcr sie war es wichtig, dass ihre traditionelle Philosophie sehr gut ist, sodass er \u00fcber Korea und Fernost hinaus bis nach Europa als \u201eder Beste\u201c bezeichnet werden kann. Aber die koreanischen Kantianer von 20. Jh. und Heute haben nicht mehr solche Interessen. Sie wollen nun zun\u00e4chst die kantische Philosophie richtig und vollst\u00e4ndig verstehen und mit den kantischen Augen ihre Wirklichkeit oder Wahrheit erkennen. Diese \u00c4nderung ist eine Folge dessen, dass der Konfuzianismus in den letzten 120 Jahren immer mehr zur\u00fcck gegangen ist, aber die europ\u00e4ische, vor allem amerikanische Philosophie immer mehr einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss in Korea ausge\u00fcbt hat.<\/p>\n<p>Die praktische Philosophie von Kant wird in den n\u00e4chsten Jahrzehnten voraussichtlich in der genau umgekehrten Richtung aufgenommen. Die Forschung seiner Moralphilosophie wird immer geringer werden. Aber die Besch\u00e4ftigung mit seiner Rechtsphilosophie (inkl. politischen Philosophie) wird immer mehr zunehmen. Das letztere muss so sein, weil wir die Renaissance der Kantischen Rechtsphilosophie in Europa schon lange bemerkt haben und dennoch die Forschung erst am Anfang steht. Dar\u00fcber hinaus wird die praktische Philosophie der Amerikaner in Korea einen immer gr\u00f6\u00dferen Einfluss gewinnen, weil wir seit 1950 mit den USA eine enge Beziehung haben.<\/p>\n<div>\n<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung nach der traditionellen bzw. konfuzianischen Philosophie bemerkenswert zugenommen. Diese Tendenz wird sicher immer st\u00e4rker werden und wird sicher von Generationen zu Generationen weitergegeben. Im Moment kann man nicht voraussagen, welchem Teil der praktischen Philosophie von Kant dieser neu interpretierte, koreanische Konfuzianismus zuerst die Hand geben wird. Das k\u00f6nnen wir vielleicht in 40 Jahren genau wissen, d.\u00a0i. in der 20sten Internationale Kant-Konferenz. Dies hoffe ich von ganzem Herzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><b><i>Die erste Ver\u00f6ffentlichung des Aufsatzes:<\/i><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lee, Choong-Jin. Praktische Philosophie Kants und ihre Rezeption in der konfuzianischen Kultur in \u201eDer Fall Korea\u201c\/\/ 10. Internationale Kant Konferenz. Klassische Vernunft und die Herausforderungen der modernen Zivilisation: Materialien der internationalen Konferenz: in 2 Bd. Hrsg. W.N. Brjuschinkin. \u2013 Kaliningrad: Verlag der Immanuel Kant Universit\u00e4t Kaliningrad, 2010. Band. 2, S. 247 \u2013 254.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwa 120 Jahren hat Korea den Philosophen Kant zum ersten Mal kennengelernt. Es war eine Zeit, in der Korea mit vielen europ\u00e4ischen M\u00e4chten Konflikte hatte und die 500-j\u00e4hrige Dynastie allm\u00e4hlich zu Ende ging. 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