{"id":323,"date":"2014-03-14T14:39:03","date_gmt":"2014-03-14T14:39:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=323"},"modified":"2014-03-14T14:41:16","modified_gmt":"2014-03-14T14:41:16","slug":"werner-stark-physische-geographie-im-konigsberg-des-18ten-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/werner-stark-physische-geographie-im-konigsberg-des-18ten-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Werner Stark. Physische Geographie im K\u00f6nigsberg des 18ten Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_325\" style=\"width: 273px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/527px-Jan_Vermeer_-_The_Geographer1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-325\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-325\" alt=\"Jan Vermeer. \u0413\u0435\u043e\u0433\u0440\u0430\u0444\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/527px-Jan_Vermeer_-_The_Geographer1-263x300.jpg\" width=\"263\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/527px-Jan_Vermeer_-_The_Geographer1-263x300.jpg 263w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/527px-Jan_Vermeer_-_The_Geographer1.jpg 527w\" sizes=\"(max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-325\" class=\"wp-caption-text\">Jan Vermeer. \u0413\u0435\u043e\u0433\u0440\u0430\u0444<\/p><\/div>\n<p>Wenn man \u00fcber das Thema &#8216;Physische Geographie im K\u00f6nigsberg des 18ten Jahrhunderts&#8217; einen knapp 20 min\u00fctigen Vortrag halten soll und will, dann mu\u00df man ganz zweifellos eine Menge von Ballast abwerfen und sich auf einige Punkte beschr\u00e4nken, um wenigstens einigerma\u00dfen verst\u00e4ndlich sein zu k\u00f6nnen; jedenfalls dann, wenn man sich in meiner Lage befindet. Kennzeichnend daf\u00fcr ist n\u00e4mlich &#8211; so seltsam Ihnen das jetzt noch erscheinen mag &#8211; die Tatsache, da\u00df mich dieses Thema seit rund sechs Jahren mehr oder weniger intensiv besch\u00e4ftigt und dazu habe ich &#8211; abgesehen von einem Vortrag vor nunmehr fast genau drei Jahren &#8211; nichts ver\u00f6ffentlicht. Was &#8211; so wird sich mancher von Ihnen fragen &#8211; kann an einem solchen Thema im Zusammenhang mit dem K\u00f6nigsberger Kritiker der reinen Vernunft so spannend oder schwierig sein, das mehrere Jahre Arbeit erfordert? In welchem Verh\u00e4ltnis steht denn bei Immanuel Kant ein solches der Philosophie und dem Nachdenken \u00fcber der Menschen Tun und Lassen so fernes Gebiet wie die Physische Geographie, die doch eindeutig als Erfahrungswissenschaft der \u00e4u\u00dferen Welt zu verstehen ist? Kann diese buchst\u00e4blich erdverbundene Sache \u00fcberhaupt f\u00fcr den Philosophen Kant von Bedeutung gewesen sein? &#8211; Ich m\u00f6chte heute versuchen, Ihnen in der hier \u00fcblichen Vortragszeit eine knappe Antwort auf derartige Fragen zu geben und zugleich Ihren Blick zu sch\u00e4rfen f\u00fcr einen sehr irdischen Kontext, der in vielen &#8211; wenn nicht gar allen &#8211; philosophischen Schriften und Vorlesungen von Immanuel Kant nachgewiesen werden kann.<\/p>\n<p>Ehe ich in die Materie selber einsteige, m\u00f6chte ich Sie erinnern oder hinweisen auf die wohl bekannte, aber nur bei wenigen wirklich bedachte Tatsache, da\u00df Kant w\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit als Dozent an der Philosophischen Fakult\u00e4t der K\u00f6nigsberger Albertina, best\u00e4ndig eine entsprechende Vorlesung bzw. &#8211; um den damaligen Sprachgebrauch hier auch einmal anklingen zu lassen &#8211; ein <i>Collegium de geographia physica<\/i> gehalten hat. Im Lauf der vierzig Jahre zwischen den Sommern 1756 und 1796 hat Kant sich selbst und seinen meist studentischen Zuh\u00f6rern mehr als 40 mal eine Thematik unterbreitet, die heute an einer philosophischen Fakult\u00e4t oder einem Institut f\u00fcr Philosophie vielfach als Zumutung empfunden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ferner sollten Sie sich vergegenw\u00e4rtigen, da\u00df die ganz offensichtlich wichtigsten Quellen f\u00fcr die Gesamtheit dieser Vorlesungen bislang nicht allgemein zug\u00e4nglich sind. Erhalten sind zahlreiche Handschriften und fragmentarische Textsplitter aus nahezu der gesamten Vorlesungszeit des K\u00f6nigsberger Dozenten &#8211; ich komme weiter unten kurz darauf zur\u00fcck. Die 1802 von Friedrich Theodor Rink herausgegebene zweib\u00e4ndige Ausgabe von <i>Kant&#8217;s physischer Geographie<\/i>, kann jedoch wie Erich Adickes schon vor beinahe 100 Jahren gezeigt hat, nicht als Kantisches Werk in Anspruch genommen werden und darf folglich einer ernsthaften Forschung nicht als Textgrundlage dienen. &#8211; Bekannt sind auch vier kleine, akademische Programmschriften des Magisters, mit denen er in seinen ersten, den 1750er Jahren als Dozent an der Albertina zugleich sich selbst als wissenschaftlicher Autor pr\u00e4sentiert und bei Studenten f\u00fcr seine Vorlesungen geworben hat. Schon darin zeigt sich &#8211; im Vergleich zu anderen Privatdozenten &#8211; ein auff\u00e4lliges Verhalten des jungen, 30j\u00e4hrigen, Kant; denn auf diese Weise hat er je ganz zu Beginn der Semester das eigene Lehrprogramm vorgestellt, ohne \u00fcber ein wichtiges Privileg der angestellten Professoren zu verf\u00fcgen. Nur diese mu\u00dften und durften n\u00e4mlich je im <i>Catalogus Praelectionum<\/i> ihre Lehrveranstaltungen anzeigen. [Als Ausgabetermin f\u00fcr das Verzeichnis war f\u00fcr den Sommer je der Beginn der dritten Woche nach dem christlichen Osterfest in den Statuten der Fakult\u00e4t festgelegt. Kant lie\u00df seine Programme je rechtzeitig vor Beginn des Semesters erscheinen.] Kant ist zudem offensichtlich und ganz bewu\u00dft auf die akademische B\u00fchne der K\u00f6nigsberger Albertina nach seiner Hofmeisterzeit in der Provinz zur\u00fcckgekehrt. Nach dem Tod seines Vaters 1746 bzw. nach Abschlu\u00df der Drucklegung seiner Erstlingsschrift <i>Gedanken von der wahren Sch\u00e4tzung der lebendigen Kr\u00e4fte [&#8230;]<\/i> scheint Kant vermutlich im Fr\u00fchjahr 1748 [43, 22] K\u00f6nigsberg unter wenig gl\u00fccklichen Umst\u00e4nden verlassen zu haben scheint; denn sein erstes Werk wurde mit rund zwei Jahren Versp\u00e4tung in den Buchhandel gebracht.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aus dem August des Jahres 1749 datieren die beiden \u00e4ltesten \u00fcberlieferten Briefe des Autors, mit denen er aus Judtschen, einem kleinen Dorf bei Gumbinnen (Gusev), sein Werk der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg bzw. den <i>G\u00f6ttingischen gelehrten Anzeigen<\/i> zu empfehlen suchte. Wir kennen die Reaktion der &#8216;scientific community&#8217; der damaligen Zeit und wissen, da\u00df dieses ehrgeizige Deb\u00fct nicht gelang. Wir wissen aber auch, da\u00df ein paar Jahre sp\u00e4ter die R\u00fcckkehr nach K\u00f6nigsberg &#8211; vermutlich im Fr\u00fchjahr 1754 &#8211; eine zwar nicht eben steile, aber doch stetig ansteigende akademische Karriere eingeleitet hat: Kant hat sich rasch &#8211; auch wirtschaftlich gesehen &#8211; erfolgreich als Privatdozent an der Albertina etabliert und behauptet. Nach einigen Jahren avanciert er zu einem auch au\u00dferhalb zur Kenntnis genommenen Autor; schlie\u00dflich &#8211; im Alter von rund 60 Jahren &#8211; bestimmen seine Publikationen weithin Thematik und Ausrichtung der philosophischen Diskussion; Mitte der 1790er Jahre ist er eine auch international wahrgenommene Gr\u00f6\u00dfe. Letztlich verdanken wir auch diese Konferenz seinem Nachwirken. &#8211; Zur\u00fcck zu den Anf\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Mit Ausnahme der akademisch erforderten Pflichtschriften in Lateinischer Sprache geh\u00f6ren nicht nur die ersten drei der vier angesprochenen Programmschriften der 1750er Jahre, sondern auch vier weitere deutschsprachige Aufs\u00e4tze, die 1754 und 1756 in den <i>W\u00f6chentlichen K\u00f6nigsbergischen Frag- und Anzeigungs-Nachrichten<\/i> erschienen, in den Themenbereich der physischen Geographie. Dies gilt zweifelsfrei auch f\u00fcr die kleinere der beiden selbst\u00e4ndigen Publikationen jener Anfangszeit &#8211; die Schrift \u00fcber das die Stadt Lissabon im Jahr 1755 beinahe vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rende Erdbeben. Auch dem Hauptwerk jener Zeit, der anonym publizierten <i>Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels<\/i> von 1755 wird man &#8211; trotz ihres Titels und der physiko-theologischen Zielrichtung &#8211; eine gewisse Verwandtschaft zur physischen Geographie nicht absprechen k\u00f6nnen; denn beide &#8211; die Theorie des Himmels und die physische Erdbeschreibung &#8211; sind dem Paradigma einer Newtonisch-Mechanistischen Naturbetrachtung verpflichtet.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte, so gesehen, hinreichend deutlich geworden sein, da\u00df in den ersten Jahren der akademischen Karriere, die Thematik der physischen Geographie eine wichtige &#8211; vielleicht sogar tragende &#8211; Rolle gespielt hat. Und &#8211; das bitte ich nicht zu \u00fcbersehen &#8211; es gibt Grund zu der Annahme, da\u00df Kant sich ganz bewu\u00dft in diesem Sinn entschieden und sozusagen auf dieses Pferd gesetzt hat. Aus der Retrospektive ist damit die Frage gestellt, ob sich ein Grund oder ein Motiv bestimmen, oder vielleicht eine Situation rekonstruieren l\u00e4\u00dft, die diesen Weg verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar macht. Aller Lebenserfahrung nach handeln Menschen ja nicht ohne Grund oder Anla\u00df. Und es trifft sich gut, da\u00df die biographisch orientierte Kant-Forschung sich weitgehend darin einig ist, als ein herausragendes Merkmal in der Lebensf\u00fchrung des Immanuel Kant ein fr\u00fch herausgestelltes Selbstbewu\u00dftsein anzunehmen: ein Vertrauen auf die eigene Kraft, die eigene Leistungsf\u00e4higkeit und damit auch auf eine zutreffende Einsch\u00e4tzung der jeweiligen Entscheidungslage. Kurz: Man wird fragen d\u00fcrften: Warum hat Kant sich &#8216;auf die physische Geographie geworfen&#8217;? &#8211; Bevor ich dazu \u00fcbergehe, Ihnen meine Antwort vorzulegen, sollte ich Sie jedoch mit der Sache der Physischen Geographie etwas n\u00e4her vertraut machen; mit der spezifischen Ausformung n\u00e4mlich, die Kant f\u00fcr diese wissenschaftliche Naturbetrachtung in der Mitte des 18ten Jahrhunderts entwickelt hat.<\/p>\n<p>Zu Beginn habe ich kurz darauf hingewiesen, da\u00df die &#8216;wichtigsten Quellen dieser Vorlesungen bislang nicht allgemein zug\u00e4nglich sind&#8217;. Es handelt sich um 18 Handschriften von Studenten und anonymen Schreibern. Seit geraumer Zeit sind diese auch in elektronischer Form in der Marburger Arbeitsstelle der G\u00f6ttinger Akademie der Wissenschaften (bis Ende 2001) und danach in der Potsdamer Arbeitsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften verf\u00fcgbar gemacht. Ohne Spur verschollen sind leider zehn weitere, ehemals K\u00f6nigsberger, Handschriften. &#8211; Ich m\u00f6chte mich hier auf die fr\u00fche Zeit der 1750er Jahre beschr\u00e4nken und Ihnen, so kurz wie es mir m\u00f6glich ist, 1) die Quellenlage, 2) den Status des Textes und vor allem 3) die Struktur der Vorlesung selber vor Augen f\u00fchren.<\/p>\n<ol>\n<li>Bei der prim\u00e4ren Quelle aus der Fr\u00fchzeit der Vorlesung handelt es sich um einen gebundenen, von mehreren unbekannten Schreibern angefertigten, durchgehenden Text auf 342 von 344 gez\u00e4hlten Seiten im Quartformat. Anstelle eines Titelblattes, liest man p. 1.: \u201eVorlesungen des Profe\u00dfor Kant \u00fcber die Physische Geographie die er mir in den Jahren 1772\/3 gehalten zum Andencken dieses gro\u00dfen Mannes von ihm selbst erhalten. Die in diesem Manuscript befindlichen Correcturen sind von seiner eigenen Hand. \/ FH v Holstein\u201c. Das Manuskript selbst ist seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in der Literatur erw\u00e4hnt und befindet sich &#8211; wenn ich nicht irre &#8211; noch heute im Privatbesitz in der Bundesrepublik Deutschland. Vor genau zwanzig Jahren hat Reinhard Brandt f\u00fcr das Marburger Kant-Archiv eine Film-Kopie anfertigen lassen k\u00f6nnen. &#8211; Unabh\u00e4ngig von dem Vermerk des Grafen Friedrich Karl Ludwig von Holstein-Beck (1757-1816) gibt es keinen direkten Hinweis darauf, da\u00df es sich bei dem Verfasser des Textes um Immanuel Kant handeln k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Die Frage nach dem Status des Textes kann seit dem Erscheinen von Erich Adickes&#8217; <i>Untersuchungen zu Kants physischer Geographie<\/i> (1911) im Grundsatz als gekl\u00e4rt angesehen werden. Die im wesentlichen in Marburg (2000\/01) durchgef\u00fchrten Analysen haben jedoch im Detail zu einigen Pr\u00e4zisierungen gef\u00fchrt: Ganz offensichtlich handelt es sich um die einzig erhaltene Kopie des von Kant in der zweiten H\u00e4lfte der 1750er Jahre zum letzten Mal redigierten, so genannten Diktat-Textes, den er &#8211; unklar wie lange &#8211; seinen Vorlesungen \u00fcber die physische Geographie zugrunde gelegt hat. Dem Text kam dieselbe Funktion zu, wie den gedruckten Lehrb\u00fcchern, die Kant im \u00fcbrigen stets &#8211; im Einklang mit den \u00dcblichkeiten jener Zeit &#8211; benutzt hat. &#8211; Indizien daf\u00fcr, die eigenh\u00e4ndigen Marginalien in verschiedene Zeiten zu setzen, fehlen vollst\u00e4ndig; vielmehr stammen die Marginalien durchweg, sofern sie \u00fcberhaupt Anhaltspunkte f\u00fcr eine Datierung enthalten, aus den ersten 1770er Jahren und fallen damit in den Zeitraum, den von Holstein-Beck in seinem eben zitierten Vermerk angegeben hat. Die Annahme, da\u00df Kant die ihm vorliegende Handschrift einer raschen, nicht sehr gr\u00fcndlichen Durchsicht unterzog, unmittelbar bevor er das Manuskript dem Grafen \u00fcbereignete, hat sich insgesamt als stichfest erwiesen. Etwaige Zweifel an der Verfasserschaft im Hinblick auf den Text selber k\u00f6nnen als ausger\u00e4umt angesehen werden; denn auf zwei der verschollenen eigenh\u00e4ndigen Notiz-Bl\u00e4tter aus dem Kant-Nachla\u00df der fr\u00fcheren K\u00f6nigsberger Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek findet man eben den Text, wie im Manuskript des Grafen Holstein. [23, Bd.XIV] F\u00fcr die gegenl\u00e4ufige Annahme, in Holstein-Beck oder einer anderen Person einen Nachschreiber des Vortrages sehen zu wollen, finden sich keinerlei Anhaltspunkte. Untersucht man den Text genauer, dann stellt man &#8211; wiederum den Hinweisen und Vorarbeiten von <span style=\"text-decoration: underline;\">Erich Adickes<\/span> und seinem Sch\u00fcler <span style=\"text-decoration: underline;\">Paul Schoeck<\/span> folgend &#8211; rasch fest, da\u00df er nahezu durchweg aus Exzerpten vorliegender Lehrb\u00fccher, Reisebeschreibungen und anderen wissenschaftlichen Werken komponiert ist. Die Struktur des Ganzen ist freilich ein Produkt sui generis, das somit auf Kant selbst zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Manche Details sprechen zudem daf\u00fcr, eine mehrfache Redaktion durch den Verfasser anzunehmen; die letzten Erg\u00e4nzungen datieren \u00e4u\u00dferstenfalls aus dem Fr\u00fchjahr 1758.<\/li>\n<li>Die Struktur des Textes und damit der Inhalt der Vorlesung in ihrer fr\u00fchen Gestalt, ist einfach zu beschreiben. Auf eine kurze Einleitung, die der Kugelgestalt des Himmels- oder Weltk\u00f6rpers Erde anhand der neuesten Ergebnisse der von Franz\u00f6sischen Wissenschaftlern durchgef\u00fchrten Messungen gewidmet ist, folgen drei nacheinander gestellte Teile: Als erstes die der Vorlesung insgesamt den Namen gebende Abhandlung der physischen Geographie im engeren Wortsinn: Oberfl\u00e4chenph\u00e4nomene der Erde, lose orientiert an der lange tradierten Vierheit der Elemente: Wasser, Erde, Feuer, Luft. Dazu ein f\u00fcr die Hafenstadt K\u00f6nigsberg ganz passender Anhang von der Schiff-Fahrt. Als Zweites folgen die drei aus einer mittelalterlichen Lehrtradition stammenden, sogenannten Reiche der Natur: Tiere, Pflanzen und Mineralien. Den Beschlu\u00df bildet drittens schlie\u00dflich: Eine \u201eSummarische Betrachtung der vornehmsten Natur-Merkw\u00fcrdigkeiten aller L\u00e4nder, nach geographischer Ordnung.\u201c [24, 228]. Die Reise f\u00fchrt vom \u00f6stlichen Asien (China) \u00fcber Afrika nach Europa; zuletzt die Neue Welt Amerika mit ihren beiden H\u00e4lften, zuerst der Norden, dann der S\u00fcden. Eine kurzen Beschlu\u00df des Ganzen bilden die unwirtlichen Gegenden am n\u00f6rdlichen Eismeer.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Weitgehend eigenst\u00e4ndig geschrieben ist nur der erste Teil, der von einigen, freilich aufschlu\u00dfreichen Modifikationen im Detail abgesehen als eine \u00fcberarbeitete Fassung der gedruckten Programmschrift des Sommersemesters 1757 gelesen werden kann. Insgesamt enth\u00e4lt der Text rund 59.000 Worte. Zum Vergleich: die genannte Programmschrift enth\u00e4lt knapp 3.000 Worte (das sind 10 Seiten im [23, Bd. 2]) und die <i>Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<\/i> von 1785 umfa\u00dft rund 28.000 Worte.<\/p>\n<p>In der Sache bietet das Programm eine imposante Umschau in s\u00e4mtlichen denkbaren Bereichen einer noch nicht in einzelne F\u00e4cher oder Disziplinen zerfallenden, auf der Anwendung der Mathematik und differenzierter Methoden basierenden Naturwissenschaften. Das Generalthema der Vorlesung \u00fcber physische Geographie ist die beschreibende und vergleichende Naturforschung der fr\u00fchen Neuzeit; die Histoire de la nature und nicht die Wissenschaft einer mathematischen Physik, f\u00fcr die der Name von Isaac Newton (1642-1727) steht. Die mit der sinnlichen Normalausstattung von Menschen betrachtete Natur als Ganze ist das Thema und nicht die &#8211; vielleicht &#8211; in ihren einzelnen Korpuskeln wirkenden Gravitationsgesetze. Diese General-Linie wird f\u00fcr den Leser oder Zuh\u00f6rer verdeckt durch den Umstand, da\u00df der erste namengebende Teil der Vorlesung Newtonianisch erscheint; vielleicht &#8211; so meine ich inzwischen &#8211; ist Kant sich \u00fcber die damit in seinem Gesamt-Konzept enthaltene Spannung (Newton \/ Nicht-Newton) anfangs nicht im Klaren gewesen.<\/p>\n<p>Nun kann ich auf die zu Beginn aufgeworfene Frage eingehen: warum kehrt Immanuel Kant vermutlich im Fr\u00fchjahr 1754 nach K\u00f6nigsberg zur\u00fcck in der Absicht, dort eine akademischen Karriere einzuschlagen? Damit verbunden ist die Frage nach der Rolle, die die Vorlesung \u00fcber physische Geographie dabei gespielt haben mu\u00df. Denn ich bin zu der \u00dcberzeugung gelangt, da\u00df a) die Vorlesung \u00fcber physische Geographie nicht wirklich verstanden werden kann, wenn man die Motivationslage des Urhebers nicht kennt und b) da\u00df auch der Gang der philosophischen Entwicklung des K\u00f6nigsberger Vernunftkritikers zu einem guten Teil in dem vagen Dunkel eines &#8216;kann sein &#8211; kann nicht&#8217; verhaftet bleibt. Es sei denn, die in der Vorlesung \u00fcber Jahre hin nachvollziehbaren Wandlungen seines Natur- und Weltverst\u00e4ndnisses werden in die Betrachtung mit einbezogen. &#8211; In zugespitzter Formulierung lie\u00dfe sich dies Ziel etwa so ausdr\u00fccken; wer sich f\u00fcr &#8216;<i>Kants Welt<\/i>&#8216; interessiert und diese n\u00e4her kennen lernen m\u00f6chte, wird die in der reifen Philosophie der 1780er und 1790er Jahre enthaltene Weltauffassung des Philosophen nur dann in historischer korrekter Perspektive wahrnehmen k\u00f6nnen, wenn der Anfang dieser Entwicklung hinreichend aufgekl\u00e4rt ist.<\/p>\n<p>Doch wie soll das Geforderte bewerkstelligt werden? Sind nicht l\u00e4ngst die sp\u00e4rlichen biographischen Zeugnisse, meist Aussagen von Zeitgenossen, \u00fcber den jungen Kant hinreichend beleuchtet und nach verschiedenen Seiten erwogen worden? Oder sind etwa neue biographische Quellen aus der Fr\u00fchzeit aufgefunden? Obwohl dies in freilich bescheidenem Umfang [Olsztyn, Gdansk] tats\u00e4chlich in den zur\u00fcckliegenden Jahren erfolgt ist, so sind diese freilich f\u00fcr die Vorlesung \u00fcber die Physische Geographie bzw. Kant&#8217;s R\u00fcckkehr nach K\u00f6nigsberg im Fr\u00fchjahr 1754 &#8211; vielleicht heute auf den Tag genau vor 250 Jahren &#8211; fast ohne Belang.<\/p>\n<p>Es gibt jedoch noch einen anderen Weg, der in der Vergangenheit teils aus Desinteresse, teils aus Mangel an Quellen nur sehr z\u00f6gerlich beschritten worden ist. Wer r\u00fcckblickend auf Kant in K\u00f6nigsberg blickt, nimmt in erster Linie die herausragende, ja dominierende Rolle wahr, die dem Philosophen in der dortigen Universit\u00e4t in vielen Belangen aufgrund seiner \u00fcberregionalen Anerkennung nach und nach zugewachsen ist. So wird leicht \u00fcbersehen, da\u00df es auch eine umgekehrte Perspektive gibt. Es kann gar kein Zweifel daran bestehen, da\u00df die wirkungsm\u00e4chtigste Institution, mit der Kant zu Beginn seiner eigenen intellektuellen Entwicklung in Ber\u00fchung gekommen ist, in der 1544 begr\u00fcndeten Albertus-Universit\u00e4t zu sehen ist, und nicht im <i>Collegium Fridericianum<\/i>. Die streng den Alltagsablauf reglementierende Schule hat Kant im Alter von 16 Jahren hinter sich gelassen. Obwohl nur sehr sp\u00e4rliche Informationen \u00fcber den Studenten \u00fcberliefert sind, darf angenommen werden, da\u00df es die Universit\u00e4t gewesen ist, die dem aufstrebenden Genius des Immanuel Kant Richtung und Orientierung gab. Es war die Universit\u00e4t, die den bescheidenen Horizont seiner Herkunft \u00f6ffnete f\u00fcr eine weltumspannende Revolution der Denkart, die sich nicht zuletzt in den politischen Schriften der 1780er und 1790er Jahre gezeigt hat.<\/p>\n<p>Nun sind Institutionen ohne Menschen, die in ihnen und durch sie agieren, leer und funktionslos. Nur im Handeln einzelner Personen lebt die Institution und es stellt sich somit die Frage nach den m\u00f6glichen intellektuellen Ziehv\u00e4tern, die Kant in seinen rund acht Studienjahren (1740-1747) gepr\u00e4gt haben. &#8211; L\u00e4\u00dft man die von den fr\u00fchen Biographen und Kant&#8217;s Kollegen der Sp\u00e4tzeit im Todesjahr 1804 schriftlich fixierten Aussagen einmal au\u00dfer acht, dann sch\u00e4lt sich im Blick auf den Lehrk\u00f6rper der Universit\u00e4t jener Jahre nur eine Person heraus, deren intellektuelles Profil wie ein Vorbild f\u00fcr den jungen 1754 aus der Provinz zur\u00fcckkehrenden Kant erscheinen kann: Es ist dies der au\u00dferordentliche Professor f\u00fcr Naturlehre (Physik): Karl Heinrich Rappolt.<\/p>\n<p>Da ich an anderer Stelle schon hinreichend gezeigt habe, da\u00df Kant nicht &#8211; wie die noch immer verbreitete Annahme lautet &#8211; in einer besonderen Relation zu dem Extraordinarius f\u00fcr Logik und Metaphysik, Martin Knutzen (1713-1751), gestanden hat, kann ich auf eine ins Detail gehende, zeitraubende argumentative Abw\u00e4gung verzichten und mich beschr\u00e4nken auf die positive Kernthese: Im unerwarteten Tod seines Vorbildes Rappolt, am 23. Oktober 1753, sah Kant eine Chance f\u00fcr sich selbst als Privatdozent an der K\u00f6nigsberger Albertina; mit seiner auf ein studentisches Publikum zielenden Vorlesung \u00fcber Physische Geographie sprang Kant gleichsam in eine durch Rappolt&#8217;s Tod entstandene Bresche im Lehrk\u00f6rper der Albertina. Er war darin nach einiger Zeit so erfolgreich, da\u00df in der Sache \u00e4hnliche Versuche anderer Lehrpersonen scheiterten.<\/p>\n<p>Diese These ist freilich nicht vollst\u00e4ndig neu, denn auch Manfred K\u00fchn hat in j\u00fcngster Zeit auf Rappolt als einen m\u00f6glicherweise f\u00fcr den Studenten Kant pr\u00e4genden Dozenten an der philosophischen Fakult\u00e4t der Albertina hingewiesen [27, 76f] [28, 16-19]. Mir scheint es gleichwohl lohnend, unter der besonderen Perspektive der Physischen Geographie den wenigen erreichbaren Quellen etwas n\u00e4her zu treten.<\/p>\n<ol>\n<li>Als erstes der Lebenslauf: Rappolt wird am 17. Juni 1702 in Fischhausen, einige Kilometer nordwestlich von K\u00f6nigsberg geboren. Im Alter von neun Jahren kommt er nach K\u00f6nigsberg, wo er nach Beendigung der Altst\u00e4dischen Schule im September 1719 an der Albertina als Student eingeschrieben wird. Zwei Jahre sp\u00e4ter nimmt Michael Lilienthal (1686-1750) ihn in seinen Haushalt als Erzieher seiner Kinder auf; unter diesen ist Theodor Christoph Lilienthal (1717-1782), der ab 1740 zun\u00e4chst als Privatdozent und vier Jahre sp\u00e4ter als Professor der Theologie in K\u00f6nigsberg selber zu gro\u00dfem Ansehen gelangen wird. Zu seinen akademischen Lehrern an der Albertina geh\u00f6ren in der Physik oder Naturlehre der Ordinarius Heinrich von Sanden (1672-1729) und der Extra-Ordinarius Christian Gabriel Fischer (1686-1751). &#8211; Mit der Opponentenrolle bei der Disputatio pro receptione des Magisters Georg Heinrich Nicolai betritt Rappolt im Oktober 1723 erstmals die \u00f6ffentliche akademische B\u00fchne. Er unternimmt zwei Reisen; eine k\u00fcrzere von vier Wochen in das nahegelegene Danzig (1724); eine l\u00e4ngere in den Jahren 1729\/30 f\u00fchrt ihn unter anderem \u00fcber Berlin, Dresden und Kassel in die Niederlande und schlie\u00dflich nach England. Ende 1730 kehrt er \u00fcber Berlin nach K\u00f6nigsberg zur\u00fcck. Im Sommer des folgenden Jahres erwirbt er in Frankfurt\/Oder den Magistergrad und in K\u00f6nigsberg die Lehrberechtigung an der Universit\u00e4t. 1733 disputiert er am 3. November ebenda f\u00fcr die Stelle des au\u00dferordentlichen Professors der Naturlehre. Den Part des Opponenten \u00fcbernimmt sein fr\u00fcherer Z\u00f6gling, Theodor Christoph Lilienthal. 1734 verheiratet Rappolt sich mit Maria Sophia Moritz, die den Preu\u00dfischen Dichter Simon Dach in ihrem Stammbaum f\u00fchren konnte. Ende M\u00e4rz 1735 wird Rappolt zum Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften berufen. &#8211; In K\u00f6nigsberg hat er bis zu seinem Tod im Oktober 1753 rund 22 Jahre haupts\u00e4chlich auf den Gebieten der Naturgeschichte, der klassischen Lateinischen und der modernen englischen Literatur Kollegien gehalten. Schon im Sommer 1753 l\u00e4\u00dft er einen Teil seinen B\u00fcchersammlung versteigern. Theodor Christoph Lilienthal publiziert schlie\u00dflich noch im Todesjahr einen biographischen Abri\u00df seines verehrten Lehrers. In besonderer Freundschaft war Rappolt seit seiner Schulzeit mit dem Mediziner Johann Christoph Bohl (1703-1785) verbunden.<\/li>\n<li>Der ehemalige K\u00f6nigsberger Student, Johann Georg Hamann (1730-1788), hat im Fr\u00fchjahr 1758 im fernen London in den <i>Gedanken \u00fcber meinen Lebenslauf<\/i> sich selbst Rechenschaft zu geben versucht. In diesem Manuskript ist eine Passage seiner sechsj\u00e4hrigen Studienzeit (ab 1746) gewidmet; Hamann nennt darin nur zwei seiner Lehrer mit Namen: [Martin] Knutzen und [Karl Heinrich] Rappolt; dazu noch Vater und Sohn Lilienthal, die ihm beide mit Freitischen eine besondere Zuwendung und Zuneigung erwiesen haben. Hamann \u00e4u\u00dfert, da\u00df er weitaus mehr von Rappolt gelernt habe als von Knutzen. Ich zitiere: \u201eDie Erinnerung eines nicht so ber\u00fchmten Lehrers ist mir angenehmer. Gott lie\u00df ihn in unterdr\u00fcckten k\u00fcmmerl. v. dunkeln Umst\u00e4nden leben; er war eines besseren Schicksals werth, er besa\u00df Eigenschaften, die die Welt nicht achtet und daher auch nicht belohnt. Sein Ende war wie sein Leben; unvermerkt, ich zweifle nicht, da\u00df es seelig ist. Sein Nahme war Rappolt; ein Mann, der eine besondere Scharfsinnigkeit besa\u00df nat\u00fcrliche Dinge zu beurtheilen mit der Andacht und Einfalt v Bescheidenheit eines Christlichen Weltweisen, und eine ungemeine St\u00e4rke den Geist der r\u00f6mischen Schriftsteller v ihrer Sprache nachzuahmen.\u201c [7, 322] Es liegt nahe, Kant eine \u00e4hnliche Meinung zu unterstellen und diese Auffassung kann durch ein paar kumulative Indizien unterst\u00fctzt werden. Rappolt hielt Vorlesungen \u00fcber Pope: insbesondere in den Fr\u00fchschriften findet man bei Kant auff\u00e4llig h\u00e4ufig Zitate aus dessen Schriften. Auch f\u00fcr die bislang r\u00e4tselhafte Tatsache, da\u00df Kant seine Erstlingsschrift dem Mediziner Johann Bohlius gewidmet hat, ergibt sich ein erster Anhaltspunkt: Bohlius und Rappolt waren befreundet. Die von Kant bis ins hohe Alter gern gepflegte Vorliebe f\u00fcr Lateinische Klassiker ist auch bei Rappolt bezeugt; und schlie\u00dflich deutet, die erst vor kurzem bekannt gewordene Tatsache, da\u00df auch Kant in seiner Magisterzeit \u00dcbungen im lateinischen Stil abhielt auf Rappolt als Vorbild. [45, 132-142]<\/li>\n<li>Es ist im vorgesehenen zeitlichen Rahmen nicht m\u00f6glich und hier vielleicht unn\u00f6tig, auf die F\u00e4cherstruktur und das Lehrpersonal der philosophischen Fakult\u00e4t der K\u00f6nigsberger Albertina der Jahre 1740-1748 &#8211; die Studienzeit von Immanuel Kant &#8211; einzugehen; es gen\u00fcgt mir v\u00f6llig, wenn Sie mir f\u00fcr jetzt nur abnehmen, da\u00df ich nur zwei Personen ausmachen konnte, deren Veranstaltungen in den von Kant rund ein Jahrzehnt sp\u00e4ter entwickelten Bauplan einer Vorlesung \u00fcber physische Geographie passen. Die eine ist Rappolt, mit Vorlesungen sowohl \u00fcber die drei Reiche der Natur, als auch \u00fcber Teile der Naturlehre des Plinius. Einmal &#8211; leider schon in Kants Abwesenheit im Sommer 1750 &#8211; sogar explizit \u00fcber <i>Geographiam physicam<\/i>. Die andere ist Johann Friedrich Danovius (1710-1748), der bis zu seinem Tod im Jahr 1748 ein Extraordinariat f\u00fcr Beredsamkeit und Geschichte inne hatte und in dieser Funktion \u00fcber die Geographie europ\u00e4ischer Staaten gelesen hat. Auch mit au\u00dfereurop\u00e4ischen Gegenden hat er seine Studenten vertraut gemacht; einmal greift er auf die Beschreibung der Orientreise von Jean BaptisteTavernier (Mitte des 17ten Jahrhunderts) zur\u00fcck, ein andermal benutzt er die etwas j\u00fcngeren Reisen um die Welt von William Dampier (um 1700). Der auf Danovius folgende Extraordinarius, Johann Bernhard Hahn der j\u00fcngere (1725-1794), verlegt sich auf die Geschichte als solche. Kurz: Es ergibt sich das von mir &#8216;gew\u00fcnschte&#8217; Resultat: Mit Rappolts Tod war eine L\u00fccke in der Palette des Lehrangebots entstanden &#8211; zumindest aus der Perspektive des vormaligen Studenten, Immanuel Kant.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Daf\u00fcr da\u00df der Magister Kant \u00fcber Jahre hin diesen Platz erfolgreich bei der studentischen H\u00f6rerschaft besetzt hat, kann der vergebliche in dasselbe Feld geh\u00f6rende Versuch eines etablierten K\u00f6nigsberger Gelehrten angef\u00fchrt werden. Der K\u00f6nigsberger Professor f\u00fcr Griechische Sprache und Theologie Friedrich Samuel Bock (1716-1785), hat seit seiner fr\u00fchen Jugend zahlreiche teils sehr umf\u00e4ngliche Werke auf verschiedenen Gebieten ver\u00f6ffentlicht; dazu z\u00e4hlt der in seinen letzten Lebensjahren publizierte 5-b\u00e4ndige <i>Versuch einer wirthschaftlichen Naturgeschichte von dem K\u00f6nigreich Ost- und Westpreu\u00dfen<\/i> (1782-1785); diesem <i>Versuch<\/i> verdanken wir heute einen bis ins Detail gehenden Einblick in die damaligen Verh\u00e4ltnisse. Mitte der 1760er Jahre verlegt Bock sich aus einem \u00e4u\u00dferen Anla\u00df auch auf das Gebiet der Naturgeschichte; im Sommer 1765 k\u00fcndigt er an dar\u00fcber Vorlesungen zu halten; zum Sommer 1767 publiziert er eine eigene deutsch-sprachige Programmschrift mit derselben Zielsetzung in deutlich verbesserter didaktischer Darstellung: der Plan des Ganzen wurde gestrafft, abwechslungsreicher komponiert und eine je unmittelbar anschauliche Unterst\u00fctzung im Naturalienkabinett zugesichert. Doch das Colleg fand keinen Zuspruch; wie Bock selbst im Fr\u00fchjahr 1774 r\u00fcckblickend in gro\u00dfer Entt\u00e4uschung festhielt: \u201eIch mu\u00df aber gestehen, da\u00df nicht leicht unter aufgekl\u00e4rten L\u00e4ndern ein einiges [lies: einziges] seyn d\u00f6rfte, wo die Naturgeschichte weniger vern\u00fcnftige und wi\u00dfbegierige Freunde und Liebhaber bisher gefunden, als Preussen. Ich schreibe dieses eben so ungerne, als viele es lesen werden. Es d\u00f6rfte vielen unglaublich scheinen, da\u00df sogar unter einigen hundert studirenden, sich auch nicht eine Anzahl von zwanzigen zusammenbringen lasse, die einen vergn\u00fcgenden Unterricht in der Naturgeschichte im Zusammenhange h\u00f6ren wollen. Dergleichen Vorlesungen wurden [&#8230;], im Jahr 1767 so wohl den studirenden, als andern, die sich nicht zu den Academischen B\u00fcrgern z\u00e4hlen, in einer \u00f6ffentlichen Schrift, die zugleich eine Betrachtung \u00fcber das nutzbare und anmuthige \/ in der Naturgeschichte, vortrug, angebothen, aber so wenig damals, als bis auf den heutigen Tag begehret, besuchet und zum Stande gebracht. Alles nur ersinnliche ist aufgeboten, das reitzende, angenehme und n\u00fctzliche dieser Art von Erk\u00e4nntnisse, die sich auch ohne dies schon jedem neubegierigen und vern\u00fcnftigen empfiehlet, auf angelegentlichste anzutragen, aber dieses ist alles umsonst gewesen.\u201c [15, 1042f.]<\/p>\n<p>Ich komme zum Schlu\u00df: Einerseits hoffe ich, Ihnen in der hier m\u00f6glichen Klarheit eine biographische These exponiert zu haben, da\u00df n\u00e4mlich die Vorlesungen \u00fcber Physische Geographie f\u00fcr den Magister Kant eine wichtige Rolle gespielt haben; andererseits stellt sich so versch\u00e4rft die Frage nach einem m\u00f6glichen inneren Zusammenhang zwischen der Thematik dieser Vorlesung und der weiteren Entwicklung der philosophischen Meinungen und \u00dcberzeugungen von Immanuel Kant; doch dies ist war heute nicht mein Thema. &#8211; Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Bibliographie:<\/b><\/p>\n<ol>\n<li><i>Adickes E.<\/i> Untersuchungen zu Kants physischer Geographie. Viii. T\u00fcbingen, 1911.<\/li>\n<li><i>Arnoldt D. H.<\/i> Ausf\u00fchrliche und mit Urkunden versehene Historie der K\u00f6nigsbergischen Universit\u00e4t. 2 Bde. K\u00f6nigsberg: Hartung, 1746.<\/li>\n<li><i>Arnoldt D. H.<\/i> Zus\u00e4tze zu seiner Historie der K\u00f6nigsbergschen Universit\u00e4t, nebst einigen Verbesserungen derselben, auch zweyhundert und funfzig Lebensbeschreibungen Preu\u00dfischer Gelehrten. K\u00f6nigsberg: Hartung, 1756.<\/li>\n<li><i>Arnoldt D. H.<\/i> Fortgesetzte Zus\u00e4tze zu seiner Historie der K\u00f6nigsbergschen Universit\u00e4t, nebst Nachrichten von dreyhundert und eilf Preu\u00dfischen Gelehrten auch Zus\u00e4tzen zu des Herrn Profe\u00dfor Hambergers itztlebenden gelehrten Deutschland und Verbe\u00dferungen desselben. K\u00f6nigsberg: Hartung, 1769.<\/li>\n<li><i>Arnoldt E.<\/i> Kants Jugend und die f\u00fcnf ersten Jahre seiner Privatdocentur im Umriss dargestellt, in: Altpreu\u00dfische Monatsschrift Bd. 18. 1881. [Auch in derselbe: Gesammelte Schriften, Bd. 3. S. 103-210]. S. 606-686.<\/li>\n<li><i>Arnoldt E.<\/i>, <i>Sch\u00f6nd\u00f6rffer O.<\/i> Gesammelte Schriften im 6 Bde. Berlin, 1907-1909.<\/li>\n<li><i>7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i><i>Bayer, Oswald, Weissenborn, Bernd<\/i> (Hg): Hamann, Johann Georg. Londoner Schriften. Historisch-kritische Neuedition. M\u00fcnchen, 1993. <i><\/i><\/li>\n<li><i>Bock F. S<\/i>. Vorl\u00e4ufige Betrachtung \u00fcber das Nutzbare und Anmuthige in der Naturgeschichte, wobey zugleich Academische Vorlesungen \u00fcber einige St\u00fccke dieser Wi\u00dfenschaft angezeiget werden, den 25. K\u00f6nigsberg: Hartung, Zeise, 1767.<\/li>\n<li><i>Bock F. S.<\/i> Der Preu\u00dfische Sammler, eine Wochenschrift, 3 Bde. [in durchgehender Paginierung]. K\u00f6nigsberg: Zeise, Hartung, 1773-1774.<\/li>\n<\/ol>\n<p>10. <i>Bock<\/i> <i>F. S<\/i>. Versuch einer wirthschaftlichen Naturgeschichte von dem K\u00f6nigreich Ost- und Westpreussen. Im 5 Bde. Dessau, 1782-1785.<\/p>\n<p>11. <i>Brandt R<\/i>., <i>Euler<\/i> <i>W.<\/i>, <i>Stark<\/i> <i>W.<\/i> Studien zur Entwicklung preu\u00dfischer Universit\u00e4ten (Wiesbaden). Wolfenb\u00fctteler Forschungen. Bd 88. 1999.<\/p>\n<p>12. <i>Brandt R<\/i>., <i>Euler<\/i> <i>W.<\/i>,\u00a0 <i>Stark<\/i> <i>W.<\/i> Zustand und Zukunft der Akademie-Ausgabe von Immanuel Kants Gesammelten Schriften \/\/ <i>Kant-Studien<\/i> 91. Jg. Sonderheft. 2000. vi. S. 230.<\/p>\n<p>13. <i>DBA-I, <\/i>Fabian B. Gorzny W. Deutsches Biographisches Archiv. &#8211; Eine Kumulation aus 254 der wichtigsten biographischen Nachschlagewerke f\u00fcr den deutschen Bereich bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts [Microfiche-Edition]. M\u00fcnchen: Saur, 1986.<\/p>\n<p>14. <i>DBA-II<\/i>, Gorzny W. Deutsches Biographisches Archiv: Neue Folge bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts: Eine Kumulation aus 284 der wichtigsten biographischen Nachschlagewerke f\u00fcr den deutschen Bereich bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts [Microfiche-Edition]. M\u00fcnchen: Saur, 1989-1993.<\/p>\n<p>15. <i>Der Preu\u00dfische Sammler<\/i>. Bd. 3. 66. St\u00fcck. K\u00f6nigsberg, den 7. April 1774.<\/p>\n<p>16. <i>Erdmann B.<\/i> Martin Knutzen und seine Zeit. Ein Beitrag zur Geschichte der Wolfischen Schule und insbesondere zur Entwicklungsgeschichte Kants. Leipzig, 1876. (Reprint: Hildesheim 1973).<\/p>\n<p>17. <i>Erler G. Joachim E.<\/i> Die Matrikel [und die Promotionsverzeichnisse] der Albertus-Universit\u00e4t zu K\u00f6nigsberg i. Pr., 3 Bde. Leipzig, 1910-1917.<\/p>\n<p>18. <i>Euler W.<\/i> Immanuel Kants Amtst\u00e4tigkeit. Aufgaben und Probleme einer Gesamtdokumentation \/\/ Reinhard Brandt, Werner Stark (Hg): Kant-Forschungen. Bd. 5. 1994. S. 58-90.<\/p>\n<p>19. <i>Euler W.<\/i> Kants Briefwechsel und &#8216;Amtlicher Schriftverkehr&#8217;. Mit einem Anhang zu Kants Vorlesung \u00fcber r\u00f6mischen Stil \/\/ Zustand und Zukunft der Akademie-Ausgabe von Immanuel Kants gesammmelten Schriften (<i>Kant-Studien<\/i>. Sonderheft). Bd. 91. 2000. S. 106-142.<\/p>\n<p>20. <i>Fischer H-P.<\/i> Eine Antwort auf Kants Briefe vom 23. August 1749 \/\/ Kant-Studien. 1985. Bd. 76. S. 79-89.<\/p>\n<p>21. <i>Fischer H-P.<\/i> Kant an Euler \/\/ Kant-Studien. 1985a. Bd. 76. S. 214-216.<\/p>\n<p>22. <i>Hamann J. G., <\/i>Londoner Schriften. Historisch-kritische Neuedition \/ Hrsg. <i>\u00a0<\/i>Bayer O., Weissenborn B.<i> <\/i>\u00a0M\u00fcnchen, 1993.<\/p>\n<p>23. <i>Kant I.<\/i> Kant&#8217;s gesammelte Schriften (Akademie-Ausgabe). Berlin, 1900ff.<\/p>\n<ol>\n<li>24. \u00a0<i>Kant I.<\/i>, <i>Rink F. T.<\/i> Physische Geographie. 2 Bde. K\u00f6nigsberg: G\u00f6bbels &amp; Unzer, 1802.<\/li>\n<\/ol>\n<p>25. <i>Kant I., <\/i>Briefwechsel. Auswahl und Anmerkungen von Otto Sch\u00f6nd\u00f6rffer. Bearbeitet von Rudolf Malter. Mit einer Einleitung von Rudolf Malter und Joachim Kopper. Dritte, erweiterte Auflage. Hamburg, 1972.<\/p>\n<p>26. <i>Klemme H. F.<\/i> Die Schule Immanuel Kants. Mit dem Text von Christian Schiffert \u00fcber das K\u00f6nigsberger Collegium Fridericianum [= Reinhard Brandt \/ Werner Stark (Hg): Kant-Forschungen Bd. 6]. 1994.<\/p>\n<p>27. <i>Kuehn M.<\/i> Kant. A Biography. Cambridge, UP, 2001.<\/p>\n<p>28. <i>Kuehn M.<\/i> Kant&#8217;s Teachers in the Exact Sciences \/\/ <i>Watkins E<\/i>. Kant and the Sciences. Oxford, New York, 2001.<\/p>\n<p>29. <i>Lilienthal T. C.<\/i> Lebensgeschichte des seel. Prof. Rappolt. K\u00f6nigsberg: 1753. (Auch in: NGE 5ter Teil, 1753. S. 138-153).<\/p>\n<p>30. <i>Lindemann-Stark A., Stark W.<\/i> Beobachtungen und Funde zu K\u00f6nigsberger Best\u00e4nden des 18. Jahrhunderts \/\/ Nordost-Archiv, NF (L\u00fcneburg). 1995. Bd. 4,1. S. 63-100.<\/p>\n<p>31. <i>NGE, Strodtmann J. C.<\/i> Das Neue Gelehrte Europa. Wolfenb\u00fcttel, 1752-1781.<\/p>\n<p>32. <i>Nicolai G. H., Rappolt K H.<\/i> Existentiam dei e mentis cum corpore unione demonstratam amplissimo ordinis philosophici consensu, pro receptione in eundem defendet M. Georgius Henricus Nicolai S. minist. candid. respondente Carolo Henrico Rappolt, phil. cult. MDCC XXIII d. xx Octbr. ab hora VIII ad XII. K\u00f6nigsberg: Zaencker, 1723.<\/p>\n<p>33. <i>Oberhausen M., Pozzo R.<\/i> Vorlesungsverzeichnisse der Universit\u00e4t K\u00f6nigsberg (1720-1804). Mit einer Einleitung und Registern herausgegeben (Stuttgart-Bad Cannstatt) [lii, 778 S. in 2 Teilb\u00e4nden] [= Forschungen und Materialien zur Universit\u00e4tsgeschichte FUM, Abt. 1: Quellen zur Universit\u00e4tsgeschichte, Bd. 1 (1\/2)].<\/p>\n<p>34. <i>Pisanski G. C. P., Rudolf<\/i>. Entwurf einer preu\u00dfischen Liter\u00e4rgeschichte in vier B\u00fcchern. Mit einer Notiz \u00fcber den Autor und sein Buch (K\u00f6nigsberg) [= Reprint: Hamburg 1994. = Sonderschriften des Vereins f\u00fcr Familienforschung in Ost- und Westpreu\u00dfen e. V., Nr. 80,1]. 1886.<\/p>\n<p>35. <i>Rappolt K. H.<\/i> Fama veritatis, virtuti, honori ac meritis erudissimi viri, M. Michaelis Lilienthal, verbi divini ministri, academiae imperialis russicae professorius honorarii, regiae societatis prussicae scientiarum sodalis, et bibliothecae urbici praefecti primarii, debitam, salvam ac perennem cupit, qui eo ductore, hospite ac patrono optime merente usus est, eiusque obitum nunc acerbo moerore luget, Carolus Henricus Rappolt, natural. K\u00f6nigsberg, 1750.<\/p>\n<p>36. <i>Rappolt K. H.<\/i> Eine Parthey alter und neuer B\u00fccher, in mancherley Wissenschaften und Sprachen A. K\u00f6nigsberg: Hartung, 1753.<\/p>\n<p>37. <i>Rappolt K. H.,<\/i> <i>Lilienthal<\/i> <i>T. C.<\/i> Quaestio naturalis prussica de oolitho Regiomontano, an caviarum petrefactum? S. C. pro loco prof. natur. extraord. D. <sup class='footnote'><a href='#fn-323-1' id='fnref-323-1' onclick='return fdfootnote_show(323)'>1<\/a><\/sup> octobr. in aul. max. disputabit Carolus Henricus Rappolt, A.M. et P.N.E. respondente Theodoro Christophoro Lilienthal, Regiomontano. Ol. Magnus de mira natura rer. septentr. K\u00f6nigsberg: Reussner, 1733. L. II. c. 28. S. 26. 1 Tafel.<\/p>\n<p>38. <i>Rappolt K. H.,<\/i> <i>Meltzer D. H.<\/i> Providentia per quisquilias asserta, argumentum a Luc. Vanino in palea exhibitum, etiam uberius declaratum [Vignette] quod iussu collegii philosophorum pro impetratis honoribus tuetur Carolus Henricus Rappolt, M. A. et prof. phys. extr. D. respondente Daniel Reinhold Meltzer, R. P. med et philos. stud. \/admiranda tibi levium spectacula rerum. Virg. Regiomonti Pruss., MDCC XXXI iul. in audit. max. K\u00f6nigsberg: Reussner, 1731\/2.<\/p>\n<p>39. <i>Rappolt K. H.<\/i>, <i>Moritz M. S.<\/i> Hochzeitsgedichte; 13. Mai 1734. K\u00f6nigsberg, 1734.<\/p>\n<p>40. <i>Selle G. V.<\/i> Geschichte der Albertus-Universit\u00e4t zu K\u00f6nigsberg in Preussen. K\u00f6nigsberg: Kanter, 1944.<\/p>\n<p>41. <i>Selle G. V.<\/i> Geschichte der Albertus-Universit\u00e4t zu K\u00f6nigsberg in Preu\u00dfen. 2. durchgesehene und vermehrte Auflage. W\u00fcrzburg, 1956.<\/p>\n<p>42. <i>Stark W.<\/i> Hinweise zu Kant&#8217;s Kollegen vor 1770 \/\/ Studien zur Entwicklung preu\u00dfischer Universit\u00e4ten. Unter Mitwirkung von Werner Stark herausgegeben von Reinhard Brandt und Werner Euler. Wiesbaden, 1999a. S. 113-162.<\/p>\n<p>43. <i>Waschkies H. J.<\/i> Physik und Physikotheologie des jungen Kant. Die Vorgeschichte seiner Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels. Amsterdam, 1987.<\/p>\n<p>44. <i>Watkins E<\/i>. Kant and the Sciences. Oxford, New York, 2001.<\/p>\n<p>45. <i>Zeugnis Sch\u00f6neich<\/i>. 1. 8. 1758. Euler, 2000.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"left\"><b><i>Die erste Ver\u00f6ffentlichung des Aufsatzes<\/i><\/b><i>:<\/i><\/p>\n<p align=\"left\">Stark, Werner. Physische Geographie im K\u00f6nigsberg des 18ten Jahrhunderts \/\/ Kant zwischen West und Ost. Zum Gedenken an Kants 200. Todestag und 280. Geburtstag. Hrsg. Von Prof. Dr. Wladimir Bryuschinkin. Bd.2. Kaliningrad, 2005. S. 279 &#8211; 292.<\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-323'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-323-1'>Nov. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-323-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man \u00fcber das Thema &#8216;Physische Geographie im K\u00f6nigsberg des 18ten Jahrhunderts&#8217; einen knapp 20 min\u00fctigen Vortrag halten soll und will, dann mu\u00df man ganz zweifellos eine Menge von Ballast abwerfen und sich auf einige Punkte beschr\u00e4nken, um wenigstens einigerma\u00dfen verst\u00e4ndlich sein zu k\u00f6nnen; jedenfalls dann, wenn man sich in meiner Lage befindet. 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