{"id":169,"date":"2013-12-11T19:28:20","date_gmt":"2013-12-11T19:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/?p=169"},"modified":"2021-05-23T19:31:12","modified_gmt":"2021-05-23T19:31:12","slug":"hiroo-nakamura-kants-weg-zum-ewigen-frieden-im-21-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kant-online.ru\/en\/hiroo-nakamura-kants-weg-zum-ewigen-frieden-im-21-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Hiroo Nakamura. Kants Weg zum ewigen Frieden im 21. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_186\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Hiroo-Nakamura-Foto-von-Suzhu-Pan-middle.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-186\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-186 \" alt=\"Prof. Hiroo Nakamura (Nagano, Japan)\" src=\"http:\/\/www.kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Hiroo-Nakamura-Foto-von-Suzhu-Pan-middle-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Hiroo-Nakamura-Foto-von-Suzhu-Pan-middle-300x225.jpg 300w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Hiroo-Nakamura-Foto-von-Suzhu-Pan-middle-65x50.jpg 65w, https:\/\/kant-online.ru\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Hiroo-Nakamura-Foto-von-Suzhu-Pan-middle.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-186\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Hiroo Nakamura (Nagano, Japan)<\/p><\/div>\n<p><em>\u201eSei Nagasaki die letzte Atombombenopferstadt!\u201c<\/em> \u2013 Die vern\u00fcnftigen Menschen in Japan sch\u00e4men sich daf\u00fcr, dass ein Land, das eigentlich auf seine \u00fcberlegene Technologie stolz sein sollte, trotz der harten Erfahrung sowie des innigsten Wunsches der Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki die Katastrophe von Fukushima verursacht hat. Diese Katastrophe hat den Fehler der bisherigen Wirtschafts- und Energiepolitik bewiesen. Sie spiegelt die Schw\u00e4che der Politik nicht nur in Japan, sondern in der ganzen Welt. Politische, kulturelle und religi\u00f6se Konflikte sind heute eher noch komplizierter geworden. Man muss aufs Neue danach fragen, ob die Menschheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts wirklich im best\u00e4ndigen Fortschreiten zum Besseren ist.<\/p>\n<p>Erasmus von Rotterdam, Immanuel Kant und Salomo Friedlaender, ein vergessener Philosoph des 20. Jahrhunderts, der sich \u201eAltkantianer\u201c nannte und der heute wieder entdeckt zu werden beginnt, haben schon, jeder auf seine Weise, ihre Zeitgenossen ermahnt, die kriegerische Selbstzerst\u00f6rung zu beenden, einen dauerhaften Frieden anzustreben und daf\u00fcr sich der Moralit\u00e4t, die als <em>ratio cognoscendi<\/em> der Freiheit der Menschlichkeit zugeh\u00f6ren soll, klar und fest bewusst zu werden. \u2013 An diese klassischen und modernen Texte ankn\u00fcpfend und mich auf Grundprinzipien der japanischen Verfassung berufend, pl\u00e4dierte ich in meinem Buch <em>F\u00fcr den Frieden<\/em><sup id=\"rf1-169\"><a href=\"#fn1-169\"  title=\"Hiroo Nakamura, F&uuml;r den Frieden, libri nigri 16, Nordhausen: Traugott Bautz 2012.\">1<\/a><\/sup> daf\u00fcr, dass der Mensch ohne Zweifel Hoffnung auf Zukunft hat, dass der ewige Friede allein dem Menschen selbst \u00fcberlassen ist, und dass es also auf die Erziehung zur Pers\u00f6nlichkeit ankommt, weil es die Pers\u00f6nlichkeit ist, die als Subjekt der Freiheit und als <em>ratio essendi<\/em> der Moralit\u00e4t in der Wirklichkeit wirkt, und weil diese Freiheit f\u00fcr die Menschen, die den Frieden aus ganzem Herzen wollen, der \u201eSchlu\u00dfstein\u201c<sup id=\"rf2-169\"><a href=\"#fn2-169\"  title=\"KpV, AA 05, S. 3.\">2<\/a><\/sup> f\u00fcr den gro\u00dfartigen Entwurf zum ewigen Frieden ist, obzwar sie f\u00fcr alle Empiristen der \u201eStein des Ansto\u00dfes\u201c<sup id=\"rf3-169\"><a href=\"#fn3-169\"  title=\"KpV, AA 05, S. 7.\">3<\/a><\/sup> ist. In diesem Vortrag m\u00f6chte ich Ihnen einen Auszug aus diesem Buch vorstellen.<\/p>\n<p>Am Anfang seiner Schrift <em>Klage des Friedens (Querela pacis)<\/em>, gedruckt 1517, schrieb Erasmus:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDER FRIEDE SPRICHT. Wenn es f\u00fcr die Menschen von Vorteil w\u00e4re, mich gegen alles Recht so anzufeinden, fortzujagen und niederzustrecken, dann w\u00fcrde ich blo\u00df dar\u00fcber klagen, da\u00df ich Unrecht erleide und da\u00df sie ungerecht sind.\u201c<sup id=\"rf4-169\"><a href=\"#fn4-169\"  title=\"Erasmus von Rotterdam, Klage des Friedens, &Uuml;bertragung u. Nachwort von Arthur von Arx, Klosterberg, Basel 1945, S. 9.\">4<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn Erasmus gleich nach dem Zweiten Weltkrieg das zu Schutt gewordene Deutschland und das ruinierte Europa gesehen h\u00e4tte, wie tief h\u00e4tte er wieder geklagt? Zu einem bedeutsamen Zeitpunkt, im Jahre 1945, wurde die deutsche \u00dcbersetzung seiner <em>Klage des Friedens<\/em> neu ver\u00f6ffentlicht. Der \u00dcbersetzer, Arthur von Arx, schrieb ganz am Ende seines Nachwortes wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eVielleicht bleibt der \u00abewige Friede\u00bb immer ein Ideal. Aber man kann und soll eben Ideale nicht an sichtbaren Erfolgen messen. Sie bewahren ihre belebende Wirkung und ihre sittliche Kraft auch dann, wenn nur mehr oder weniger gelungene Verwirklichungen von ihrem Dasein Zeugnis ablegen.\u201c<sup id=\"rf5-169\"><a href=\"#fn5-169\"  title=\"Klage des Friedens, a.a.O., S. 103.\">5<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Der ewige Friede ist f\u00fcr die Menschheit eine immer aktuelle Aufgabe, die sowohl von Saint-Pierre und Rousseau wie von Kant formuliert wurde. Es ist wohl keine \u00dcbertreibung, wenn man sagt, dass die Menschen seit der Aufkl\u00e4rungszeit, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg im Ernst danach strebten, diese Aufgabe zu \u00fcbernehmen und zu bew\u00e4ltigen, und dass die Menschheit seit der letzten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts in der Friedensordnung und in der Politik wirklich merklichere Fortschritte als in der ersten H\u00e4lfte oder davor machte und macht. Erasmus, der vor 500 Jahren \u00fcber die schreckliche Lage in Europa wehgeklagt hatte, w\u00fcrde z. B. angesichts des Erfolges der EU Europas gegenw\u00e4rtige Lage f\u00fcr ein Wunder halten. Die politische Lage nicht nur in Europa, sondern auch in der ganzen Welt ist heute im Gro\u00dfen und Ganzen wirklich in einer w\u00fcnschenswerteren Wende als bisher. Im Vergleich mit der Geschwindigkeit der technischen Entwicklung sind allerdings die Schritte der Menschheit zum ewigen Frieden so langsam, dass es aussieht, als ob sie fast stehen bliebe oder gar zur\u00fcckfalle. Man kann doch Gr\u00fcnde daf\u00fcr anf\u00fchren, dass die Menschheit Schritte zum Besseren vorw\u00e4rts getan hat oder tut. \u2013 Die Vorschl\u00e4ge zum ewigen Frieden, die im 18. Jahrhundert Saint-Pierre und Rousseau vorlegten und die Kant philosophisch begr\u00fcndete, k\u00f6nnen zuerst sichere Beispiele daf\u00fcr sein. Heute hat man den Kodex, den Kant \u201eungeschriebenen\u201c<sup id=\"rf6-169\"><a href=\"#fn6-169\"  title=\"&bdquo;Da es nun mit der unter den V&ouml;lkern der Erde einmal durchg&auml;ngig &uuml;berhand genommenen (engeren oder weiteren) Gemeinschaft so weit gekommen ist, da&szlig; die Rechtsverletzung an einem Platz der Erde an allen gef&uuml;hlt wird: so ist die Idee eines Weltb&uuml;rgerrechts keine phantastische und &uuml;berspannte Vorstellungsart des Rechts, sondern eine nothwendige Erg&auml;nzung des ungeschriebenen Codex sowohl des Staats- als V&ouml;lkerrechts zum &ouml;ffentlichen Menschenrechte &uuml;berhaupt.&ldquo; (ZeF, AA 08, S. 360\">6<\/a><\/sup>) genannt hat, schon geschrieben bei sich. Man kann sich der wirklichen Schritte zum ewigen Frieden konkret in allerlei Erkl\u00e4rungen, Vertr\u00e4gen oder Verfassungen demokratischer L\u00e4nder in der Welt vergewissern: z. B. Charta der Vereinten Nationen (1945), Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte (1948), Internationaler Pakt \u00fcber b\u00fcrgerliche und politische Rechte (1966), Maastrichter Vertrag (1992), Ottawa-Konvention zur \u00c4chtung von Antipersonenminen (1997), Konvention zur \u00c4chtung von Streumunition (2008). Diese und andere <em>\u201eGeschichtszeichen\u201c<\/em>\u00a0((SF, AA 07, S. 84.)) sollten durchaus als Beweise f\u00fcr einen Fortschritt des Menschengeschlechts genommen werden. Ich m\u00f6chte noch drei Beispiele geben: das Abstimmungsergebnis zur Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte (1948) enthielt trotz 8 Enthaltungen keine Gegenstimme und 48 Zustimmungen; die Ottawa-Konvention, die eigentlich auf Anregung der Nichtregierungsorganisationen hin durchgef\u00fchrt worden war, wurde bis September 2007 von 156 Staaten ratifiziert; die Konvention zur \u00c4chtung von Streumunition wurde im Jahre 2008 von \u00fcber 100 Staaten unterst\u00fctzt. Wie von Arx 1945 schrieb, kann man sagen, dass die Ideale wirklich \u201eihre belebende Wirkung und ihre sittliche Kraft\u201c bewahren, vielmehr entfalten.<\/p>\n<p>Ob Erasmus irgendeinen Einfluss auf nachfolgende Friedensdenker wie Rousseau und Kant aus\u00fcbte, l\u00e4sst sich allerdings nur schwer feststellen. In ihren Schriften findet sich keine Anf\u00fchrung aus seiner <em>Klage des Friedens<\/em>. Aber wenn man jetzt von neuem dieses Buch liest, st\u00f6\u00dft man auf zutreffende Worte, welche die Wahrheit des Friedens erraten, was der Friede eigentlich ist und was notwendig ist, damit sich die Menschen dem Ziel des ewigen Friedens best\u00e4ndig n\u00e4hern k\u00f6nnen. Erasmus\u2019 humanistischer Grundgedanke f\u00fchrt zur Aufkl\u00e4rung und weiter bis zur Gegenwart. Erasmus, Rousseau, Kant: drei ganz verschiedene Charaktere: Erasmus ist gepr\u00e4gt von Religiosit\u00e4t und Rhetorik, w\u00e4hrend politisches Denken f\u00fcr Rousseau und kritische Philosophie f\u00fcr Kant charakteristisch sind. Aber es gibt einen gemeinsamen Punkt. Alle drei haben die Freiheit des Menschen erkannt und das moral-teleologische Wesen der Vernunft sowie des inneren und \u00e4u\u00dferen Zusammenhangs der menschlichen Gesellschaft. Was Erasmus uns gegeben hat, das ist die \u00dcberzeugung, dass kein Krieg sein soll und dass die Menschlichkeit in Wohlwollen und Eintracht besteht. Rousseau hat die Fragen nach dem idealen politischen System f\u00fcr den ewigen Frieden aufgekl\u00e4rt. Es ist aber Kant, der hier eine entscheidende Rolle spielt, weil er der erste und einzige Philosoph ist, der die Frage nach der <em>philosophischen<\/em> Begr\u00fcndung des ewigen Friedens zum Abschluss bringen konnte. Denn er gab den Diskussionen sozusagen einen archimedischen St\u00fctzpunkt, um die Aussicht zum ewigen Frieden unter den Philosophen, die moralische Politiker zu Rate ziehen k\u00f6nnen, zu er\u00f6ffnen. Salomo Friedlaender dr\u00fcckt das in entschiedenem Ton aus:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSeit 1781<sup id=\"rf7-169\"><a href=\"#fn7-169\"  title=\"Das Jahr der ersten Auflage der Kritik der reinen Vernunft.\">7<\/a><\/sup>\u00a0steht die Menschheit nicht nur politisch vor einer vom einzigen Kant entdeckten Alternative ihrer Freiheit: entweder wird ihre Vernunft, deren Quintessenz das Gesetz ist, von der Natur (resp. deren Sch\u00f6pfer) beherrscht: oder \u2013 Kants Revolution der Denkungsart \u2013 Vernunft, welche nicht nur theoretische, sondern auch sch\u00f6pferisch praktische Kraft enth\u00e4lt, herrscht \u00fcber Natur.\u201c<sup id=\"rf8-169\"><a href=\"#fn8-169\"  title=\"Diese Worte finden sich zu Beginn des Aufsatzes Kant als Politiker (1937?). Dieser Text wird in Band 22 der von Hartmut Geerken und Detlef Thiel herausgegebenen Edition Salomo Friedlaender\/Mynona. Gesammelte Schriften (Waitawhile, Herrsching 2005 ff.) erscheinen.\">8<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Kants Verdienst um die moderne Philosophie besteht darin, dass er mit seiner <em>kritischen<\/em> Philosophie eine Bresche f\u00fcr die Schwierigkeit der <em>Metaphysik<\/em> schlug, welche die Menschen seit langem bel\u00e4stigt hatte. Kant schrieb am Eingang der Vorrede der ersten Auflage der <em>Kritik der reinen Vernunft<\/em> wie folgt: \u201eDie menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnis: da\u00df sie durch Fragen bel\u00e4stigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie \u00fcbersteigen alles Verm\u00f6gen der menschlichen Vernunft.\u201c<sup id=\"rf9-169\"><a href=\"#fn9-169\"  title=\"KrV, AA 04, S. 7\">9<\/a><\/sup> Kants <em>Kritik<\/em> war die Erste, die das Wesen der Metaphysik aufkl\u00e4rte und die L\u00f6sung ihrer Fragen aufzeigte. Nach Kant bestanden die Fehler der Metaphysiker darin, dass sie die metaphysischen Fragen, deren Urteile eigentlich erweiternd und synthetisch sein sollen, immer erl\u00e4uternd und analytisch behandelt hatten. Um synthetisch erweiternd zu urteilen, war es notwendig, zum Inhalt der Erkenntnis etwas hinzuzuf\u00fcgen und sich noch auf eine anderes Prinzip als den Satz des Widerspruchs zu st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nun, der ewige Friede ist nach Kants <em>Metaphysik der Sitten<\/em> kein anderer als der Endzweck der Rechtslehre und bedarf einer Metaphysik.<sup id=\"rf10-169\"><a href=\"#fn10-169\"  title=\"Vgl. MS, AA 06, S.355.\">10<\/a><\/sup> Die Fragen nach dem ewigen Frieden geh\u00f6ren eigentlich zur Metaphysik, n\u00e4mlich zur Metaphysik der Sitten, also ist es bei der Diskussion dar\u00fcber notwendig, zur Erkenntnis etwas hinzuzuf\u00fcgen und sich auf anderes Prinzip als den Satz des Widerspruchs zu st\u00fctzen, damit man nicht in die Sackgasse des Skeptizismus oder des Dogmatismus ger\u00e4t. Was das metaphysische Urteil \u00fcber den ewigen Frieden zum Inhalt hinzuf\u00fcgen soll, sind Prinzipien <em>a priori<\/em> wie \u201eFreiheit\u201c, \u201eEndzweck\u201c, \u201eW\u00fcrde\u201c und \u201eRecht\u201c, genau genommen \u201eRecht auf Leben in Frieden\u201c.<sup id=\"rf11-169\"><a href=\"#fn11-169\"  title=\"Das Grundprinzip des Pazifismus der japanischen Verfassung besteht im &bdquo;Recht auf Leben in Frieden&ldquo;, wie in der Pr&auml;ambel zu lesen ist: &bdquo;Wir erkennen an, da&szlig; die V&ouml;lker auf der ganzen Welt das Recht haben, ohne Unterschied frei von Furcht und Not in Frieden zu leben&ldquo; (R&ouml;hl, Wilhelm, Die japanische Verfassung, Die Staatsverfassungen der Welt in Einzelausgaben Bd. 4, Frankfurt am Main \/ Berlin 1963, S. 87). Yoichi Higuchi, Verfassungsrechtler in Japan, erkl&auml;rt, dass man die klassische Freiheit wie &bdquo;Freiheit von Furcht&ldquo; das &bdquo;Recht des 18. und 19. Jahrhunderts&ldquo; nennen kann, und das &ouml;konomische Recht sowie das Sozialrecht, wie &bdquo;Freiheit von Not&ldquo;, das &bdquo;Recht des 20. Jahrhunderts&ldquo;, indessen das &bdquo;Recht des 21. Jahrhunderts&ldquo; das &bdquo;Recht auf Leben in Frieden&ldquo; genannt werden soll (vgl. Tadakazu Fukase &amp; Yoichi Higuchi, Le constitutionnalisme et ses probl&egrave;mes au Japon&nbsp;: Une approche comparative, Paris 1984, S. 27). Vgl. Hiroo Nakamura, F&uuml;r den Frieden, &sect; 30, S. 116 f.\">11<\/a><\/sup> Andere Prinzipien als der Satz des Widerspruchs sind das moralische Gesetz und die moralische Teleologie. Der Kern der oben genannten vier Prinzipien <em>a priori<\/em> ist Freiheit, weil es die Freiheit ist, die \u201edas angeborene Recht\u201c<sup id=\"rf12-169\"><a href=\"#fn12-169\"  title=\"MS, AA 06, S. 237.\">12<\/a><\/sup> genannt wird, und die W\u00fcrde sowie der Endzweck erst durch das moral-teleologische Bewusstsein mit der Freiheit m\u00f6glich sind. Ich charakterisiere also die Freiheit als <em>ratio essendi<\/em> des ewigen Friedens und den ewigen Frieden als <em>ratio cognoscendi<\/em> der Freiheit. Denn vor der Freiheit, d. h. vor dem freien Willen des Menschen \u00f6ffnet sich die Zukunft nach der M\u00f6glichkeit hin, sich selbst besser zu machen, zu kultivieren und zu moralisieren. Es ist die Freiheit, mit welcher der Mensch erst <em>Mensch<\/em> werden kann. Die Freiheit des Menschen verneinen hei\u00dft die M\u00f6glichkeit der Zukunft blockieren, die sich eigentlich dem Menschen \u00f6ffnen will, um sich ihm zu \u00fcberlassen. Die Zukunft der Menschheit zum ewigen Frieden h\u00e4ngt einzig und allein von der Freiheit des Menschen ab, indessen es vom Streben nach dem ewigen Frieden abh\u00e4ngt, ob der Mensch in der Tat ein freies Wesen ist. Der Mensch kann wegen der Freiheit die Aufgabe zum ewigen Frieden f\u00fcr seine eigentliche Bestimmung halten und seine eigene Zukunft von sich aus \u00fcbernehmen. Diese Tatsache hat man schon in den oben erw\u00e4hnten \u201eGeschichtszeichen\u201c erfahren. Man kann sagen, dass das Menschengeschlecht heute sicher auf dem Weg zum ewigen Frieden ist, den Kant philosophisch begr\u00fcndet hat. Die aktuelle Frage ist, wie man diese Schritte weiter vorw\u00e4rts macht. Es kommt schlie\u00dflich auf die Erziehung an.<\/p>\n<p>Am Anfang seiner <em>P\u00e4dagogik<\/em> erkl\u00e4rt Kant ausdr\u00fccklich: \u201eDer Mensch ist das einzige Gesch\u00f6pf, das erzogen werden mu\u00df.\u201c<sup id=\"rf13-169\"><a href=\"#fn13-169\"  title=\"P&auml;d, AA 09, S. 441.\">13<\/a><\/sup> Denn \u201eder Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung.\u201c<sup id=\"rf14-169\"><a href=\"#fn14-169\"  title=\"P&auml;d, AA 09, S. 443.\">14<\/a><\/sup> \u2013 \u201eDurch Erziehung zur Pers\u00f6nlichkeit kann er ein frei handelndes Wesen werden, das sich selbst erhalten und in der Gesellschaft ein Glied ausmachen, f\u00fcr sich selber aber einen innern Werth haben kann.\u201c<sup id=\"rf15-169\"><a href=\"#fn15-169\"  title=\"P&auml;d, AA 09, S. 455.\">15<\/a><\/sup>\u00a0Der innere Wert ist nach Kant das, was der Mensch mit der Freiheit sich selbst gibt. Das hei\u00dft, dass er danach streben kann, das Recht auf Leben in Frieden zu achten, sich dem ewigen Frieden als Endzweck zu n\u00e4hern und der W\u00fcrde des Menschen w\u00fcrdig zu sein. Auf die Zuversicht dieser moralischen Teleologie gr\u00fcndet Kant die P\u00e4dagogik, welche eine Antwort auf die Grundfrage danach gibt, wie der ewige Friede f\u00fcr die Menschheit m\u00f6glich ist. Es kommt auf die Erziehung zur Pers\u00f6nlichkeit als Subjekt der Freiheit an. Friedlaender appellierte nachdr\u00fccklich:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSeit 150 Jahren h\u00e4tte man die Kinder in den kategorischen Imperativ einweihen k\u00f6nnen, wodurch Weltkriege wahrscheinlich verh\u00fctet worden w\u00e4re.\u201c<sup id=\"rf16-169\"><a href=\"#fn16-169\"  title=\"S. Friedlaender, Moral und Politik. Dieser Text wird in Band 22 der von Hartmut Geerken und Detlef Thiel herausgegebenen Edition Salomo Friedlaender\/Mynona. Gesammelte Schriften (Waitawhile, Herrsching 2005 ff.) erscheinen.\">16<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Nach der verbreiteten Meinung w\u00e4re der ewige Friede nur eine leere Idee, \u00e4hnlich der Arbeit des Sisyphus.<sup id=\"rf17-169\"><a href=\"#fn17-169\"  title=\"Vgl. TP, AA 08, S. 307. Vgl. Goyard-Fabre, Simone, La construction de la paix ou le travail de Sisyphe, Paris 1994, S. 262.\">17<\/a><\/sup> Ist das richtig? \u2013 Einerseits ja, andererseits aber nicht. Denn die Menschengeschichte scheint allerdings voll vergeblicher M\u00fchen mit dem Frieden zu sein, doch seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert kann man in bemerkenswerten Tatsachen den Schimmer, die Keime eines Fortschritts zum Besseren erblicken. Ich m\u00f6chte mit Kant sagen, dass der Menschheit Streben nach dem ewigen Frieden keine Arbeit des Sisyphus ist und dass die Menschheit es sicher schaffen kann, auf die Ausf\u00fchrung des ewigen Friedens immer n\u00e4her zuzugehen, indem sie sich jeweils dar\u00fcber freuen kann, sich dessen bewusst zu werden, der W\u00fcrde des Menschen w\u00fcrdig zu sein. Ist es eine \u00dcbertreibung, wenn ich hier wage, wieder mit Kant den Grund daf\u00fcr anzugeben? \u2013 Weil \u201eer etwas kann, darum weil er sich bewu\u00dft ist, da\u00df er es soll, und erkennt in sich die Freiheit, die ihm sonst ohne das moralische Gesetz unbekannt geblieben w\u00e4re\u201c.<sup id=\"rf18-169\"><a href=\"#fn18-169\"  title=\"KpV, AA 0 5, S. 30.\">18<\/a><\/sup> Und weil die Menschen angesichts der heute immer ernster werdenden Situation einsehen m\u00fcssen, dass das Menschengeschlecht wirklich in der kritischen Lage ist, als ob \u201eein Galgen vor ihm aufgerichtet w\u00e4re, um ihn sogleich nach genossener Wollust daran zu kn\u00fcpfen\u201c.<sup id=\"rf19-169\"><a href=\"#fn19-169\"  title=\"Ebd.\">19<\/a><\/sup><br \/>\nIn der Einleitung der <em>Kritik der Urteilskraft<\/em>, in einer Anmerkung, stellte Kant die Frage: \u201eWarum aber in unsere Natur der Hang zu mit Bewu\u00dftsein leeren Begehrungen gelegt worden?\u201c Seine Antwort darauf ist gerade heute von Bedeutung, damit der Mensch sich aufs Neue davon \u00fcberzeugt, dass er eigentlich ein Wesen der M\u00f6glichkeit, d. h. ein freies Wesen ist und die M\u00f6glichkeit seiner Zukunft von ihm selbst abh\u00e4ngt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWarum aber in unsere Natur der Hang zu mit Bewu\u00dftsein leeren Begehrungen gelegt worden, das ist eine anthropologisch-teleologische Frage. Es scheint, da\u00df, sollten wir nicht eher, als bis wir uns von der Zul\u00e4nglichkeit unseres Verm\u00f6gens zur Hervorbringung eines Objekts versichert h\u00e4tten, zur Kraftanwendung bestimmt werden, diese gro\u00dfenteils unbenutzt bleiben w\u00fcrde. Denn gemeiniglich lernen wir unsere Kr\u00e4fte nur dadurch allererst kennen, da\u00df wir sie versuchen. Diese T\u00e4uschung in leeren W\u00fcnschen ist also nur die Folge von einer wohlt\u00e4tigen Anordnung in unserer Natur.\u201c<sup id=\"rf20-169\"><a href=\"#fn20-169\"  title=\"KU, AA 05, S. 178 Anm.\">20<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Mein Buch <em>F\u00fcr den Frieden<\/em> ist sozusagen ein aktueller Aufruf, f\u00fcr Kants Entwurf zum ewigen Frieden den Weg im 21. Jahrhundert zu bahnen. Am Anfang des Vorwortes dieses Buches schrieb ich: \u201eErasmus\u2019 Frieden sowie den Menschen m\u00f6chte ich dieses Buch widmen\u201c und am Ende seiner Einleitung: \u201eErasmus\u2019 Friede, der einmal bei allen V\u00f6lkern verworfen und niedergeschlagen war und seine eigenen Angelegenheiten eingeklagt hatte, m\u00f6ge mit diesem Buch einen Ort finden, zu dem er sich senden kann! \u2013 Die Menschen m\u00f6gen auch mit diesem Buch aus dem Wahn und zu ihrer Bestimmung f\u00fcr ihr eigentliches Leben erwachen!\u201c<br \/>\nNun, mit den Mottos meines Buches m\u00f6chte ich diesen Vortrag schlie\u00dfen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSchlie\u00dflich ist man schon auf dem besten Wege zum Frieden, wenn man den Frieden aus ganzem Herzen will. Wem n\u00e4mlich der Friede wirklich am Herzen liegt, der greift alle Friedensm\u00f6glichkeiten auf. Er l\u00e4\u00dft die Hindernisse entweder links liegen oder beseitigt sie. Sicherlich aber mu\u00df er mancherlei ausstehen, damit ein so gro\u00dfes Gut wie der Friede unversehrt bleibt.\u201c (Erasmus von Rotterdam)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u201eDen Willigen f\u00fchrt das Schicksal, den Widerstrebenden schleift es mit.\u201c (Seneca)<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Der Vortrag wurde am 20.04.2013 von<br \/>\nProf. Hiroo Nakamura im Rahmen Kant-Tage-2013<br \/>\nin Kaliningrad\/K\u00f6nigsberg gehalten.<\/em><\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\"><li id=\"fn1-169\"><p>Hiroo Nakamura, F\u00fcr den Frieden, libri nigri 16, Nordhausen: Traugott Bautz 2012.&nbsp;<a href=\"#rf1-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 1 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-169\"><p>KpV, AA 05, S. 3.&nbsp;<a href=\"#rf2-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 2 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-169\"><p>KpV, AA 05, S. 7.&nbsp;<a href=\"#rf3-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 3 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-169\"><p>Erasmus von Rotterdam, <i>Klage des Friedens<\/i>, \u00dcbertragung u. Nachwort von Arthur von Arx, Klosterberg, Basel 1945, S. 9.&nbsp;<a href=\"#rf4-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 4 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-169\"><p><i>Klage des Friedens<\/i>, a.a.O., S. 103.&nbsp;<a href=\"#rf5-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 5 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-169\"><p>\u201eDa es nun mit der unter den V\u00f6lkern der Erde einmal durchg\u00e4ngig \u00fcberhand genommenen (engeren oder weiteren) Gemeinschaft so weit gekommen ist, da\u00df die Rechtsverletzung an <i>einem<\/i> Platz der Erde an <i>allen <\/i>gef\u00fchlt wird: so ist die Idee eines Weltb\u00fcrgerrechts keine phantastische und \u00fcberspannte Vorstellungsart des Rechts, sondern eine nothwendige Erg\u00e4nzung des ungeschriebenen Codex sowohl des Staats- als V\u00f6lkerrechts zum \u00f6ffentlichen Menschenrechte \u00fcberhaupt.\u201c (ZeF, AA 08, S. 360&nbsp;<a href=\"#rf6-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 6 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-169\"><p>Das Jahr der ersten Auflage der <i>Kritik der reinen Vernunft<\/i>.&nbsp;<a href=\"#rf7-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 7 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-169\"><p>Diese Worte finden sich zu Beginn des Aufsatzes <i>Kant als Politiker<\/i> (1937?). Dieser Text wird in Band 22 der von Hartmut Geerken und Detlef Thiel herausgegebenen Edition <i>Salomo Friedlaender\/Mynona. Gesammelte Schriften <\/i>(Waitawhile, Herrsching 2005 ff.) erscheinen.&nbsp;<a href=\"#rf8-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 8 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-169\"><p>KrV, AA 04, S. 7&nbsp;<a href=\"#rf9-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 9 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-169\"><p>Vgl. MS, AA 06, S.355.&nbsp;<a href=\"#rf10-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 10 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-169\"><p>Das Grundprinzip des Pazifismus der japanischen Verfassung besteht im \u201eRecht auf Leben in Frieden\u201c, wie in der Pr\u00e4ambel zu lesen ist: \u201eWir erkennen an, da\u00df die V\u00f6lker auf der ganzen Welt das Recht haben, ohne Unterschied frei von Furcht und Not in Frieden zu leben\u201c (R\u00f6hl, Wilhelm, <i>Die japanische Verfassung<\/i>, Die Staatsverfassungen der Welt in Einzelausgaben Bd. 4, Frankfurt am Main \/ Berlin 1963, S. 87). Yoichi Higuchi, Verfassungsrechtler in Japan, erkl\u00e4rt, dass man die klassische Freiheit wie \u201eFreiheit von Furcht\u201c das \u201eRecht des 18. und 19. Jahrhunderts\u201c nennen kann, und das \u00f6konomische Recht sowie das Sozialrecht, wie \u201eFreiheit von Not\u201c, das \u201eRecht des 20. Jahrhunderts\u201c, indessen das \u201eRecht des 21. Jahrhunderts\u201c das \u201eRecht auf Leben in Frieden\u201c genannt werden soll (vgl. Tadakazu Fukase &amp; Yoichi Higuchi, <i>Le constitutionnalisme et ses probl\u00e8mes au Japon\u00a0: Une approche comparative<\/i>, Paris 1984, S. 27). Vgl. Hiroo Nakamura,<i> F\u00fcr den Frieden<\/i>, \u00a7 30, S. 116 f.&nbsp;<a href=\"#rf11-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 11 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-169\"><p>MS, AA 06, S. 237.&nbsp;<a href=\"#rf12-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 12 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-169\"><p>P\u00e4d, AA 09, S. 441.&nbsp;<a href=\"#rf13-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 13 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-169\"><p>P\u00e4d, AA 09, S. 443.&nbsp;<a href=\"#rf14-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 14 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-169\"><p>P\u00e4d, AA 09, S. 455.&nbsp;<a href=\"#rf15-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 15 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-169\"><p>S. Friedlaender, <i>Moral und Politik<\/i>. Dieser Text wird in Band 22 der von Hartmut Geerken und Detlef Thiel herausgegebenen Edition <i>Salomo Friedlaender\/Mynona. Gesammelte Schriften <\/i>(Waitawhile, Herrsching 2005 ff.) erscheinen.&nbsp;<a href=\"#rf16-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 16 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-169\"><p>Vgl. TP, AA 08, S. 307. Vgl. Goyard-Fabre, Simone, <i>La construction de la paix ou le travail de Sisyphe<\/i>, Paris 1994, S. 262.&nbsp;<a href=\"#rf17-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 17 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-169\"><p>KpV, AA 0 5, S. 30.&nbsp;<a href=\"#rf18-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 18 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-169\"><p>Ebd.&nbsp;<a href=\"#rf19-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 19 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-169\"><p>KU, AA 05, S. 178 Anm.&nbsp;<a href=\"#rf20-169\" class=\"backlink\" title=\"Jump back to footnote 20 in the text.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSei Nagasaki die letzte Atombombenopferstadt!\u201c \u2013 Die vern\u00fcnftigen Menschen in Japan sch\u00e4men sich daf\u00fcr, dass ein Land, das eigentlich auf seine \u00fcberlegene Technologie stolz sein sollte, trotz der harten Erfahrung sowie des innigsten Wunsches der Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki die Katastrophe von Fukushima verursacht hat. 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